Ukraine
Ein Abschluss, den es nicht gibt
Am 28. Juni, dem Tag der Verfassung der Ukraine, präsentierte Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Gesetzesentwurf für ein ukrainisches Nationalpantheon. Was steckt hinter dieser Entscheidung?
Wenn Propaganda krank macht. 40 Jahre nach Tschornobyl
Am 26. April jährt sich die Reaktorkatastrophe im Kernkraftwerk Tschornobyl zum 40. Mal. Das anschliessende Schweigen der sowjetischen Regierung zeigt einen besonders gefährlichen Aspekt von Propaganda, die nicht in der Erfindung von Falschnachrichten liegt, sondern im Heruntersspielen, Vertuschen und Inszenieren von Normalität. Ein Gespräch mit Vasyl Zoria, der 1986 in Kyiv als Journalist arbeitete.
Stalin-Hitler-Pakt reloaded. Deutsch-russische Kollaborationen im 20. und 21. Jahrhundert
Der Hitler-Stalin-Pakt erhält in der gesamteuropäischen Erinnerungspolitik immer noch zu wenig Aufmerksamkeit. Dabei besiegelte er die folgenschweren Pläne zur Aufteilung Ostmitteleuropas zwischen den zwei imperialen Nationen Deutschland und Sowjetunion. Was diese Verbindung vor 85 Jahren ausmachte und ob man heute von einer reloaded Version zwischen Trump und Putin sprechen kann, darüber schreibt der Historiker Bernhard Bayerlein.
Mythos Telegram
Telegram gilt in Demokratien als Schmuddelecke des Internets, in Autokratien als Werkzeug zur Umgehung der Zensur. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine zeigt, dass die Architektur der Plattform Nutzer:innen zwar viel Eigeninitiative erlaubt, zugleich jedoch Staaten die Nutzung von Daten ermöglicht.
Anti-Putin does not mean anti-imperial. Why the romanticisation of Russian dissidents is misleading
In the German debate on the Russian anti-Putin camp, the problematic aspects of this milieu are often ignored. The Russian perspective continues to be given more weight than that of the states colonized by Russia.
Texte, die es nicht geben sollte und die trotzdem geschrieben werden müssen. Zwei Jahre Angriffskrieg gegen die Ukraine
Wir geben heute einen Überblick über die Texte, die seit Beginn des russländischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf GdG publiziert worden sind: Texte über die ukrainische Geschichte und Literatur, über Flucht, Desinformation und das Verhältnis von kulturellem und realem Krieg.
Imperiale Blindheit und russische Identität
Putins Behauptung, die Idee einer eigenständigen nationalen Identität der Ukraine sei nichts als eine Verschwörung der westlichen Feinde Russlands, lässt tief blicken. Denn sie ist untrennbar mit der Entstehung des Russischen Reiches, seiner Geographie und der Art seiner kolonialen Herrschaft über andere Nationen verbunden.
Wer will nicht zu den Soldaten? Russische und ukrainische Deserteure – vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte
Deserteure gehören zum Krieg, seit es Soldaten gibt. Doch welche Fahnenflucht als feige und welche als heroisch gilt, hängt stets von der Parteinahme in einem Konflikt ab.
Lachen im Krieg. Humor als Waffe des Widerstands
Humor stellt Gesellschaft her und macht Hoffnung auf eine andere Zukunft. Leidet eine Bevölkerung unter einer Besatzung, dann gehören frecher Humor und subtiler Sprachwitz zu den Waffen der Unterdrückten, sei es in der Ukraine heute oder im besetzten Frankreich im Zweiten Weltkrieg.
„Natürlicher“ oder „künstlicher“ Staat? Nation und Imperium im russischen Staatsdenken
Russlands Großinvasion im Februar 2022 hat einen langen Vorlauf, der tief in der russischen Geschichte wurzelt. Der Kreml beruft sich bis heute auf eine historische Vorstellung von Staatlichkeit, die eine echte Souveränität der Ukraine und von Belarus ausschließt.
Die russische Kultur muss lernen zu schweigen
Über russische Kultur reden, während Russland Krieg gegen die Ukraine führt? Vadim Zakharov über zwei unterschiedliche Arten des Schweigens und über die Aktualität der Erfahrungen aus dem sowjetischen Underground.
Den Krieg aus der Nahsicht filmen: Combat Footage als dokumentarisches Genre im Ukraine-Krieg
Der Krieg in der Ukraine ist nicht nur geografisch nah, sondern durch die Fülle an Filmaufnahmen direkt aus dem Kriegsgeschehen auch visuell. Welche Wirkungsweisen entfaltet diese neue technische Reproduzierbarkeit von Kriegsbildern?











