Geschichtsschreibung

Märtyrer der neofa­schis­ti­schen Geschichtsschreibung

Rechtsextreme Kommunikation dominiert derzeit die Öffentlichkeit. Dieser Artikel erklärt, wie ein revisionistischer Podcaster der Neuen Rechten Anfang September für einen Moment zum populärsten Historiker der Netzgegenwart wurde.

Top secret. Eine kurze Geschichte von Geheim­hal­tung und Trans­pa­renz in den USA

Der aktuelle Zwist um geheime Regierungsdokumente in den Privathäusern von Trump, Biden und Pence ist nicht nur ein Lehrstück über Geheimhaltung, sondern auch über Transparenz. Und er berührt nicht zuletzt die Frage, auf Basis welcher Quellen Geschichte geschrieben wird.

Von Geschichte besessen. Putins (selbst)zerstörerische Geschichts­po­litik im Krieg gegen die Ukraine

Im Geschichtsbild Putins und eines großen Teils der russischen Bevölkerung ist kein Platz für die Ukraine als eigenständige kulturelle und politische Größe – und damit auch nicht in der Gegenwart. Dieses katastrophale Geschichtsbild ist älter als der aktuelle Krieg.

Depres­sion, Anti­se­mi­tismus und Geschichts­schrei­bung: In Erin­ne­rung an Evelien Gans

Die Historikerin Evelien Gans war eine profilierte Antisemitismus- und Holocaust-Forscherin. 2018 nahm sie sich das Leben. Das hatte viele Ursachen, fordert uns aber auch heraus, über die Zumutungen der akademischen Kultur nachzudenken.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Die unsicht­bare Ruine des Kalten Kriegs: Die „Mauer in den Köpfen“ 30 Jahre nach dem Mauerfall

Als mentale Ruine des Kalten Kriegs geistert die „Mauer in den Köpfen“ noch immer durch die politische Kultur Deutschlands. Warum? Weil sie aktiv am Leben gehalten wird. Über drei politisch motivierte Lebenserhaltungsmassnahmen für die "Mauer in den Köpfen“.

Die Welt eines Histo­ri­kers um 1970: „Der Käse und die Würmer“ von Carlo Ginzburg

Der kulturhistorische Bestseller „Der Käse und die Würmer“ von Carlo Ginzburg, 1976 erstmals erschienen, bietet noch immer höchsten Lesegenuss. Er rekonstruiert das Weltbild eines italienischen Müllers um 1600, reflektiert aber auch die politischen Horizonte des linksintellektuellen Italiens in der Nachkriegszeit.

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Die Schweiz als ‚Erfolgs­mo­dell‘? Patrio­tisch korrekte Geschichts­schrei­bung und die Illu­sionen der Souveränität

Die Schweiz sei eine „Erfolgsgeschichte“. So steht es in Parteiprogrammen, Leitartikeln und öffentlichen Geschichtsdarstellungen. In der populären und politischen Geschichtskultur der Schweiz breiten sich Formen der patriotic correctness aus, die noch kaum Beachtung und Kritik erfahren haben.

Die NZZ im Herzen der weissen Hybris. Anmer­kungen zur helve­ti­schen ‚color line‘

Die neuste Ausgabe der „NZZ Geschichte“ wirbt für ein mildes Urteil über die kolonialen Verwicklungen der Schweiz. Das Heft bleibt damit selber in kolonialen Denkmustern verhaftet – und bietet aufschlussreiche Einsichten ins finstere Herz der populären schweizerischen Geschichtskultur. Eine Replik.

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