Gespräche

Die Rubrik für Inter­views, Dialoge und Streitgespräche.

Auswei­tung der Subjekt­zone. Ein Gespräch über Selbst­ge­stal­tung und Schönheit-OPs

Fettabsaugen und Brustvergrößerung lassen sich als Ausdruck von Selbstbestimmung betrachten, aber ebenso als Unterwerfung unter Geschlechternormen. Körper-Selbst-Gestaltung, sagt die Soziologin und Geschlechterforscherin Paula-Irene Villa Braslavsky, ist nie losgelöst von Zwängen und doch zeigt sich in ihr eine bedingte Freiheit.

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„Die Errun­gen­schaften des Femi­nismus sind fragil“ Mrs. America und das Equal Rights Amendment

Die konservative Revolution in den USA geht weiter, und im Fokus steht der weibliche Körper. Elisabeth Bronfen spricht über die Bedeutung der Aufhebung von Roe v. Wade und erklärt, dass die US-Populärkultur, konkret die Serie Mrs. America, die Analyse bereits geliefert hat.

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Die terri­to­riale Logik heraus­for­dern. Ein Gespräch über Flucht und Exil

Der russische Angriff auf die Ukraine hat Europa abermals mit einer Fluchtbewegung konfrontiert, die Millionen von Ukrainer:innen inner- wie außerhalb ihres Landes betrifft. Till Breyer spricht mit dem Exilforscher Alexis Nuselovici über das Verhältnis Europas zur Fluchtmigration, den Krieg und die politischen Widersprüche der Gegenwart.

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Poesie im Parla­ment: Naive Utopie oder Alter­na­tive zum Maschinendenken?

Braucht es politische Poesie oder poetische Politik? Vor kurzem erhob die Schriftstellerin Mithu Sanyal zusammen mit Dmitrij Kapitelman und Simone Buchholz die Forderung nach einer Parlamentspoetin. Was diese Forderung für Sprache und Politik bedeutet, fragt der Kunstwissenschaftler Jörg Scheller bei Mithu Sanyal nach.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Edle Wilde. Der Mythos vom afghanischen „Kriegervolk“
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  • Edle Wilde. Der Mythos vom afghanischen „Kriegervolk“

    Edle Wilde. Der Mythos vom afghanischen „Kriegervolk“

    Sep 25, 2022 • 18:02

    Afghanistan – ob magisches Reiseland für Hippies oder mittelalterlich anmutendes Land ganzer Generationen von Kriegern. Die westlichen Klischees blenden aus, wie die Konflikte in der afghanischen Politik von den Interessen der US-amerikanischen und europäischen Außenpolitiken abhängen.

  • Der Mann ohne Eigenschaften. Robert Musils Klassiker entschlüsselt die Moderne

    Der Mann ohne Eigenschaften. Robert Musils Klassiker entschlüsselt die Moderne

    Sep 4, 2022 • 17:47

    Der Sommer ist fast vorbei, und mit ihm unser Sommerprogramm. Sie hätten jetzt also ein Jahr lang Zeit, um Robert Musils monumentales Hauptwerk zu lesen. Tun Sie es – abgesehen vom Lesevergnügen werden Sie auch die postmoderne Gegenwart besser verstehen.

  • Multidirektionale Erinnerung – ein solidarisches Archiv

    Multidirektionale Erinnerung – ein solidarisches Archiv

    Aug 28, 2022 • 16:10

    Die deutsche Übersetzung von Michael Rothbergs Buch zur Multidirektionalen Erinnerung hat für einige Aufregung gesorgt. In den oft sorgenvollen, teilweise auch gehässigen Besprechungen ist eins zu kurz gekommen, nämlich der Inhalt des Textes. Worum geht es Rothberg?

  • Theater ohne Handlung. Erinnerungen an Hans-Thies Lehmann und sein Buch »Postdramatisches Theater«

    Theater ohne Handlung. Erinnerungen an Hans-Thies Lehmann und sein Buch »Postdramatisches Theater«

    Aug 21, 2022 • 17:53

    1999 veröffentlichte der kürzlich verstorbene Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann seine umfangreiche Studie »Postdramatisches Theater«. Sie eröffnete einen Zugang zum Theater der Gegenwart, der bis heute nachwirkt.

  • Superheldinnen. Wonder Woman und die Frauenbewegung

    Superheldinnen. Wonder Woman und die Frauenbewegung

    Aug 14, 2022 • 12:10

    Wonder Woman hat, wie alle Superheldinnen, eine Secret Identity. Die US-amerikanische Historikerin Jill Lepore kitzelt jedoch noch ganz andere Geschichten aus der Geschichte um die Amazone mit dem magischen Lasso heraus.

  • Einen anderen Körper einüben.  Édouard Louis’ Geschichte der Gegendressur

    Einen anderen Körper einüben. Édouard Louis’ Geschichte der Gegendressur

    Aug 7, 2022 • 14:35

    Ungleichheit schlägt sich körperlich nieder, das macht die Literatur von Édouard Louis schmerzhaft sichtbar. In „Changer: méthode“ beschreibt er seinen Bildungsgang als gewaltvolle Gegendressur.

  • Prüfungskultur und Medienwandel. Was sich ändern muss

    Prüfungskultur und Medienwandel. Was sich ändern muss

    Jul 17, 2022 • 16:39

    Was haben Prüfungskultur in Schule und Universität mit dem geschichtlichen und gegenwärtigen Medienwandel zu tun? Und wo sollte die künftige Prüfungsentwicklung nicht falsch abbiegen? Zur historischen Einordnung und digitalen Zukunft der heutigen Prüfungskultur.

