Schlagwort: Rechtspopulismus

For Future. Zum Problem des voraus­ei­lenden Denkens

Zu den Symptomen einer Krise gehört die Ungewissheit darüber, was die Zukunft bringen wird. Das gilt heute nicht mehr. Mit unseren Gegenwartskrisen gehen wir um, indem wir sie als Dauerzustand denken und in die Zukunft verlängern. Das schafft Orientierung, aber auch Probleme.

Der Stoff, aus dem Gewalt­fan­ta­sien sind

Nach den Anschlägen von Halle und Hanau steht die AfD in der Kritik, die geistige Munition für solche Taten zu liefern. Doch was genau macht ihre Rhetorik so gefährlich? Die Antwort findet sich in ihren Opfermythen, die auch ohne Hassrede zu Gewalt einladen.

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„Alt-Right” und neue Medien: Zur Norma­li­sie­rung rechts­po­pu­lis­ti­scher Propa­ganda

Die „alternative” Rechte in den USA entstand aus der Distanzierung von den „traditionellen“ Neo-Konservativen. Ihren Aufstieg und ihre Normalisierung verdankt die „Alt-Right“ einem aggressiven Antifeminismus, wuchernden Verschwörungstheorien und unverhülltem Rassismus – und, neben Fox News, der strukturellen Logik der neuen Medien.

Eine Aufgabe für die ganze Gesell­schaft. Historisch-politische Bildung in und außer­halb von Gedenk­stätten

Immer wieder fordern Politiker verpflichtende Schulbesuche in KZ-Gedenkstätten. Dahinter verbirgt sich eine unrealistische Erwartungshaltung an die Möglichkeiten der historisch-politischen Bildung in diesen Einrichtungen. Doch antirassistische Bildungsarbeit ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft.

Höcke oder Hitler? Natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Sprache gestern und heute

Spricht Björn Höcke wie Adolf Hitler? ZDF-Journalisten haben sich darüber mit dem Thüringer AfD-Chef gestritten. Aber welche Rolle spielten Begriffe wie „Lebensraum“ und „Entartung“ für den Nationalsozialismus überhaupt? Und was lässt sich heute an ihnen erkennen? Eine Einordnung.

„Volk“ und Ironie. Mit stän­diger Rück­sicht auf den Rechts­po­pu­lismus

Populismus und ironische Kommunikation erscheinen zunächst als unvereinbar. Der Appell ans Volk scheut gewöhnlich die Ironie, die als arrogant und elitär gilt. Was hat es zu bedeuten, wenn heutige rechtspopulistische Bewegungen Geschmack an ironischen, uneigentlichen Ausdrucksformen finden?

Strache oder Die Tragödie hinter der Farce

Kennen Sie das Lied „Tout va très bien, madame la marquise“ des französischen Komponisten Paul Misraki? Es ist dieses Lied, das unserem Autor Zaal Andronikashvili nach dem „Ibizagate“ in den Sinn kam.

Mal für, mal gegen Europa

Als Verzicht auf Europa ohne Ausstieg aus der EU könnte man das nationalistische Programm der polnischen Regierungspartei beschreiben. Das klingt paradox, ist aber politisches Kalkül.

Der neue Kampf gegen die Gender Studies

Den Gender Studies wird vorgeworfen, die „natürliche“ Ordnung der Geschlechter, der Familien und des Sex zu untergraben. Weltweit sind sie heftigen Angriffen von rechtsgerichteten Populisten und den Verächtern einer liberalen Gesellschaft ausgesetzt. Auf dem Spiel steht dabei weit mehr als nur eine akademische Frage. 

Anti­deut­sche #Romantik. Wie die AfD die Romantik spaltet, um sie zu regieren

Zu den geschichtspolitischen Strategien der AfD gehört die Selbstverlängerung in die Romantik. Kaum etwas könnte beim näheren Hinsehen absurder sein, denn in der Romantik sieht man alles, was die AfD gerne ausschliessen würde.

Die Logik des #Bürger­kriegs

Viele finden die Sprache von AfD und populistischer Rechte drastisch und verroht. Das Gerede vom „Bürgerkrieg“ scheint dafür das beste Beispiel. Doch hinter ihm versteckt sich mehr als entgleiste Rhetorik.

Wohin geht Italien?

Der letztjährige Streit der italienischen Regierung mit der EU um die Höhe des Budgetdefizits wurde zwar durch einen Kompromiss gelöst. Aber der polternde Populismus der Lega und des Movimento Cinque Stelle bedrohen weiterhin nicht nur die EU, sondern auch die italienische Demokratie.