Deutschland
Durch Reparationen zur Versöhnung? Die Präsidentschaftswahl in Polen und die Zukunft der deutsch-polnischen Beziehungen
Im Supergedenkjahr 2024/25, zu dem 80 Jahre Kriegsende und 85 Jahre Überfall auf Polen gehören, wurde der rechtspopulistische Karol Nawrocki zum neuen polnischen Präsidenten gewählt. Als ehemaliger Direktor des Museums des Zweiten Weltkriegs spielen seine Haltung zu Erinnerungspolitik und Reparationsforderungen nun eine Rolle für die deutsch-polnischen Beziehungen.
Nach der Wahl: Solidarität in der autoritären Wende
Die Wahl ist vorbei, aber die Gefahr bleibt: Migration als Themensetzung der AfD hat den Diskurs diktiert. Der Historiker Massimo Perinelli analysiert die Bundestagswahl, räumt mit den diskriminierenden Narrativen auf und erinnert uns daran, dass Millionen Bürger:innen für eine demokratische Gesellschaft der Vielen einstehen.
Die Leere aus der Geschichte. Warum es jetzt auf die letzten #Verfassungspatrioten ankommt
Ende Januar 2025 wurde im Deutschen Bundestag erstmals ein von der CDU eingebrachter Antrag zu migrationspolitischen Maßnahmen mit den Stimmen der AfD beschlossen, der laut Verfassungsrechtler:innen jenseits geltenden Rechts liegt. Warum es auf Verfassungspatriotismus ankommt und was damit gemeint ist.
Polizeiliche Kriminalstatistik: Tätigkeitsbericht der Polizei und Material für Moralpaniken
Polizeiliche Kriminalstatistiken werden behandelt, als spiegelten sie „die Kriminalität“ wider. Dabei ist ihnen ausschließlich zu entnehmen, welche Anzeigen die Polizei aufgenommen hat. Es handelt sich um einen Tätigkeitsbericht der Polizei, den Politik und Medien gleichwohl als Material für Moralpaniken nutzen.
„Brauner Osten“? Ein Gespräch über Rechtsextremismus und die Sehnsucht nach dem autoritären Staat in Deutschland
Im Osten Deutschlands finden dieses Jahr drei Landtagswahlen statt – und die AfD führt in den Umfragen. Ist der Osten also besonders „braun“? Ein Gespräch der beiden Rechtsextremismus-Forscherinnen Heike Radvan und Birgit Sauer über die Notwendigkeit differenzierter Analysen.
Die Erfolge der Rechten – und die Fehler der anderen
Der Wahlsieg von Geert Wilders in den Niederlanden ist nur die neueste Episode einer rechtsextremen Erfolgsserie in Europa – und er zeigt, dass daran nicht zuletzt die Konkurrenz eine Mitschuld trägt, die aus ihren Fehlern nichts lernt.
#Staatsräson. Zum Gebrauch des Begriffs nach dem 7. Oktober
Israels Existenz und Sicherheit gelten als „deutsche Staatsräson“. Nach dem 7. Oktober kann das eigentlich keine Leerformel mehr sein – doch was bedeutet sie? Und welche außen- und innenpolitischen Probleme erzeugt die Rede von der „Staatsräson“?
#Inflationstrauma
Immer wieder ist in Deutschland von einem „Inflationstrauma“ die Rede. Dabei bezieht sich der Begriff nicht auf Erfahrungen, sondern auf Narrative, die ihrerseits eine Geschichte haben. In den Medien wird dagegen der Eindruck erweckt, das „Trauma“ wäre von einer Generation zur nächsten vererbt worden.
Bad Memory. Die deutsche Vergangenheitsbewältigung am Scheideweg
Die Welt rühmt Deutschland für seine Aufarbeitung des Holocaust. Aber die Vergangenheitsbewältigung ist zu einem Instrument der Ausgrenzung geworden. – Dieser Text ist die etwas gekürzte Fassung der redaktionellen Kolumne „Responsa“ von Jewish Currents und erscheint zeitgleich in JC und auf GdG.
Wem gehört Afrikas Kulturerbe? Die Rückgabe der Benin-Bronzen und die Zukunft des Museums
Die aktuelle Debatte zur angeblich gescheiterten Restitution der Benin-Bronzen verdeckt mehr als sie aufklärt. Vor allem schneidet sie eine Diskussion ab, bevor diese überhaupt begonnen hat.
Der Schmerz der Unversöhnten – wie das Recht die Vergangenheit kolonisiert
Die deutsche Regierung hat die Kolonialverbrechen in Namibia als Genozid anerkannt, dennoch ist der Versöhnungsprozess gescheitert. Das lag daran, dass zwei Regierungen miteinander verhandelten, ohne die Vertretungen der Nachkommen zu beteiligen. Und es hat mit einem umstrittenen Rechtsverständnis zu tun.











