Monat: Juni 2026

#Eska­pismus. Die (Ent-)Politisierung popu­lärer Literatur

Alle reden von Eskapismus. Und zwar zumeist in vorwurfsvollem Ton. Aber Eskapismus kann vieles sein, eine Entpolitisierung von Kunst ebenso wie eine kritische Absage an politische, mediale und ökonomische Aufmerksamkeitslogiken.

Plebis­zi­täres Verfüh­rungs­po­ten­tial direkt­de­mo­kra­ti­scher Instrumente

Rechtspopulistische Parteien fordern mehr direkte Demokratie. Doch das Beispiel der Schweiz zeigt, wie manipulativ Populisten die Instrumente der direkten Demokratie nutzen, um Grundrechte der Verfassung, aber auch das Völkerrecht zu relativeren sowie rechtsstaatliche Grundsätze zu unterminieren.

Gewalt gegen Frauen im deut­schen „Stadt­bild“

Der gefährlichste Ort für Frauen war immer schon ihre Beziehung. Doch anstatt sich mit den Ursachen auseinanderzusetzen, wird Gewalt gegen Frauen häufig als Problem der vermeintlich „Anderen“ oder „Fremden“ dargestellt. Diese Projektion hat eine lange Geschichte.

Die Hungersnot in Irland als finanz­po­li­ti­sches Verhängnis – Plädoyer für eine neue Hungerforschung

Was haben Geld- und Finanzmarktpolitik mit der Entstehung von Hungersnöten zu tun? Eine neuere Studie des Wirtschaftshistorikers Charles Read zeigt, wie Hungerforschung neu zu denken ist, weil wirtschaftspolitische Umstände, die scheinbar nichts mit Nahrungsmitteln zu tun haben, wesentlich zu Hunger beitragen können.