„Der Wunsch nach Unschuld brennt die Augen aus“. Deutsch-jüdische Literatur in der Krise
Wie kann Literatur auf Krieg, Terror und verschiedene ineinander verzahnte Krisen reagieren? Das Schreiben deutschsprachiger Jüdinnen und Juden steht im Zeichen mehrfacher Zeugenschaft.
Essen von oben
Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.
Bücher unterm Weihnachtsbaum
Weltraumidylle, Literatur als Droge, Sinnlöcher: drei GdG-Buchempfehlungen zu Weihnachten 2024.
Nicht aufhören zu singen
Mit seinen späten Songs inszeniert Leonard Cohen sein Abtreten, und zwar ebenso pathetisch wie ironisch. Dies zeigt exemplarisch die existenziell tröstliche Wirkung von Lyrik.
„Wir stellen Verbundenheit her.“ Ein Gespräch über Dialog in einer weltanschaulich und religiös pluralen Gesellschaft
Unsere Gesellschaften sind multi-polarisiert und unsere Identitäten mehrdimensional. Genau deshalb lohnt es sich zu fragen, was Zusammenhalt ausmacht. Hannan Salamat und Dina Wyler über ihre Arbeit im Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (ZIID).
Das Gewicht der Worte. Antisemitische Gewalt und Öffentlichkeit
Hannah Arendt hielt fest, dass man „sich immer nur als das wehren kann, als was man angegriffen wird.“ Um Antisemitismus in Wort und Tat wirksam zu bekämpfen, muss deshalb auch die spezifisch judenfeindliche Form dieser Gewalt öffentlich anerkannt und benannt werden.
Seriensommer, Folge 3: Gespenstisch transparent
Mit dem Coming Out einer pensionierten Professorin rückt die Serie „Transparent“ (2014–2019) das Thema Transgender ins Zentrum. Angesichts der Auflösung fester Geschlechterrollen sowie aktueller Verschiebungen im amerikanisch-jüdischen Selbstbild stellt sie die Frage nach Herkunft und Identität.
„Willkommen in der Wirklichkeit“ – Rammstein und die Darstellung sexueller Gewalt
Die Vorwürfe gegen Rammstein haben Sprengkraft für das Showbusiness. Aber sie werfen auch die Frage nach der Beziehung zwischen der Wirklichkeit und der Imagination sexualisierter Gewalt auf. In der Kulturgeschichte existieren solche Darstellungen bereits sehr lange und haben unterschiedliche Funktionen.
#Ambivalenz: Der Nutzen des Nicht-Entscheidens
Der Begriff Ambivalenz bezeichnet Widersprüche, die nebeneinander existieren. Aktuell wird er oft sehr vage benutzt, was verschleiert, wie aktuell er eigentlich sein könnte. Dies zeigen Beispiele aus der Literatur von Franz Kafka bis Kim de l’Horizon.
Postkolonialismus und jüdisches Denken. Anmerkungen zur Debatte um Achille Mbembe
Um den Philosophen Achille Mbembe tobt eine Debatte. Zur Diskussion stehen seine Äusserungen zur Politik Israels. Ein Blick auf das Verhältnis der postkolonialen Studien zum Judentum zeigt, dass dieses immer schon ambivalent war.









