Migration
Nach der Wahl: Solidarität in der autoritären Wende
Die Wahl ist vorbei, aber die Gefahr bleibt: Migration als Themensetzung der AfD hat den Diskurs diktiert. Der Historiker Massimo Perinelli analysiert die Bundestagswahl, räumt mit den diskriminierenden Narrativen auf und erinnert uns daran, dass Millionen Bürger:innen für eine demokratische Gesellschaft der Vielen einstehen.
Kunst als Gegenarchiv: Der Dokumentarfilm „18 Minuten Zivilcourage“
Das Vergessen und die Nichtanerkennung von rassistischer Gewalt prägen migrantisches Leben in Deutschland bis heute. Umso wichtiger ist das Potenzial künstlerischer Praxis als alternativer Erinnerungsarbeit und Form des Gegen-Archivierens.
Aus Europa, nach Europa. Das internationale Flüchtlingsrecht und sein koloniales Erbe
Die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 steht heute als vermeintliches Relikt unter Beschuss. Oft vergessen wird dabei, dass sie als Lehre aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs entstand, als vor allem Europäer*innen fliehen wollten. Universalisiert wurde sie erst auf Druck der post-kolonialen Staaten des globalen Südens.
Die Erfolge der Rechten – und die Fehler der anderen
Der Wahlsieg von Geert Wilders in den Niederlanden ist nur die neueste Episode einer rechtsextremen Erfolgsserie in Europa – und er zeigt, dass daran nicht zuletzt die Konkurrenz eine Mitschuld trägt, die aus ihren Fehlern nichts lernt.
Forcibly displaced Ukrainian women scholars: Gendered challenges of research, care, and building a new identity
Forced migration affects a whole range of academics and their research worldwide. Sociologist Olena Strelnyk and cultural scientist Mariya Shcherbyna focus on their own displacement from Ukraine caused by the Russian war of aggression.
„Wir weigern uns zu gehorchen.“ Der lange Kampf gegen rassistische Gewalt in Frankreich
Im vergangenen Juni wurde der 17jährige Nahel in einer Pariser Banlieue von einem Polizisten erschossen. Seit den 1970er Jahren rufen Polizeigewalt und der sie ermöglichende struktureller Rassismus immer wieder große Proteste hervor – so schon vor 50 Jahren in Marseille.
Mölln 1992. Gewalt und Angst, Missachtung und Solidarität
In Mölln setzen am 23. November 1992 Skinheads zwei Wohnhäuser türkischer Familien in Brand. Drei Menschen sterben, weitere werden teils schwer verletzt. Der Anschlag verändert migrantisches Leben im vereinten Deutschland ebenso wie den Umgang von Staat und Gesellschaft mit der rechten Gewalt der frühen 1990er Jahre. Ein Blick zurück.
„Warum schicken sie uns Schwarze in die Hölle?“ Die Logik hinter dem Massaker von Melilla
Am Grenzzaun von Melilla wurden am 24. Juni mindestens 37 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Zum Großteil aus dem Sudan geflohen, hatten sie in der spanischen Exklave einen Asylantrag stellen wollen. Die Tragödie ist die Konsequenz der Migrationspolitik im spanisch-marokkanischen Grenzraum.
„Nie wieder“. Migration, Sozialisation und Erinnerung in Westdeutschland
In den Debatten über die deutsche Erinnerungspolitik und das „Nie wieder“ werden die Verbindungen von antisemitischem und antimuslimischem Rassismus in der Regel ausgeblendet. Postmigrantische Erfahrungen und Perspektiven könnten helfen, diese Spaltung zu überwinden.
Erinnerung und Geschichte. 60 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen
Zum 60. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens feierten Politik und Zivilgesellschaft die Bundesrepublik im vergangenen Jahr als „Land mit Migrationshintergrund“. Das war ein überfälliger Schritt. Doch die Geschichte des Anwerbeabkommens ist vielschichtiger und sollte künftig in all ihren Facetten erinnert werden.
Flucht erzählen. Jugendliteratur auf schwierigem Terrain
Seit das Thema der Flucht Eingang in die öffentliche Debatte gefunden hat, setzt sich auch die Jugendliteratur damit auseinander. Sie baut Brücken zwischen altbewährten Genres, zwischen Kulturen und Gesellschaften und versucht ein neues Bild von Flüchtenden zu erschaffen. Doch das gelingt ihr nur teilweise.











