Literatur

„Der Wunsch nach Unschuld brennt die Augen aus“. Deutsch-jüdische Lite­ratur in der Krise

Wie kann Literatur auf Krieg, Terror und verschiedene ineinander verzahnte Krisen reagieren? Das Schreiben deutschsprachiger Jüdinnen und Juden steht im Zeichen mehrfacher Zeugenschaft.

Zwischen Trauma und Traum: Chinas lite­ra­ri­sche Gegenwart

Fantasy, Science-Fiction und Lyrik spielen in China eine bedeutende Rolle als Werbeträger für staatlichen Nationalismus und social media Unternehmen. Doch Boys-Love Romane werden als Bedrohung der Familienpolitik gesehen, weil sie angeblich die Singlekultur fördern. Moralische Begründungen und juristische Prozesse wegen Pornografie dienen hier oft als Vorwand für politische Kontrolle.

Kultur­ana­lyse für Biodiversität

Landnutzungsänderungen, Verschmutzung, Ausbeutung, Erderwärmung, Einführen gebietsfremder Arten – die ungebremste Zerstörung der Biodiversität geht mit dringendem politischem Handlungsbedarf einher. Ebenso groß ist aber auch der der Handlungsbedarf der Kulturwissenschaft.

Herr­lich­keit und Klei­nig­keiten. Projek­tionen im Kafka-Jahr 2024

Die Romanverfilmung „Die Herrlichkeit des Lebens“ ist eine von zahlreichen einschlägigen Veröffentlichungen zum 100. Todesjahr von Franz Kafka. Dabei wirft der Umgang mit Person und Werk des berühmten Autors Fragen auf, die über den Film hinausgehen.

968 Artikel - kostenlos & werbefrei!

Hierfür investieren wir viel Zeit und Herzblut. Die Autor:innen schreiben ohne Honorar, und die Herausgeber:innen arbeiten ehrenamtlich. Dennoch fallen erhebliche Betriebskosten an.

Mit einem Abo bei Steady können Sie unsere Arbeit schon ab 2,50 € wirkungsvoll unterstützen! Mehr erfahren

Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
Loading
/
  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Texte, die es nicht geben sollte und die trotzdem geschrieben werden müssen. Zwei Jahre Angriffs­krieg gegen die Ukraine

Wir geben heute einen Überblick über die Texte, die seit Beginn des russländischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf GdG publiziert worden sind: Texte über die ukrainische Geschichte und Literatur, über Flucht, Desinformation und das Verhältnis von kulturellem und realem Krieg.

Bücher­Liebe. Roman­ti­sche Lektüren im digi­talen Zeitalter

Lesen sei dank Social Media wieder zum Lifestyle geworden, und Liebesromane stürmen unter dem Label New Adult die Beststellerlisten. Was hat es mit dieser plötzlichen Bücherliebe auf sich? Wie viel Feminismus, wie viel Kitsch und wie viel Ironie transportiert diese Welle? Und – ist das Phänomen wirklich so neu?

Abonnieren Sie unseren Newsletter, um keine Artikel zu verpassen.

#MeToo-Literatur? Sexua­li­sierte Gewalt und die Antworten der Literatur

Handelt Gegenwartsliteratur von Machtmissbrauch, Sexismus und sexualisierter Gewalt, gilt sie als „#MeToo-Literatur“. Diese Bezeichnung hat ihre Fallstricke. Man kann sich aber fragen: Was leistet Literatur für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt?

Seri­en­sommer, Folge 1: TV-Serien als poli­ti­sche Kunst­form. Ein Gespräch mit der Kultur­wis­sen­schaft­lerin Elisa­beth Bronfen

Liegt die große Zeit der Quality-TV-Serien schon hinter uns? Und würde das heißen, dass heutige Serien ihre gesellschaftspolitische Brisanz eingebüßt haben? Ein Gespräch über die Geschichte der das Genre prägenden Serien, von „Twin Peaks“ bis „The Marvellous Mrs. Maisel“ oder „Succession“.

, und

Der Mann ohne Eigen­schaften. Robert Musils Klas­siker entschlüs­selt die Moderne

Der Sommer ist fast vorbei, und mit ihm unser Sommerprogramm. Sie hätten jetzt also ein Jahr lang Zeit, um Robert Musils monumentales Hauptwerk zu lesen. Tun Sie es – abgesehen vom Lesevergnügen werden Sie auch die postmoderne Gegenwart besser verstehen.

Nation der Dichter*innen. Was uns ukrai­ni­sche Lyriker*innen über Krieg und Sprache lehren

Wie lässt sich die Geschichte einer multiethnischen, schon von unzähligen vergangenen Grausamkeiten gezeichneten Nation erzählen – und wie lassen sich die Schrecken des jüngsten Krieges in Worte fassen? Zeitgenössische ukrainische Lyriker*innen glauben, dass ihre Sprache dafür das richtige Gefäß ist.

Raub­tier werden. Öko-feministische Tendenzen in der Gegenwartsliteratur

Im klassischen Nature Writing zogen männliche Abenteurer in die Wildnis; heute erzählen Frauen, wie Angriffe wilder Tiere sie verwandelt haben. Stellen sie die anthropozentrische Ordnung damit in Frage – oder schreiben sie sie mit anderen Mitteln fort?

Im Krieg wohnen

Die ukrainische Gegenwartsliteratur hat uns seit 2014, seit der Annexion der Krym und der Besetzung der Ostukraine durch prorussische Separatisten, sehr genau beschrieben, was es bedeutet, „im Krieg zu wohnen“. Jetzt sind viele Autor:innen und Künstler:innen selbst auf der Flucht. Zeit, ihnen genauer zuzuhören.