Literatur
„Der Wunsch nach Unschuld brennt die Augen aus“. Deutsch-jüdische Literatur in der Krise
Wie kann Literatur auf Krieg, Terror und verschiedene ineinander verzahnte Krisen reagieren? Das Schreiben deutschsprachiger Jüdinnen und Juden steht im Zeichen mehrfacher Zeugenschaft.
Zwischen Trauma und Traum: Chinas literarische Gegenwart
Fantasy, Science-Fiction und Lyrik spielen in China eine bedeutende Rolle als Werbeträger für staatlichen Nationalismus und social media Unternehmen. Doch Boys-Love Romane werden als Bedrohung der Familienpolitik gesehen, weil sie angeblich die Singlekultur fördern. Moralische Begründungen und juristische Prozesse wegen Pornografie dienen hier oft als Vorwand für politische Kontrolle.
Kulturanalyse für Biodiversität
Landnutzungsänderungen, Verschmutzung, Ausbeutung, Erderwärmung, Einführen gebietsfremder Arten – die ungebremste Zerstörung der Biodiversität geht mit dringendem politischem Handlungsbedarf einher. Ebenso groß ist aber auch der der Handlungsbedarf der Kulturwissenschaft.
Herrlichkeit und Kleinigkeiten. Projektionen im Kafka-Jahr 2024
Die Romanverfilmung „Die Herrlichkeit des Lebens“ ist eine von zahlreichen einschlägigen Veröffentlichungen zum 100. Todesjahr von Franz Kafka. Dabei wirft der Umgang mit Person und Werk des berühmten Autors Fragen auf, die über den Film hinausgehen.
Texte, die es nicht geben sollte und die trotzdem geschrieben werden müssen. Zwei Jahre Angriffskrieg gegen die Ukraine
Wir geben heute einen Überblick über die Texte, die seit Beginn des russländischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf GdG publiziert worden sind: Texte über die ukrainische Geschichte und Literatur, über Flucht, Desinformation und das Verhältnis von kulturellem und realem Krieg.
BücherLiebe. Romantische Lektüren im digitalen Zeitalter
Lesen sei dank Social Media wieder zum Lifestyle geworden, und Liebesromane stürmen unter dem Label New Adult die Beststellerlisten. Was hat es mit dieser plötzlichen Bücherliebe auf sich? Wie viel Feminismus, wie viel Kitsch und wie viel Ironie transportiert diese Welle? Und – ist das Phänomen wirklich so neu?
#MeToo-Literatur? Sexualisierte Gewalt und die Antworten der Literatur
Handelt Gegenwartsliteratur von Machtmissbrauch, Sexismus und sexualisierter Gewalt, gilt sie als „#MeToo-Literatur“. Diese Bezeichnung hat ihre Fallstricke. Man kann sich aber fragen: Was leistet Literatur für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt?
Seriensommer, Folge 1: TV-Serien als politische Kunstform. Ein Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen
Liegt die große Zeit der Quality-TV-Serien schon hinter uns? Und würde das heißen, dass heutige Serien ihre gesellschaftspolitische Brisanz eingebüßt haben? Ein Gespräch über die Geschichte der das Genre prägenden Serien, von „Twin Peaks“ bis „The Marvellous Mrs. Maisel“ oder „Succession“.
Der Mann ohne Eigenschaften. Robert Musils Klassiker entschlüsselt die Moderne
Der Sommer ist fast vorbei, und mit ihm unser Sommerprogramm. Sie hätten jetzt also ein Jahr lang Zeit, um Robert Musils monumentales Hauptwerk zu lesen. Tun Sie es – abgesehen vom Lesevergnügen werden Sie auch die postmoderne Gegenwart besser verstehen.
Nation der Dichter*innen. Was uns ukrainische Lyriker*innen über Krieg und Sprache lehren
Wie lässt sich die Geschichte einer multiethnischen, schon von unzähligen vergangenen Grausamkeiten gezeichneten Nation erzählen – und wie lassen sich die Schrecken des jüngsten Krieges in Worte fassen? Zeitgenössische ukrainische Lyriker*innen glauben, dass ihre Sprache dafür das richtige Gefäß ist.
Raubtier werden. Öko-feministische Tendenzen in der Gegenwartsliteratur
Im klassischen Nature Writing zogen männliche Abenteurer in die Wildnis; heute erzählen Frauen, wie Angriffe wilder Tiere sie verwandelt haben. Stellen sie die anthropozentrische Ordnung damit in Frage – oder schreiben sie sie mit anderen Mitteln fort?
Im Krieg wohnen
Die ukrainische Gegenwartsliteratur hat uns seit 2014, seit der Annexion der Krym und der Besetzung der Ostukraine durch prorussische Separatisten, sehr genau beschrieben, was es bedeutet, „im Krieg zu wohnen“. Jetzt sind viele Autor:innen und Künstler:innen selbst auf der Flucht. Zeit, ihnen genauer zuzuhören.











