Geschichten der Gegenwart

Die Rubrik für Themen und Hinter­grund­ge­schichten. Die Beiträge analy­sieren aus geistes- und kultur­wis­sen­schaft­li­cher Perspek­tive die Gegen­wart, befragen Vergan­genes und rufen fast Verges­senes ins Gedächtnis.

*_?: Ein Gespräch über das #Gendern

"Katapher gendert, Scheller nur punktuell“: Jörg Scheller und Katapher haben auf twitter über das Gendern diskutiert. Herausgekommen ist ein Gespräch mit vielen Zwischentönen und ein paar kritisch-pragmatischen Anregungen für die Kommunikationspraxis.

und

Holocaust-Gedenken, Anti­se­mi­tismus und Menschenrechte

Das Gedenken an den Holocaust verbindet sich auch mit dem Anspruch, Antisemitismus zu erkennen und zu bekämpfen. Schließt das Kritik an Israel aus? Der israelische Historiker Alon Confino sieht in der gegenwärtigen deutschen Erinnerungspolitik ein Problem, das dringend gelöst werden muss.

Unsere Toten zählen nicht. Deutsch­lands kolo­niales Erbe

Die deutsche Bundesregierung hat mit der namibischen Regierung eine Vereinbarung getroffen, mit der der koloniale Völkermord anerkannt und eine finanzielle Unterstützung – in Höhe der bisherigen Entwicklungshilfe – geleistet wird. Findet tatsächlich eine Aufarbeitung des kolonialen Erbes statt?

Schwarz­sein. Über die Abwe­sen­heit der Black Studies in der Erinnerungsdebatte

Wie kann man koloniale Genozide wie jener an den Ovaherero und Nama erinnern? Und in welcher historischen Beziehung stehen sie zum Holocaust und zur Erinnerung an diesen? Aus der Perspektive der Black Studies ergeben sich neue Antworten auf diese Fragen.

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Polemik und Provokationen

Die Debatte um den „Katechismus der Deutschen“ ist heftig und zuweilen auch scharf. In ihr geht es nicht zuletzt – und das löste den Text von Dirk Moses aus – um das deutsche Feuilleton und den „Schnellroda-Chic“, der von rechts her in den Mainstream drängt.

Priester, Kate­chismen und Häretiker

Wie soll man den Holocaust erinnern - und sind die Rituale des Erinnerns noch zeitgemäß? Einige Gedanken zum vieldiskutierten Essay von Dirk Moses.

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Vom Ende der „World Revolution“

Dušan Makavejevs Kultfilm „WR – Mysterien des Organismus“ ist ein Dokument der sexuellen Revolution. Am 5. Juni jährt sich zum fünfzigsten Mal die öffentliche Vorführung des Films in Novi Sad. Danach wurde er in Jugoslawien aus den Kinos verbannt. Wie schaut man WR heute?

Schräg durch die Zeit – Emily Dick­inson als Serie

Emily Dickinson gilt heute als die bedeutendste amerikanische Dichterin des 19. Jahrhunderts. Zu Lebzeiten war sie unbekannt. Ihre Gedichte rasen seither durch die Zeit. Die TV-Serie »Dickinson« kommt ihnen dabei entgegen.

Der Kate­chismus der Deutschen

Die Erinnerung an den Holocaust als Zivilisationsbruch ist für viele das moralische Fundament der Bundesrepublik. Diesen mit anderen Genoziden zu vergleichen, gilt ihnen daher als eine Häresie, als Abfall vom rechten Glauben. Es ist an der Zeit, diesen Katechismus aufzugeben.

The German Catechism

For many, the memory of the Holocaust as a break with civilization is the moral foundation of the Federal Republic. To compare it with other genocides is therefore considered a heresy, an apostasy from the right faith. It is time to abandon this catechism.

Auf der Suche nach Gemein­schaft. Zwei Fern­seh­se­rien über West Yorkshire

Vor mehr als sechzig Jahren machten sich E.P. Thompson und Richard Hoggart in West Yorkshire auf die Suche nach Gemeinschaft in der Industriegesellschaft. Lässt sie sich dort auch noch heute finden? Zwei Fernsehserien geben Aufschluss.

Allein gelassen im Kampf um Demo­kratie? Der Tschad nach dem Tod seines Langzeit-Herrschers

Nach dem Tod des langjährigen Herrschers Idriss Déby Itno hat im Tschad ein Militärrat die Macht übernommen und die Verfassung ausgesetzt – gegen die Hoffnung der Jugend des Landes und mit der Unterstützung Europas, das sich wenig für dessen Demokratie interessiert.