Die Rubrik für Interviews, Dialoge und Streitgespräche.
Gespräche
Singen, bis der Dämon schläft
Im Gespräch gibt die Musikwissenschaftlerin Miriam Akkermann über ihre Forschungsprojekte zum Zusammenhang von Musik und Schlaf Auskunft. Warum wirken Schlaflieder und warum kann ein Schlaflied politisch sein? Und was ist die Rolle der Geisteswissenschaften in einem weiten interdisziplinären Feld wie der Schlafforschung?
„Ich verstehe Science Fiction inzwischen als rhetorische Strategie“
Science Fiction ist nicht nur ein künstlerisches Genre, sondern hat unseren Alltag erfasst. Dabei hat Science Fiction emanzipatorisches Potenzial und kann genauso gut antiliberal und populistisch vereinnahmt werden. Die US-amerikanische Medienwissenschaftlerin und Sciencefiction-Forscherin Sherryl Vint im Gespräch mit Christine Lötscher von GdG.
Die abstrakte Malerei des belarusischen Regimes
Die belarusischen Behörden scheinen den Suprematismus für sich entdeckt zu haben. Minsker Häuserwände sehen aus wie abstrakte Gemälde mit Rechtecken und Quadraten. Was sollen uns diese sagen? Über Siarhei Hudzilins Fotoserie „No Words“.
„Ohne Humor wäre ich längst verloren“. Dinçer Güçyeter über das Leben als Lyriker
Dinçer Güçyeter war schon vieles: Werkzeugmechaniker, Gastronom, Gabelstaplerfahrer in Teilzeit, Schauspieler, Lyriker und Verleger. Als Lyriker und Verleger beschäftigt ihn vor allem die Frage: Was ist die Gegenwart?
„mit dem drachen darf man nicht in der sprache der gewalt sprechen“ – Iryna Herasimovich im Gespräch mit dem Dichter und Verleger Dmitri Strozew
Im Sommer vor genau vier Jahren schuf gerade Poesie in Belarus eine gemeinsame Sprache für die Protestierenden. Einzelne Gedichte verbreiteten sich rasant und konnten Erlebnisse, Eindrücke, Stimmungen, Erwartungen und Überlegungen für alle zugänglich machen. Iryna Herasimovich im Gespräch mit dem Lyriker und Verleger Dmitri Strozew über die Rolle der Lyrik während der Revolution und im Exil.
„Ich hatte immer in meinem Kopf diese Stimme einer poetischen Freiheit“… Philine Bickhardt im Gespräch mit Monika Herceg
Monika Herceg ist die meistprämierte Dichterin aus dem heutigen Kroatien. Im Interview sprechen Philine Bickhardt und Monika Herceg über die Kindheit im Krieg und über das Nutzen der poetischen Stimme im Alltag. Mit zwei erstmals ins Deutsche übersetzten Gedichten.
Erzwungene Harmlosigkeit. Iryna Herasimovich im Gespräch mit dem belarusischen Künstler Mikhail Gulin
Diktaturen lieben es, möglichst harmlose Kunst in Auftrag zu geben. Iryna Herasimovich und Mikhail Gulin erzählen von Kunstausstellungen in Belarus über Fahrräder und Märzkatzen und darüber, wie diese Austellungen so harmlos nicht sind, weil sie immer mehr Abhängigkeit vom Regime schaffen.
„Brauner Osten“? Ein Gespräch über Rechtsextremismus und die Sehnsucht nach dem autoritären Staat in Deutschland
Im Osten Deutschlands finden dieses Jahr drei Landtagswahlen statt – und die AfD führt in den Umfragen. Ist der Osten also besonders „braun“? Ein Gespräch der beiden Rechtsextremismus-Forscherinnen Heike Radvan und Birgit Sauer über die Notwendigkeit differenzierter Analysen.
„Wir stellen Verbundenheit her.“ Ein Gespräch über Dialog in einer weltanschaulich und religiös pluralen Gesellschaft
Unsere Gesellschaften sind multi-polarisiert und unsere Identitäten mehrdimensional. Genau deshalb lohnt es sich zu fragen, was Zusammenhalt ausmacht. Hannan Salamat und Dina Wyler über ihre Arbeit im Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (ZIID).
Abolitionismus heute. Ein Gespräch über die Kämpfe gegen rassistische Gewalt und die Suche nach neuen Formen der Vergesellschaftung
Im 18. und 19. Jahrhundert bezeichnete „Abolitionismus“ die Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei in den Zuckerplantagen der Karibik, einem Motor des frühen Kapitalismus. Geblieben ist bis heute der Kampf gegen rassistische Gewalt – doch der Begriff umfasst in Theorie und Praxis jetzt noch viel mehr.
Seriensommer, Folge 1: TV-Serien als politische Kunstform. Ein Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen
Liegt die große Zeit der Quality-TV-Serien schon hinter uns? Und würde das heißen, dass heutige Serien ihre gesellschaftspolitische Brisanz eingebüßt haben? Ein Gespräch über die Geschichte der das Genre prägenden Serien, von „Twin Peaks“ bis „The Marvellous Mrs. Maisel“ oder „Succession“.
Die russische Kultur muss lernen zu schweigen
Über russische Kultur reden, während Russland Krieg gegen die Ukraine führt? Vadim Zakharov über zwei unterschiedliche Arten des Schweigens und über die Aktualität der Erfahrungen aus dem sowjetischen Underground.











