Gender Studies und die „Pola­ri­sie­rung der Geschlechts­cha­rak­tere“. Ein alter Text verdient es, neu gelesen zu werden.

Gender Studies gelten als rotes Tuch: als eine angebliche Pseudo-Wissenschaft, die „entlarvt“ werden müsse. Doch diese Kritik entlarvt sich selbst, weil sie an das intellektuelle Potential z.B. der Geschlechtergeschichte nicht heranreicht. Das zeigt schon ein „klassischer“ Aufsatz von 1976.

In eigener Sache: Ände­rungen bei GdG

Wir ändern uns, damit wir gleich bleiben können. Wir führen eine neue Kategorie von Artikeln ein – und wir müssen über Geld reden. Aber es ist nicht so schlimm, wie es klingt.

1968 von rechts. Das verges­sene Jubi­läum

Gegenwärtig ist viel vom linken Aufbruch im Zeichen von 1968 die Rede. Dabei geht oft vergessen, dass 1968 auch den Beginn der Neuen Rechten markiert.

Krieg der Wahr­heiten? Wissen­schaft im post­fak­ti­schen Zeit­alter

Der Status wissenschaftlicher Wahrheit ist in der Öffentlichkeit umstrittener denn je. Ein neuer Wissenschafts-„Hoax“ macht gegenwärtig die Runde, zum Gaudi aller Wissenschaftsverächter. Wie können Wissenschaften heute ihre Wahrheiten verteidigen? Der Wissenschaftstheoretiker Bruno Latour könnte eine Antwort auf diese Frage haben.

Das Gespenst der „fremden Richter“

Die Schweiz streitet über „fremde Richter“. Die „Selbstbestimmungsinititative“ der SVP liefert ein geradezu klassisches Beispiel für die ideologische Indienstnahme von Geschichte. Die Initianten können aber davon ausgehen, dass das Heraufbeschwören der „Richter“-Schreckfigur dennoch da und dort verfängt.

Lost in Para­dise. Der ameri­ka­ni­sche Westen unter Trump: Besich­ti­gung einer konster­nierten Gesell­schaft

Was sind die USA unter Trump? Wie sprechen die Menschen in Kalifornien, im Silicon Valley einerseits, und andrerseits in den uramerikanischen Gegenden des „Heartland“, etwa in Wyoming, über Amerika, über Europa, über die Zukunft? Diese gespaltene Gesellschaft hat uns etwas zu sagen.

Sozi­al­de­tek­tive. Ein neues Gesetz in der Schweiz sieht weit­rei­chende Eingriffe in die Privat­sphäre vor

Ein neues Gesetz soll ermöglichen, dass die Bezüger von Sozialversicherungen bei Missbrauchsverdacht bis hinein in die Privatsphäre und auf Anordnung auch privater Versicherungsunternehmen überwacht werden können. Einer kritischen Prüfung hält das Gesetz, gegen das das Referendum ergriffen wurde, nicht stand.

Das Land, das ich nicht kenne

Georg Genoux hat in den letzten zwanzig Jahren in Moskau, Sofia und Kiev Theater gemacht. Jetzt ist er wieder in Deutschland und schreibt Tagebuch über sein neues Projekt. Dabei zeigt er fast wie nebenbei, wie unterschiedlich fremd man sein kann.

Mono­lo­gi­sche #Viel­falt

„Vielfalt“ und „Ausgewogenheit“ werden von einigen Medien neuerdings als hohes Qualitätsmerkmal eingestuft. Das ist eigentlich toll. Aber was bedeutet es konkret? Sind Medien, die keine „rechten“ oder „populistischen“ Meinungen bringen, „einseitig“? Über „Vielfalt“ als Legitimation für Propaganda.

Wie Gegen­wart schreiben? Über das cross-over zwischen Geschichts- und Kultur­wis­sen­schaften

Vom 25. bis zum 28. September findet in Münster der 52. Deutsche Historikertag statt. Zu diesem Anlass erläutern wir, was für uns „Geschichte der Gegenwart“ heißt, was wir unter „Kritik“ verstehen und was wir mit dem cross-over zwischen Geschichts- und Kulturwissenschaften erreichen wollen.

Zum Beispiel der Fall Glor. Warum auch die Schweiz den Euro­päi­schen Gerichtshof für Menschen­rechte braucht

Mit der sogenannten „Selbstbestimmungsinitiative“ will die SVP den grundsätzlichen Vorrang des nationalen Rechts vor dem Völkerrecht festschreiben. Doch auch die Menschen in der Schweiz brauchen den Schutz von Menschenrechtskonvention und Menschenrechtsgerichtshof. Ein neues Buch zeigt Beispiele wie dieses.

„Festung Europa“. Es wird Zeit für ein anderes Bild

Drei Jahre nach dem langen Sommer der Migration ist diese in manchen Köpfen zur „Mutter aller Probleme“ avanciert. Aber das eigentliche Problem im Umgang mit Migration ist, dass nur noch Abwehr als Umgang mit ihr in Betracht gezogen wird. Es ist Zeit für einen Befreiungsschlag von innen.