Krieg

Die verges­senen Kriege. Wann wird ein mili­tä­ri­scher Konflikt „nach­rich­ten­re­le­vant“?

Die westlichen Luftschläge gegen die Huthi-Rebellen vor ein paar Wochen waren „nachrichtenrelevant“ – doch vor den Angriffen auf Handelsschiffe im Roten Meer spielte der Jemen in unseren Medien kaum eine Rolle. Zahlreiche Kriege und Katastrophen im Globalen Süden finden abseits jeder Aufmerksamkeit statt. Woran liegt das?

Texte, die es nicht geben sollte und die trotzdem geschrieben werden müssen. Zwei Jahre Angriffs­krieg gegen die Ukraine

Wir geben heute einen Überblick über die Texte, die seit Beginn des russländischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf GdG publiziert worden sind: Texte über die ukrainische Geschichte und Literatur, über Flucht, Desinformation und das Verhältnis von kulturellem und realem Krieg.

Wer will nicht zu den Soldaten? Russi­sche und ukrai­ni­sche Deser­teure – vor dem Hinter­grund der deut­schen Geschichte

Deserteure gehören zum Krieg, seit es Soldaten gibt. Doch welche Fahnenflucht als feige und welche als heroisch gilt, hängt stets von der Parteinahme in einem Konflikt ab.

Lachen im Krieg. Humor als Waffe des Widerstands

Humor stellt Gesellschaft her und macht Hoffnung auf eine andere Zukunft. Leidet eine Bevölkerung unter einer Besatzung, dann gehören frecher Humor und subtiler Sprachwitz zu den Waffen der Unterdrückten, sei es in der Ukraine heute oder im besetzten Frankreich im Zweiten Weltkrieg.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Das Gewicht der Worte. Antisemitische Gewalt und Öffentlichkeit
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  • Das Gewicht der Worte. Antisemitische Gewalt und Öffentlichkeit

    Das Gewicht der Worte. Antisemitische Gewalt und Öffentlichkeit

    Mar 10, 2024 • 15:33

    Hannah Arendt hielt fest, dass man „sich immer nur als das wehren kann, als was man angegriffen wird.“ Um Antisemitismus in Wort und Tat wirksam zu bekämpfen, muss deshalb auch die spezifisch judenfeindliche Form dieser Gewalt öffentlich anerkannt und benannt werden.

  • Koloniale Kontaktzonen. Annemarie Schwarzenbachs Reisen zwischen Engagement und Imperialismus

    Koloniale Kontaktzonen. Annemarie Schwarzenbachs Reisen zwischen Engagement und Imperialismus

    Feb 11, 2024 • 15:07

    Im Zentrum postkolonialer Analysen steht nicht die moralische Anklage, sondern das kritische Verstehen historischer Diskurse. Was es bedeuten kann, die damit einhergehenden Ambivalenzen auszuloten, zeigt sich in der Auseinandersetzung mit Annemarie Schwarzenbach, einer der wichtigsten Autorinnen der Schweizer Literatur.

  • Kinderbuchklassiker postkolonial lesen, oder: Warum Literatur(vermittlung) und Lektüre immer schon politisch sind

    Kinderbuchklassiker postkolonial lesen, oder: Warum Literatur(vermittlung) und Lektüre immer schon politisch sind

    Nov 12, 2023 • 13:24

    Die Diskussion um rassistische Sprache in Klassikern wird hitzig geführt, vor allem wenn es um Kinderbücher geht. Doch der Kulturbetrieb muss beweglicher werden und endlich die Perspektiven derjenigen wertschätzen, die von rassistischer Sprache diskriminiert und ausgeschlossen werden.

  • Frankreichs versehrte Jugend in den Banlieues. Eine jugendliche Existenz, in der Gewalt allgegenwärtig ist

    Frankreichs versehrte Jugend in den Banlieues. Eine jugendliche Existenz, in der Gewalt allgegenwärtig ist

    Oct 22, 2023 • 14:59

    Über die jüngsten Vorstadtunruhen in Frankreich wurde auch in deutschsprachigen Medien umfassend berichtet. Doch moralische Schlagseiten in der Debatte sowie einseitige Sichtweisen auf das Geschehen werden den vielfältigen Ursachen nicht gerecht.

  • „Wir weigern uns zu gehorchen.“ Der lange Kampf gegen rassistische Gewalt in Frankreich

    „Wir weigern uns zu gehorchen.“ Der lange Kampf gegen rassistische Gewalt in Frankreich

    Oct 8, 2023 • 19:50

    Im vergangenen Juni wurde der 17jährige Nahel in einer Pariser Banlieue von einem Polizisten erschossen. Seit den 1970er Jahren rufen Polizeigewalt und der sie ermöglichende struktureller Rassismus immer wieder große Proteste hervor – so schon vor 50 Jahren in Marseille.

  • Wissenschaftssimulation

    Wissenschaftssimulation

    Sep 24, 2023 • 1:04:11

    Podiumsgespräch mit Nicola Gess und Katja Berlin.

