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Gesine Krüger

Gesine Krüger lehrt Geschichte der Neuzeit und Ausser­europäische Geschichte an der Univer­sität Zürich. Sie ist Stiftungsrätin der Right Livelihood Foundation Schweiz und Heraus­geberin von Geschichte der Gegenwart.

Multi­di­rek­tio­nale Erin­ne­rung – ein soli­da­ri­sches Archiv

Die deutsche Übersetzung von Michael Rothbergs Buch zur Multidirektionalen Erinnerung hat für einige Aufregung gesorgt. In den oft sorgenvollen, teilweise auch gehässigen Besprechungen ist eins zu kurz gekommen, nämlich der Inhalt des Textes. Worum geht es Rothberg?

Auftrags­for­schung und Resti­tu­tion. Ein Gespräch über Wissen­schaft und Politik

Die Diskussionen um die Sammlung Bührle werfen grundsätzliche Fragen auf, weit über diesen einen Fall hinaus. Die GdG-Herausgeber:innen Gesine Krüger, Svenja Goltermann, Philipp Sarasin und Janosch Steuwer sprechen über Auftragsforschung, Restitution und die ethische und politische Dimension historischer Forschung heute.

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Wider die Natur? Bemer­kungen zur #Jagd

Sind die Menschen erst durch die Jagd zu Menschen geworden? Handelt es sich um ein evolutionäres Erbe, Tiere töten zu wollen, oder zeigt sich in der Allgegenwart der Jagd – und ihrer Kritik – in allen menschlichen Gesellschaften, nicht gerade eine höchst differenzierte Kulturgeschichte?

Wieder zu Ahnen werden. Sterb­liche Über­reste im Museum

Die Diskussion über die Rückgabe von Kunst und Kulturgüter lässt manchmal vergessen, dass auch zahllose sterbliche Überreste zu den einstigen kolonialen Sammlungen gehören und heute zurückgefordert werden. Wie aber können die Knochen und Schädel wieder zu Ahnen werden?

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Edle Wilde. Der Mythos vom afghanischen „Kriegervolk“
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  • Edle Wilde. Der Mythos vom afghanischen „Kriegervolk“

    Edle Wilde. Der Mythos vom afghanischen „Kriegervolk“

    Sep 25, 2022 • 18:02

    Afghanistan – ob magisches Reiseland für Hippies oder mittelalterlich anmutendes Land ganzer Generationen von Kriegern. Die westlichen Klischees blenden aus, wie die Konflikte in der afghanischen Politik von den Interessen der US-amerikanischen und europäischen Außenpolitiken abhängen.

  • Der Mann ohne Eigenschaften. Robert Musils Klassiker entschlüsselt die Moderne

    Der Mann ohne Eigenschaften. Robert Musils Klassiker entschlüsselt die Moderne

    Sep 4, 2022 • 17:47

    Der Sommer ist fast vorbei, und mit ihm unser Sommerprogramm. Sie hätten jetzt also ein Jahr lang Zeit, um Robert Musils monumentales Hauptwerk zu lesen. Tun Sie es – abgesehen vom Lesevergnügen werden Sie auch die postmoderne Gegenwart besser verstehen.

  • Multidirektionale Erinnerung – ein solidarisches Archiv

    Multidirektionale Erinnerung – ein solidarisches Archiv

    Aug 28, 2022 • 16:10

    Die deutsche Übersetzung von Michael Rothbergs Buch zur Multidirektionalen Erinnerung hat für einige Aufregung gesorgt. In den oft sorgenvollen, teilweise auch gehässigen Besprechungen ist eins zu kurz gekommen, nämlich der Inhalt des Textes. Worum geht es Rothberg?

  • Theater ohne Handlung. Erinnerungen an Hans-Thies Lehmann und sein Buch »Postdramatisches Theater«

    Theater ohne Handlung. Erinnerungen an Hans-Thies Lehmann und sein Buch »Postdramatisches Theater«

    Aug 21, 2022 • 17:53

    1999 veröffentlichte der kürzlich verstorbene Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann seine umfangreiche Studie »Postdramatisches Theater«. Sie eröffnete einen Zugang zum Theater der Gegenwart, der bis heute nachwirkt.

  • Superheldinnen. Wonder Woman und die Frauenbewegung

    Superheldinnen. Wonder Woman und die Frauenbewegung

    Aug 14, 2022 • 12:10

    Wonder Woman hat, wie alle Superheldinnen, eine Secret Identity. Die US-amerikanische Historikerin Jill Lepore kitzelt jedoch noch ganz andere Geschichten aus der Geschichte um die Amazone mit dem magischen Lasso heraus.

  • Einen anderen Körper einüben.  Édouard Louis’ Geschichte der Gegendressur

    Einen anderen Körper einüben. Édouard Louis’ Geschichte der Gegendressur

    Aug 7, 2022 • 14:35

    Ungleichheit schlägt sich körperlich nieder, das macht die Literatur von Édouard Louis schmerzhaft sichtbar. In „Changer: méthode“ beschreibt er seinen Bildungsgang als gewaltvolle Gegendressur.

