Geschicht­en­gläu­big­keit. Was Lite­ratur zum Story­tel­ling zu sagen hat

Der "Fall Relotius" wird gerade zu den Akten gelegt. Die Diskussion um das Storytelling im Journalismus ist aber noch nicht abgeschlossen. Und wo findet man den besten Kommentar dazu? Bei Heinrich von Kleist!

Exor­zismus per E-Mail. Ungarns Angriff auf die Geschlech­ter­for­schung ist ein Angriff auf die freie Gesell­schaft.

Eine renommierte Historikerin erhält eine Todesdrohung per E-Mail, die Behörden schauen weg. Es ist kein Einzelfall – und wirft ein grelles Licht auf den Illiberalismus, der die ungarische Politik beherrscht. Er ist nicht nur eine Gefahr für die Wissenschaft, sondern bedroht die Freiheit überhaupt.

„Urheimat” der Chinesen. Die Sprach­wis­sen­schaft und die Suche nach „Wurzeln“

Nicht nur mit Blick auf die europäische Vorgeschichte zeigt sich, dass genetische und sprachwissenschaftliche Methoden immer enger zusammenwachsen. Und auch bei der Suche nach der „Urheimat“ der Chinesen ist es für die Wissenschaft nicht einfach, sich politischer Vereinnahmungen zu entziehen.

Von oben herab. Was Droh­nen­auf­nahmen auslösen und woher sie kommen

Drohnen haben eine lange Geschichte. Zwar haben sie als Angriffsflugwaffen seit den 1990er Jahren zweifelhafte Berühmtheit erlangt und sind heute über den Elektronikmarkt bis ins Kinderzimmer vorgedrungen. Der Blick von oben aber, den sie ermöglichen, ist so alt wie die Kombination von Fotografie und Fliegerei.

„Das Licht”. Psyche­de­li­sche Lehr­stücke für die Gegen­wart

T.C. Boyles LSD-Roman „Das Licht“ sagt mehr über unsere Gegenwart als über die 1960er-Jahre, in denen er spielt. Boyle entwirft ein scharf gestelltes Bild neurochemischer Optimierungstechniken, marktförmiger Leistungssteigerung, kommerzialisierter Selbst- und Sinnsuche und von Kreativität als gesellschaftlicher Ressource.

In Japan wird ein neues Zeit­alter begrüsst

Japan ist mit einem neuen Kaiser auch in eine neue Epoche und Zeitrechnung eingetreten. Was aber bedeutet es, im Jahr 2019, in einer Zeit zu leben, die sich vom Rest der Welt unterscheidet. Eine sehr persönliche Inaugenscheinnahme.

Gree­ting the New Era in Japan

Japan has a new emperor and a new era. But what does it mean, in 2019, to live in a different time from the rest of the world? A very personal exploration

Das Huhn, das Ei, der Stall und die Moral

Obwohl wir Hühner kaum je zu Gesicht bekommen, interessieren uns die Produktionsbedingungen unseres Frühstückseis sehr. Die Landwirtschaft ist immer mehr zu einer moralischen Frage geworden. Und je mehr Wohlstand und Intensivwirtschaft zunehmen, desto moralischer werden wir.

Über die Begriffe hinaus­denken: Weshalb Schweizer Frauen* streiken

Am 14. Juni wird in der Schweiz gestreikt. Der zweite feministische Streik in der Geschichte des Landes richtet den Blick auf ganz verschiedene Formen der Diskriminierung von Frauen*: auf misogyne Gewalt, unsichtbare oder schlecht bezahlte Care-Arbeit sowie auf Ausbeutung aufgrund sozialer und kultureller Herkunft.

Mein #Anführer. Die unfrei­wil­lige Wahr­heit einer Vorsilbe

Vorsilben sagen manchmal mehr als ganze Worte. Zumindest wenn es um den ‚Führer‘ und den ‚Anführer‘ geht. Über die Schwierigkeiten der deutschsprachigen Presse, den ‚leader‘ ins Deutsche zu übersetzen.

Die Rezipient*in, das Alien. Rezo, die CDU und die Geschichte der Medi­en­angst

Die kopflose Empörung der CDU über das YouTube-Video von Rezo, das insbesondere ihre Klimapolitik scharf kritisiert, steht in einer langen Tradition des Entsetzens kulturell hegemonialer und politisch herrschender Gruppen, wenn sie ihre Deutungsmacht durch neue Medien bedroht sehen.