USA
Islamische Ambitionen und imperiale Vorstellungen: Die iranische Revolution in der longue durée
Seitdem die USA und Israel den Iran angegriffen haben, fluten Nachrichten im Minutentakt den Raum der öffentlichen Aufmerksamkeit: verwirrende Verlautbarungen von Politiker:innen, widersprüchliche Einschätzungen von Kommentator:innen und aufgeheizte Stellungnahmen in den Sozialen Medien. Hamid R. Ekbia umreisst in seiner Analyse Spannungsfelder innerhalb der Widerstands- und Protestbewegungen, die sich nicht auf eine einfache Gegenüberstellung von linker Opposition und pro-monarchistische Bewegung reduzieren lassen. Trotz aller Wut und Trauer empfiehlt er einen Moment des Innenhaltens und der Distanz, um zu verstehen, was die tapferen Menschen im Iran bewegt, warum und wofür sie schon so lange kämpfen.
Präzedenzlos oder „more of the same“? Zwangsmassnahmen gegen Obdachlose in den USA
Das gegenwärtige Vorgehen und die Rhetorik der Trump-Administration gegen obdachlose Menschen in der Bundeshauptstadt Washington D. C. scheint auf den ersten Blick beispiellos zu sein. Tatsächlich handelt es sich um eine neuartige Vermengung altbekannter historischer Kontinuitäten.
Imperiale Wiederkehr? Lateinamerika im Fokus der National Security Strategy
Mit der neuen National Security Strategy kehren die USA zu einer Politik offener Machtdemonstration in Lateinamerika zurück. Doch die Wiederbelebung der Monroe-Doktrin offenbart weniger Stärke als vielmehr die Unsicherheit einer schwindenden Vormacht.
Eine Vergangenheit, die vergehen soll. DEI or Die. Die Geschichte von Ira Hayes
Weil man die multiethnische US-Gesellschaft in der Realität nicht mehr „entdiversifizieren“ kann, versucht sich die Trump-Administration an der „damnatio memoriae“: der symbolischen Tilgung von Erinnerung und Gedenken.
Taylor’s Choice: A Swift Conflict
Nicht nur „Hass und Hetze“, auch Lifestyle, Musik und Mode können polarisieren. Zur Politisierung des popkulturellen Stilverbunds der Swifties als Fall problematischer Popularität
Das Unbewusste der Sprache. Freie indirekte Rede und die Rhetorik des „Populismus“
Wie man am ersten und zweiten TV-Duell zur US-amerikanischen Präsidentschaftswahl sehen konnte, versuchen Trump und andere sogenannte Populist*innen um jeden Preis, mit ihrem Sprechen ein sprachliches Unbewusstes zu besetzen. Was folgt aber daraus für die Sprache der Politik?
Die Öffentlichkeit von Bibliotheken in den USA
Die USA haben ein bewährtes System öffentlicher Bibliotheken, das dem Bereitstellen und Abbilden aller gesellschaftlicher Diskurse verpflichtet ist. Doch Bürgerinitiativen versuchen zunehmend Einfluss auf die Bibliotheken zu nehmen und Bücher zu entfernen, die nicht in ihr Weltbild passen, vor allem zu Themen wie lgbt und Rassismus. Wohin führt das?
Guatemalas umkämpfter „demokratischer Frühling“
Angesichts der von Diktaturen und Gewalt überschatteten Geschichte Guatemalas setzen viele ihre Hoffnung auf den neu gewählten Präsidenten Bernardo Arévalo. Dieser will die Korruption im Land bekämpfen, sieht sich allerdings einem „Pakt der Korrupten“ gegenüber. Kann Arévalo diese Kultur der Rechtsfreiheit verändern?
Data Privacy. Von „Sicheren Häfen“, Schutzschilden und Rahmenwerken
Die EU und die USA haben sich auf ein neues Datenschutzabkommen geeinigt: das „Data Privacy Framework“. Doch solange die US-Regierung die Daten ihrer eigenen Bürgerinnen nicht ausreichend schützt, bleiben auch die Daten der europäischen Bürger gefährdet.
Seriensommer, Folge 1: TV-Serien als politische Kunstform. Ein Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen
Liegt die große Zeit der Quality-TV-Serien schon hinter uns? Und würde das heißen, dass heutige Serien ihre gesellschaftspolitische Brisanz eingebüßt haben? Ein Gespräch über die Geschichte der das Genre prägenden Serien, von „Twin Peaks“ bis „The Marvellous Mrs. Maisel“ oder „Succession“.
Lesestunde. Importierte Queerfeindlichkeit und rechter Kulturkampf an den Schulen
Die CSU skandalisiert Lesungen von Drag-Künstler*innen als angebliche Gefährdung des Kindeswohls, die SVP attackiert Gender-Tage. Sie übernehmen dabei die brandgefährliche queerfeindliche Agenda der US-amerikanischen Rechten, und zwar auf Kosten von Kindern und Jugendlichen.
Wer hat Angst vor multikulturellen Kinderbüchern?
Ein Blick in die USA zeigt, dass die Warnung vor linker Cancel Culture und Wokeism in Wirklichkeit eine massive Verbotswelle von Kinder- und Jugendbüchern vorbereitet hat, die über Rassismus und Sexismus aufklären. Philip Nel über Geschichte und Aktualität des konservativen Zensureifers.











