Deutschland

Deut­sche Einheit, deut­sche Viel­falt. Auf der Suche nach einer neuen Erzäh­lung für den 3. Oktober

Angela Merkel beeindruckte mit ihrer Rede zum 3. Oktober. Doch ihr Plädoyer für mehr Verständnis zwischen Ost und West ließ Entscheidendes aus: migrantische Wendeerfahrungen und rassistische Gewalt, die auch zum Tag der Deutschen Einheit gehören. Wie sollte man ihn zukünftig feiern?

Zurück zur Univer­si­täts­di­plo­matie? Akade­mi­sches Charisma und die deutsch-amerikanischen Beziehungen

Nach dem Willen von US-Präsident Joe Biden soll Amy Gutmann US-Botschafterin in Berlin werden. Die Universitätspräsidentin bringt nicht nur akademisches Charisma auf das diplomatische Parkett. Mit ihr nehmen die USA auch eine lange Tradition in den deutsch-amerikanischen Beziehungen wieder auf.

Steine können antworten: Vergan­gen­heits­be­wäl­ti­gung Revisited

In der hitzigen Debatte über den „Deutschen Katechismus“ werden in den deutschen Feuilletons Stimmen, die nicht-männlich und nicht-weiß sind, geradezu systematisch ausgeblendet. Doch diese Perspektiven und diese Erinnerungen nicht zur Kenntnis zu nehmen, ist Teil des Problems.

Der Weg ist das Ziel. Deut­sche Erin­ne­rungs­po­litik und ihre Widersprüche

Die deutsche Erinnerungspolitik lässt sich mit guten Argumenten kritisieren. Aber man sollte dabei ihre komplexe und widersprüchliche Vor- und Entstehungsgeschichte anerkennen.

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Polemik und Provokationen

Die Debatte um den „Katechismus der Deutschen“ ist heftig und zuweilen auch scharf. In ihr geht es nicht zuletzt – und das löste den Text von Dirk Moses aus – um das deutsche Feuilleton und den „Schnellroda-Chic“, der von rechts her in den Mainstream drängt.

Der Kate­chismus der Deutschen

Die Erinnerung an den Holocaust als Zivilisationsbruch ist für viele das moralische Fundament der Bundesrepublik. Diesen mit anderen Genoziden zu vergleichen, gilt ihnen daher als eine Häresie, als Abfall vom rechten Glauben. Es ist an der Zeit, diesen Katechismus aufzugeben.

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„Zwei­und­vierzig“. Nazis-Zählen als unsin­niges Ritual

In Deutschland demonstrieren Behörden und andere Staatseinrichtungen Geschichtsbewusstsein mit dem Zählen von „Nazis“. Zuletzt meldete die Universität Hannover, dass 70 Prozent ihrer Professoren „Nationalsozialisten“ waren. Doch was ist mit solchen Zahlen gesagt? Und was ist damit für eine kritische Aufarbeitung gewonnen?

Phäno­mene des Irra­tio­nalen. Wunder­heiler, Hexen und Verschwörungsmythen

Nach 1945 und bis Ende der 1950er Jahre ging eine Welle von Anschuldigungen wegen Hexerei durch Deutschland, und Zehntausende strömten zu Wunderheilern. Warum? Und was verbindet diese Phänomene mit heutigen Verschwörungsmythen? Ein Gespräch mit der amerikanischen Historikerin Monica Black.

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Umkämpfte Erin­ne­rung. Die „Trostfrauen“-Statue in Berlin und der Umgang mit sexu­eller Kriegsgewalt

Die Aufstellung einer Bronze zur Erinnerung an die Opfer sexueller Gewaltverbrechen durch die japanische Armee im Zweiten Weltkrieg sorgt für diplomatische Spannungen zwischen Berlin und Tokio. Aber es gibt gute Gründe, warum die Figur in Deutschland einen Platz hat.

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Apart­heid, Aggres­sion, Arbeits­kon­flikte. Zur poli­ti­schen Geschichte von Mobbing

Dass „Mobbing“ ursprünglich im Zusammenhang mit Rassismus thematisiert wurde, weiß heute niemand mehr. Vergessen ist ebenso, dass die Warnung vor „Bullying“ mit einem Plädoyer für Disziplin und Körperstrafen einhergehen konnte. Ein Blick in die Geschichte zwingt zum Nachdenken.

Sinn ohne Wort. Vom „Volks­thum“ und anderen „Thum­heiten“

Die gegenwärtige Diskussion über ein Fortwirken des Nationalsozialismus in politischen Redeweisen zeigt: Sprache ist politisch. Sie formt Weltbilder. Manchmal stellen Wörter auch dann ein Problem der offenen Gesellschaft dar, wenn sie älter sind als der Nationalsozialismus oder rasseideologische Vorstellungen.

COVID-19: Sind wir zur Soli­da­rität fähig?

Das neuartige Corona-Virus ist gefährlich. Doch die Risiken, die mit ihm verbunden sind, entziehen sich der individuellen Wahrnehmung und Erfahrung – sie erscheinen abstrakt. Die Frage ist, ob wir trotzdem fähig sind, adäquat auf sie zu reagieren. Ein Kommentar.