  • „Warum schicken sie uns Schwarze in die Hölle?“ Die Logik hinter dem Massaker von Melilla

    „Warum schicken sie uns Schwarze in die Hölle?“ Die Logik hinter dem Massaker von Melilla

    Jul 10, 2022 • 14:07

    Am Grenzzaun von Melilla wurden am 24. Juni mindestens 37 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Zum Großteil aus dem Sudan geflohen, hatten sie in der spanischen Exklave einen Asylantrag stellen wollen. Die Tragödie ist die Konsequenz der Migrationspolitik im spanisch-marokkanischen Grenzraum.

  • „Männer als Beschützer, Frauen als Beschützte“ – Der Krieg als Herausforderung für den ukrainischen Feminismus

    „Männer als Beschützer, Frauen als Beschützte“ – Der Krieg als Herausforderung für den ukrainischen Feminismus

    Jul 3, 2022 • 15:59

    Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt die auch Geschlechtsverhältnisse auf die Probe. Werden Geschlechterrollen aufgebrochen, weil viele Frauen und Queere als Soldat:innen an die Front gehen – oder überwiegen nach wie vor traditionelle Frauenbilder und die Vorurteile gegenüber LGBTQ+-Menschen?

  • Die ungefährliche Rückkehr eines unzeitgemäßen Genres. Der Offene Brief online

    Die ungefährliche Rückkehr eines unzeitgemäßen Genres. Der Offene Brief online

    May 29, 2022 • 17:47

    Derzeit erleben Offene Briefe Hochkonjunktur. In der Gegenwart beschwören die Unterzeichner:innen häufig ein Selbstbild moralisch integrer Intellektuellen herauf. Der Preis, der dafür bezahlt werden muss, ist jedoch unterschiedlich hoch, wie die Geschichte Offener Briefe zeigt.

Das Jahr­hun­dert der Pande­mien. Ein Gespräch mit Mark Honigsbaum

Der Medizinhistoriker Mark Honigsbaum spricht von einem „Jahrhundert der Pandemien“, das sich von der Spanischen Grippe 1918 bis in unsere Corona-bedingte Gegenwart zieht. Im Gespräch mit Philipp Sarasin erklärt er, warum wir uns immer nur auf die eben erst vergangene Pandemie vorbreiten.

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„Die Hoff­nung kann nur im Dialog liegen“. Ein Gespräch mit dem bela­ru­si­schen Schrift­steller Artur Klinaŭ

Vor kurzem ist Artur Klinaŭs Buch „Acht Tage Revolution“ bei Suhrkamp erschienen, ein Buch über die Revolution in Belarus. Iryna Herasimovich, die Belarus im Frühling verlassen hat, fragt Klinaŭ, wie er die Revolution erlebt hat, wie man darüber schreiben kann und wie es nun weitergehen soll.

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Über­le­gene Körper? Ein Gespräch über ästhe­ti­sche Chir­urgie und Bodybuilding

Welche Körper werden aufgewertet? Welche abgewertet? Jörg Scheller und Daniel Hornuff sprechen über angepasste und extreme Körperbilder, über neofeudale Ästhetiken und die Frage, wie Körpergestaltung und Kunstgeschichte miteinander verwoben sind.

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Intel­lek­tu­elle des Alltags. Die afro-deutsche Frau­en­be­we­gung – ein Gespräch

Die afro-deutsche Frauenbewegung wirkte seit den 1980er Jahren mit neuem, de-kolonialistischem Wissen auf die deutsche Gesellschaft ein – und ist dennoch bis heute kaum bekannt. Die Historikerin Tiffany N. Florvil gibt im Gespräch mit Sina Speit Einblick in die Geschichte dieser Schwarzen intellektuellen Frauen*.

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*_:? Ein Gespräch über das #Gendern

"Katapher gendert, Scheller nur punktuell“: Jörg Scheller und Katapher haben auf twitter über das Gendern diskutiert. Herausgekommen ist ein Gespräch mit vielen Zwischentönen und ein paar kritisch-pragmatischen Anregungen für die Kommunikationspraxis.

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Poetik des Stau­nens. Ein Gespräch mit der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­lerin Nicola Gess

Die gegenwärtige Medienkultur ist stark aufs Staunen, auf den schnellen Effekt hin angelegt. Doch der Begriff des Staunens selbst bleibt dabei unreflektiert. Was also ist «Staunen» – oder was könnte es sein? Hat das Staunen gar einen kritischen, ja politischen Stachel?

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Die Univer­sität als ästhetisch-digitaler Raum. Ein Gespräch mit Oliver Ruf

Wer an einer Hochschule forscht und lehrt, dürfte spätestens in den vergangenen Monaten einen Großteil der Kommunikation und Arbeit in digitale Räume verlegt haben. Doch was könnte oder sollte dieser Prozess über die bloße Anwendung von elektronischen „Tools“ hinaus bedeuten?

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Die Sprache im Auge behalten. Wissen­schaft­ler:innen schreiben für die Öffentlichkeit

„Geschichte der Gegenwart” wird heute fünf Jahre alt! Die Herausgeber:innen sprechen in diesem längeren Gespräch darüber, wie sie und die vielen Autor:innen von GdG sich als Wissenschaftler:innen ganz ohne akademisches Geländer in die öffentliche Debatte einmischen. Zusammengefasst: Es reizt uns immer noch sehr!