Schlagwort: Rechtspopulismus

Strache oder Die Tragödie hinter der Farce

Kennen Sie das Lied „Tout va très bien, madame la marquise“ des französischen Komponisten Paul Misraki? Es ist dieses Lied, das unserem Autor Zaal Andronikashvili nach dem „Ibizagate“ in den Sinn kam.

Mal für, mal gegen Europa

Als Verzicht auf Europa ohne Ausstieg aus der EU könnte man das nationalistische Programm der polnischen Regierungspartei beschreiben. Das klingt paradox, ist aber politisches Kalkül.

Der neue Kampf gegen die Gender Studies

Den Gender Studies wird vorgeworfen, die „natürliche“ Ordnung der Geschlechter, der Familien und des Sex zu untergraben. Weltweit sind sie heftigen Angriffen von rechtsgerichteten Populisten und den Verächtern einer liberalen Gesellschaft ausgesetzt. Auf dem Spiel steht dabei weit mehr als nur eine akademische Frage. 

Anti­deut­sche #Romantik. Wie die AfD die Romantik spaltet, um sie zu regieren

Zu den geschichtspolitischen Strategien der AfD gehört die Selbstverlängerung in die Romantik. Kaum etwas könnte beim näheren Hinsehen absurder sein, denn in der Romantik sieht man alles, was die AfD gerne ausschliessen würde.

Die Logik des #Bürger­kriegs

Viele finden die Sprache von AfD und populistischer Rechte drastisch und verroht. Das Gerede vom „Bürgerkrieg“ scheint dafür das beste Beispiel. Doch hinter ihm versteckt sich mehr als entgleiste Rhetorik.

Wohin geht Italien?

Der letztjährige Streit der italienischen Regierung mit der EU um die Höhe des Budgetdefizits wurde zwar durch einen Kompromiss gelöst. Aber der polternde Populismus der Lega und des Movimento Cinque Stelle bedrohen weiterhin nicht nur die EU, sondern auch die italienische Demokratie.

#Tradi­tion. Können wir einfach wieder „tradi­tio­nell“ sein?

Autoritäre Regime und rechtspopulistische Parteien reklamieren öffentlich für sich, alleinige Vertreter der Tradition zu sein. Diese dogmatische Setzung dient vor allem dem Gewinn und der Konsolidierung politischer Macht. Eine zukunftsgerichtete Politik hingegen wird mit dem Beschwören von "Tradition" verhindert.

Ein Zirkus­di­rektor als Kultur­staats­se­kretär. Wie Ungarns Regie­rung gegen Intel­lek­tu­elle mobil macht

Wenn man wissen will, was passiert, wenn rechte Parteien agieren und nicht mehr bloss reden, dann muss man nach Ungarn gucken. Dort wird nicht nur gegen imaginäre Fremde gehetzt, sondern auch gegen reale regierungskritische Intellektuelle offen vorgegangen.

Unreine Wahr­heiten. Wie der anti­ras­sis­ti­sche Konsens bewahrt werden kann

Der demokratische und antirassistische Konsens der europäischen Demokratien ist in Gefahr. Wie lässt er sich bewahren? Ein 50 Jahre alter Text des Dramatikers Heiner Müller macht dazu einen bedenkenswerten Vorschlag.

Von Hummern und Menschen. Jordan Peter­sons fehl­ge­lei­teter Libe­ra­lismus

Der Psychologe Jordan Peterson gehört im Internet zu den populärsten Vertretern des „Klassischen Liberalismus“, der sich die Verteidigung der Meinungsfreiheit auf die Fahne geschrieben hat. Doch seine hunderttausendfach geklickten Vorlesungen und Interviews zeigen ein fragwürdiges Verständnis des politischen Debattierens.

Gefähr­liche Nebel­pe­tarden. Die NoBillag-Initiative ist ein Symptom

Der Abstimmungskampf um die Abschaffung des gebührenfinanzierten Radio und Fernsehens in der Schweiz – die NoBillag-Initiative – lenkt ab vom eigentlichen Ziel der Initianten: Der Angriff gilt zum einen dem kritischen Journalismus – und zum andern der Idee des staatlichen Gemeinwesens.

Sieben Fragen an Jörg Babe­rowski

Wie muss man die Nation denken? Gab es die „gute alte Zeit“? Sind „identity politics“ gut oder schlecht? Ist die Bürgergesellschaft ein Opfer der Geister, die sie rief? Was ist Populismus? Fragen über Fragen an den Historiker Jörg Baberowski.