  • Prüfungskultur und Medienwandel. Was sich ändern muss

    Prüfungskultur und Medienwandel. Was sich ändern muss

    Jul 17, 2022 • 16:39

    Was haben Prüfungskultur in Schule und Universität mit dem geschichtlichen und gegenwärtigen Medienwandel zu tun? Und wo sollte die künftige Prüfungsentwicklung nicht falsch abbiegen? Zur historischen Einordnung und digitalen Zukunft der heutigen Prüfungskultur.

  • „Warum schicken sie uns Schwarze in die Hölle?“ Die Logik hinter dem Massaker von Melilla

    „Warum schicken sie uns Schwarze in die Hölle?“ Die Logik hinter dem Massaker von Melilla

    Jul 10, 2022 • 14:07

    Am Grenzzaun von Melilla wurden am 24. Juni mindestens 37 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Zum Großteil aus dem Sudan geflohen, hatten sie in der spanischen Exklave einen Asylantrag stellen wollen. Die Tragödie ist die Konsequenz der Migrationspolitik im spanisch-marokkanischen Grenzraum.

  • „Männer als Beschützer, Frauen als Beschützte“ – Der Krieg als Herausforderung für den ukrainischen Feminismus

    „Männer als Beschützer, Frauen als Beschützte“ – Der Krieg als Herausforderung für den ukrainischen Feminismus

    Jul 3, 2022 • 15:59

    Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt die auch Geschlechtsverhältnisse auf die Probe. Werden Geschlechterrollen aufgebrochen, weil viele Frauen und Queere als Soldat:innen an die Front gehen – oder überwiegen nach wie vor traditionelle Frauenbilder und die Vorurteile gegenüber LGBTQ+-Menschen?

  • Die ungefährliche Rückkehr eines unzeitgemäßen Genres. Der Offene Brief online

    Die ungefährliche Rückkehr eines unzeitgemäßen Genres. Der Offene Brief online

    May 29, 2022 • 17:47

    Derzeit erleben Offene Briefe Hochkonjunktur. In der Gegenwart beschwören die Unterzeichner:innen häufig ein Selbstbild moralisch integrer Intellektuellen herauf. Der Preis, der dafür bezahlt werden muss, ist jedoch unterschiedlich hoch, wie die Geschichte Offener Briefe zeigt.

Der Klang des Kolonialarchivs

Die Neuübersetzung und Kontextualisierung von historischen Sprachaufnahmen lässt die Gegenrede Kolonisierter und ihre Kritik an kolonialer Gewalt noch einmal hörbar werden. Im Buch „Kolonialgeschichte hören“ erzählt Anette Hoffmann von der Ton-Sammlung des österreichischen Arztes und Anthropologen Rudolf Pöch.

Unsere Toten zählen nicht. Deutsch­lands kolo­niales Erbe

Die deutsche Bundesregierung hat mit der namibischen Regierung eine Vereinbarung getroffen, mit der der koloniale Völkermord anerkannt und eine finanzielle Unterstützung – in Höhe der bisherigen Entwicklungshilfe – geleistet wird. Findet tatsächlich eine Aufarbeitung des kolonialen Erbes statt?

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Kleo­patra – Schwarz oder Weiß? Hinter­gründe einer schwarz­weißen Debatte

Braucht es wirklich eine Neuverfilmung von Kleopatra? Paramount meint ja und hat als Hauptdarstellerin die israelische Schauspielerin Gal Gadot verpflichtet. Regie führt Patty Jenkins und das Buch stammt von Laeta Kalogridis. Doch darum geht es gerade nicht… Ein Blick hinter die Kulissen.

Franz Boas und die Schule der Rebel­linnen. Eine andere Geschichte der Anthropologie

Ist die Geschichte der Anthropologie einfach nur Ausdruck von Kolonialismus und Rassismus? Mit dem aufregenden Buch „Schule der Rebellen“ des Historikers Charles King lässt sich diese trotz allem verkürzte Ansicht gewinnbringend korrigieren.

Über Afrika schreiben – The Danger of a Single Story

Das europäische Sprechen und Schreiben über Afrika folgt seit mehr als 150 Jahren Mustern und Klischees, die unausrottbar scheinen – auch dort, wo man es doch „gut“ meint. Dabei ist oft gerade das „Fremde“ Afrikas das Vergessene unserer eigenen Geschichte.

#Afrika

Sklaverei und Kolonialismus erhalten derzeit eine nie gekannte Aufmerksamkeit in der deutschsprachigen Öffentlichkeit. Afrika rückt dabei in seiner historischen Dimension, aber nicht in seiner Vielfalt in den Blick. Aber was ist „Afrika“ überhaupt, wenn nicht ein durch und durch koloniales Konzept?

Preco­lo­nia­lity: George Stein­metz trifft Felwine Sarr im Bücherregal

Der amerikanische Soziologe George Steinmetz forscht zum Einfluss vorkolonialer Ethnografien auf die deutsche Kolonialpolitik und zur Geburt der Soziologie aus der kolonialen Erfahrung. Ein guter Anlass, ihn gemeinsam mit Felwine Sarr zu lesen, der im vorkolonialen Wissen utopisches Potenzial findet.

#Denk­mal­sturz

Die Diskussion zu den Denkmalstürzen der letzten Tage wird oft auf eine einfache Opposition reduziert: Alles muss weg – oder nichts darf angetastet werden. Als Königsweg erscheint dann „Kontextualisierung“. Doch wie soll diese aussehen? Und was passiert da eigentlich gerade weltweit?