  • Seriensommer, Folge 3: Gespenstisch transparent

    Seriensommer, Folge 3: Gespenstisch transparent

    Aug 13, 2023 • 15:37

    Mit dem Coming Out einer pensionierten Professorin rückt die Serie „Transparent“ (2014–2019) das Thema Transgender ins Zentrum. Angesichts der Auflösung fester Geschlechterrollen sowie aktueller Verschiebungen im amerikanisch-jüdischen Selbstbild stellt sie die Frage nach Herkunft und Identität.

  • Seriensommer, Folge 2: Drama, hochdosiert

    Seriensommer, Folge 2: Drama, hochdosiert

    Aug 6, 2023 • 18:55

    Arztserien gehören seit den 1950er Jahren weltweit zu den erfolgreichsten TV-Formaten. Mit ihrer hohen Reichweite prägen sie die Vorstellungen von Medizin, Gesundheitsversorgung und den Gesundheitsberufen massgeblich – und haben (un)erwünschte Nebenwirkungen.

  • Wer hat Angst vor multikulturellen Kinderbüchern?

    Wer hat Angst vor multikulturellen Kinderbüchern?

    May 21, 2023 • 22:29

    Ein Blick in die USA zeigt, dass die Warnung vor linker Cancel Culture und Wokeism in Wirklichkeit eine massive Verbotswelle von Kinder- und Jugendbüchern vorbereitet hat, die über Rassismus und Sexismus aufklären. Philip Nel über Geschichte und Aktualität des konservativen Zensureifers.

  • Über die Nakba sprechen lernen

    Über die Nakba sprechen lernen

    Apr 16, 2023 • 18:00

    Um eine stabile jüdische Mehrheit zu sichern, vertrieb Israel bei seiner Gründung hunderttausende Palästinenser:innen. Das Geschehen von 1948 ist wie ein Brennglas für aktuelle Fragen: nach der Zukunft eines jüdisch definierten Staates und nach der Utopie eines gleichberechtigten Einheimischseins.

#Staats­räson. Zum Gebrauch des Begriffs nach dem 7. Oktober

Israels Existenz und Sicherheit gelten als „deutsche Staatsräson“. Nach dem 7. Oktober kann das eigentlich keine Leerformel mehr sein – doch was bedeutet sie? Und welche außen- und innenpolitischen Probleme erzeugt die Rede von der „Staatsräson“?

Der endgül­tige Absturz in die Archaik

Kirill Medvedev gilt schon länger als Aushängeschild der Neuen Linken in Russland. Nach Beginn des russischen Angriffskrieges und der Repressionswelle gegen Oppositionelle flüchtete er mit seiner Familie nach Marseille. Ein Gespräch über politischen Widerstand in Russland und im Exil.

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Die schwei­ze­ri­sche Neutra­lität – ein Anachronismus

Entspricht die Neutralität der Schweiz noch den völkerrechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Realitäten der Gegenwart? Wie eigennützig war und ist diese Neutralität? Und wie müsste sie neu konzipiert werden, damit die Schweiz sich wirklich für eine friedliche internationale Ordnung einsetzen kann?

Die russi­sche Kultur muss lernen zu schweigen

Über russische Kultur reden, während Russland Krieg gegen die Ukraine führt? Vadim Zakharov über zwei unterschiedliche Arten des Schweigens und über die Aktualität der Erfahrungen aus dem sowjetischen Underground.

Zwanzig Jahre Irak­krieg. Ein Land auf der Suche nach dem Staat

Was sind die Grundlagen eines politischen Systems? Nach dem Sturz von Saddam Hussein sollte die Teilung der Macht zwischen Schia und Sunna dem Irak Frieden und Demokratie garantieren. Doch seither dominieren Krieg und Terror.

Den Krieg aus der Nahsicht filmen: Combat Footage als doku­men­ta­ri­sches Genre im Ukraine-Krieg

Der Krieg in der Ukraine ist nicht nur geografisch nah, sondern durch die Fülle an Filmaufnahmen direkt aus dem Kriegsgeschehen auch visuell. Welche Wirkungsweisen entfaltet diese neue technische Reproduzierbarkeit von Kriegsbildern?

#Stand­Wi­t­hUkraine – gerade jetzt im Winter

10 Monate dauert der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, nun zerstört Russland unmittelbar vor dem Winter gezielt die Infrastruktur. Wir zeigen hier, wie jede:r den Ukrainer:innen helfen kann, diesen Winter zu überstehen.

Von Geschichte besessen. Putins (selbst)zerstörerische Geschichts­po­litik im Krieg gegen die Ukraine

Im Geschichtsbild Putins und eines großen Teils der russischen Bevölkerung ist kein Platz für die Ukraine als eigenständige kulturelle und politische Größe – und damit auch nicht in der Gegenwart. Dieses katastrophale Geschichtsbild ist älter als der aktuelle Krieg.