Gewalt
Gewalt gegen Frauen im deutschen „Stadtbild“
Der gefährlichste Ort für Frauen war immer schon ihre Beziehung. Doch anstatt sich mit den Ursachen auseinanderzusetzen, wird Gewalt gegen Frauen häufig als Problem der vermeintlich „Anderen“ oder „Fremden“ dargestellt. Diese Projektion hat eine lange Geschichte.
Un-Writing und Im-Bild-Bleiben. Umgang mit visuellen Archiven der Gewalt
Die kontrastierende Auseinandersetzung mit gewaltvollem Bildmaterial und Familienbildern jüdischen Lebens im Tarnów (Polen) der Shoah-Zeit eröffnet Strategien des Im-Bild-Bleibens, die nicht versuchen zu reparieren, sondern autoethnographisch der Gewalt nahekommen und ihre Kontinuitäten, Wirkungen und Widersprüche sichtbar machen.
#Femizid
„Femizide“ werden oft als Tötung einer Frau „aufgrund des Geschlechts“ bzw. „weil sie eine Frau ist“ definiert. Dadurch wird der strukturelle Kontext der Taten verschleiert. Sinnvoller ist es, von Tötungen zu sprechen, die sich in einen „Kontext misogyner Gewalt“ einfügen.
Verwandtsein als Mythos und Modell. Zur Geschichte und Kritik des Clan-Begriffs
Noch nie wurde so viel über Clans gesprochen. Doch die politisch verengte Debatte verstellt den Blick auf die tieferliegenden Probleme des Begriffs. Was kann er heute noch erklären?
Abolitionismus heute. Ein Gespräch über die Kämpfe gegen rassistische Gewalt und die Suche nach neuen Formen der Vergesellschaftung
Im 18. und 19. Jahrhundert bezeichnete „Abolitionismus“ die Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei in den Zuckerplantagen der Karibik, einem Motor des frühen Kapitalismus. Geblieben ist bis heute der Kampf gegen rassistische Gewalt – doch der Begriff umfasst in Theorie und Praxis jetzt noch viel mehr.
#MeToo-Literatur? Sexualisierte Gewalt und die Antworten der Literatur
Handelt Gegenwartsliteratur von Machtmissbrauch, Sexismus und sexualisierter Gewalt, gilt sie als „#MeToo-Literatur“. Diese Bezeichnung hat ihre Fallstricke. Man kann sich aber fragen: Was leistet Literatur für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt?
„Willkommen in der Wirklichkeit“ – Rammstein und die Darstellung sexueller Gewalt
Die Vorwürfe gegen Rammstein haben Sprengkraft für das Showbusiness. Aber sie werfen auch die Frage nach der Beziehung zwischen der Wirklichkeit und der Imagination sexualisierter Gewalt auf. In der Kulturgeschichte existieren solche Darstellungen bereits sehr lange und haben unterschiedliche Funktionen.
Colonia Dignidad und Erinnerungskultur. Zum Umgang mit einem Ort schwerer Menschenrechtsverbrechen
Die Colonia Dignidad und ihre Verbrechen finden wieder Aufmerksamkeit. Doch die Erinnerungspolitik, die sich allein auf die Vergangenheit richtet, riskiert, das Leiden in der Gegenwart vergessen zu machen.
In den Köpfen, in den Straßen. Zwei Bücher erzählen vom 30. Januar 1933
Der 1933 in Deutschland geschriebene Roman Unsere Straße hat einmal einen Klassiker der antifaschistischen Erinnerung an den Beginn des Nationalsozialismus gebildet. Heute ist er weitgehend vergessen. Warum lohnt seine Wiederlektüre zum 90. Jahrestag der „Machtergreifung“?
Verletzbarkeit von Menschen mit Behinderungen im Spiegel der Pandemie
Die Pandemie hat Menschen mit Behinderungen als „besonders vulnerable Gruppe“ kurzfristig in die Aufmerksamkeit gerückt. Doch sie hat lediglich schlaglichtartig sichtbar gemacht, was häufig nicht wahrgenommen wird – dass deren Existenz immer noch in vielerlei Hinsichten eine prekäre und gefährdete ist.
Spaltung von oben. Zur anti-demokratischen und rassistischen Logik der Integration
Seit der Berliner Silvesternacht eskaliert der Diskurs um Integration. Warum wir uns endlich verabschieden müssen vom Phantasma der homogenen Gemeinschaft.
Mölln 1992. Gewalt und Angst, Missachtung und Solidarität
In Mölln setzen am 23. November 1992 Skinheads zwei Wohnhäuser türkischer Familien in Brand. Drei Menschen sterben, weitere werden teils schwer verletzt. Der Anschlag verändert migrantisches Leben im vereinten Deutschland ebenso wie den Umgang von Staat und Gesellschaft mit der rechten Gewalt der frühen 1990er Jahre. Ein Blick zurück.











