Die Rubrik für Literatur, Kunst und Kultur. In diesen Beiträgen denken wir über ein Buch oder einen Film, ein Theater oder eine Ausstellung nach – und mit ihnen über die Gegenwart.
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Zurück auf Anfang: Reversibles Erzählen in der Gegenwartsliteratur
Auffallend häufig finden sich in der Gegenwartsliteratur Texte, die bereits Erzähltes revidieren und noch einmal von Neuem beginnen. Die Literatur setzt hierfür Verfahren des Zurücksetzens und Wiederholens ein, wie sie aus digitalen Umgebungen bekannt sind – und wirft damit die Frage auf, warum eine von irreversiblen Veränderungen geprägte Gegenwart ausgerechnet von Reversibilität träumt.
„The Odyssey ist ein Kriegsfilm, ein Film über Trauma und Erinnerung“
"Die Filmsprache, die Schnitte, die Kameraführung, die Farben, die Musik. Wer den Film auf die Handlung reduziert, übersieht wesentliche Dimensionen" - Ein Gespräch von Christine Lötscher mit der Kulturwissenschaftlerin und Amerikanistin Elisabeth Bronfen.
Der Sound zum Buch: Transmedia Storytelling durch Playlists
„Stille“ Tätigkeiten wie Lesen oder Lernen sind in der gegenwärtigen Populärkultur zunehmend von Musik begleitet, von kuratierten Playlists. Im Rahmen des GdG-Musiksommers fragt sich Christine Lötscher, worin die Faszination des Lesens mit Musik besteht.
Zeit- und Medienkritik nach Jean-François Lyotard
In einer Reflexion über das „Inhumane“ aus dem Jahr 1988 skizzierte Jean-François Lyotard, Denker der Postmoderne, eine bedenkliche Diagnose seiner Zeit. Schon damals lösten nach ihm wissenschaftliche und mediale Entwicklungen die Gegenwart zunehmend auf. Zu fragen bleibt, wie dieser Vision heute zu begegnen ist.
„Der Wunsch nach Unschuld brennt die Augen aus“. Deutsch-jüdische Literatur in der Krise
Wie kann Literatur auf Krieg, Terror und verschiedene ineinander verzahnte Krisen reagieren? Das Schreiben deutschsprachiger Jüdinnen und Juden steht im Zeichen mehrfacher Zeugenschaft.
Crime fiction and multiculturalism. A.A. Dhand and Saima Mir on Bradford
A.A. Dhand and Saima Mir are known for their crime novels set in Bradford, a postindustrial city in Northern England with a large British Asian population. Their fiction reflects local stories of immigration, a fractured urban society and the emergence of a new middle class, and stands for a flexible and confident understanding of multiculturalism.
GdG-Buchtipps für Weihnachten 2025
Als GdG-Herausgeber:innen haben wir uns erneut auf ein paar Bücher besonnen, die uns im laufenden Jahr beschäftigt haben. Eskapismus? Nein danke: Hier folgen unsere GdG-Weihnachtsempfehlungen 2025!
Behinderung als „Bereicherung für alle“?
Wie gefährlich es ist, wenn Inklusion und Teilhabe mit dem Versprechen auf „Bereicherung“ propagiert werden, führt die US-amerikanische Schriftstellerin Flannery O’Connor in ihren brillanten Erzählungen aus den 1950er Jahren vor. Ihre Analyse ist hochaktuell.
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.
Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence
Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.
Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)
Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?
Das Touristisch-Imaginäre. Tierische Blicke in The White Lotus
In der bitterbösen Satire "The White Lotus" über privilegierte Hotelgäste spielen Tiere eine besondere Rolle. Ihre Inszenierung in der Serie destabilisiert die anthropozentrische Perspektive, auf der das touristische Begehren basiert.











