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Gleb Albert

Gleb Albert ist Assistenzprofessor am Historischen Seminar der Universität Luzern. Er forscht und lehrt zur Geschichte der Computerisierung in Ost und West, zur Geschichte der Sowjetunion und des internationalen Kommunismus. Er ist Mitherausgeber des International Newsletter of Communist Studies und Herausgeber von Geschichte der Gegenwart.

Selbst­be­stimmt und dezen­tral: Zur alter­na­tiven Geschichte und Gegen­wart von Social Media

Soziale Netzwerke sorgen permanent für schlechte Laune – aber man bleibt drin oder zieht bestenfalls zur nächsten kommerziellen Plattform. Es gibt jedoch eine andere, dezentrale und selbstbestimmte Tradition, sich digital zu vernetzen. Gleb J. Albert zeichnet die Geschichte dieser Alternative nach – von Mailboxen bis Mastodon.

Eine vertane Chance? Wiki­pedia und die Geisteswissenschaften

Vor 20 Jahren wurde die Wikipedia ins Leben gerufen. Durch ihre offene Struktur scheint die freie Enzyklopädie eine perfekte Plattform zu sein, um neue Forschungsergebnisse zu popularisieren. Doch Geisteswissenschaftler:innen zögern, sich ins Community-Projekt einzubringen. Warum eigentlich?

Black Vibes Matter. „Babylon“ als anti­ras­sis­ti­scher Musik­film in That­chers England

Im Zuge des aktuellen länderübergreifenden Black-Lives-Matter-Proteste lohnt es sich, „Babylon“ (1980) wiederzusehen: Viel mehr als nur ein Reggae-Musikfilm thematisiert er Rassismus, Polizeigewalt und afrokaribisches Leben in Thatchers England und erinnert darüber hinaus an ein oft vergessenes Kapitel europäischer Clubkultur.

Starke Frauen, prekäre Lebens­welten: Alex­ander Askol­dows „Die Kommis­sarin“ neu gesehen

Der Film „Die Kommissarin“ (1967) war zwanzig Jahre lang verboten. Die Thematisierung jüdischen Lebens und Sterbens sowie die unorthodoxe Darstellung der Bürgerkriegszeit passten nicht ins sowjetische Geschichtsnarrativ. Die Figur der Kommissarin ist heute noch kontrovers.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Klasse und Iden­tity Poli­tics im Vormärz. Gespräch mit Patrick Eiden-Offe

Das Reden über soziale Klassen ist derzeit wieder en vogue. Ebenso der Versuch, Klasse gegen Identitätspolitik auszuspielen. Ein Blick in die Frühphase proletarischer Selbstorganisation zeigt: Das ist überhaupt nicht notwendig.

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„Don’t copy that floppy“: Ein Nachruf auf die Digitalkopie

Filme, Musik, Bücher sind heute schnell und bequem gegen Monatsgebühr in Echtzeit verfügbar. Dieser Zustand ist neu – und markiert einen Bruch in der digitalen Medienökonomie. Zeit, an die jahrzehntelangen Auseinandersetzungen um Kopierbarkeit und Besitz von digitalen Medieninhalten zu erinnern.

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Eine Dystopie als Univer­sal­pa­rabel? Die Sci-Fi-Komödie „Kin-dza-dza!“

Die spätsowjetische Sci-Fi-Komödie „Kin-dza-dza!“ ist ein Geheimtipp – und ein höchst rätselhafter Film. Ist er eine Parabel auf den Westen? Oder eine versteckte Kritik am Sowjetregime? Oder beides? Eine Wiederentdeckung lohnt sich – als dystopische Parabel auf die Gegenwart.

Poli­ti­sches Exil und die Abwehr­re­flexe der Aufnahmegesellschaft

Was passiert, wenn Meinungen derjenigen aufeinanderprallen, die aus unterschiedlichen Gesellschaften kommen, mit jeweils anderen Sozialisierungs- und Politisierungserfahrungen? Abwehrreflexe und politische Lagerwechsel sind oft die Folge. Was sich aktuell beobachten lässt, ist Teil der Geschichte des politischen Exils im 20. Jahrhundert.

‚Neue Menschen‘ oder Jubel­masse? Die Rechte, die Linke und die ‚kleinen Leute‘

Die Linke habe die „einfachen Menschen“ im Stich gelassen, behauptet die Rechte, und setzt sich als wahre Vertretung der „kleinen Leute“ in Szene. Ist es wirklich das historische Erbe der Linken, das sie anzutreten glaubt? Gedanken über den Antipopulismus der Arbeiterbewegung.