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Brigitta Bernet

Brigitta Bernet arbeitet als Dozentin für Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich und forscht im DFG-Projekt „Contemporary History of Historiography“ zur politischen Wissensgeschichte der italienischen Microstoria. Sie ist Herausgeberin der Buchreihe The Politics of Historical Thinking und von Geschichte der Gegenwart.

Der goldene Ring. Warum Fredi M. Murer in die Urner Berg­welt aufbrach

Die Alpen haben Konjunktur. Corona hat das Interesse an Immobilien in den Bergen nochmals steigen lassen. Da ist es aufschlussreich, mit Fredi M. Murer zurückzublicken in die Bergwelt der 1970er Jahre, als er diese unter anderem Vorzeichen neu entdeckte.

Die Welt eines Histo­ri­kers um 1970: „Der Käse und die Würmer“ von Carlo Ginzburg

Der kulturhistorische Bestseller „Der Käse und die Würmer“ von Carlo Ginzburg, 1976 erstmals erschienen, bietet noch immer höchsten Lesegenuss. Er rekonstruiert das Weltbild eines italienischen Müllers um 1600, reflektiert aber auch die politischen Horizonte des linksintellektuellen Italiens in der Nachkriegszeit.

Perspek­ti­ven­wechsel. Subver­sionen im Schweizer Film der langen 1960er Jahre

1968 war auch eine Wahrnehmungsrevolution: ein symbolischer Kampf um die legitime Sichtweise der sozialen Welt. Woher kamen die neuen Perspektiven? Was ist geblieben? Ein Gespräch mit dem Filmhistoriker Thomas Schärer.

und

„Die Fälschungen der eigenen Geschichte korri­gieren“. Poesie und Politik in Verena Stefans „Häutungen“

Verena Stefans Roman „Häutungen“ von 1975 war ein Kultbuch der Neuen Frauenbewegung. Es gilt als „schwierig“, weil schwer einzuordnen. Genau das könnte aber ein Grund sein, das Buch heute wieder zu lesen.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Smile or Die. Der Kreuzzug des Glücks gegen die Vernunft

Ob „Flow“ oder „Positive Leadership“: In der Arbeitswelt greift derzeit eine neonarzisstische Glückskultur um sich. Sie will uns helfen, die erodierende Beschäftigungssicherheit als Weg ins Glück zu begreifen. Die Kehrseiten der zelebrierten Positivität sind Realitätsverlust und Intoleranz.

Die Zukunft der #Arbeit muss neu gedacht werden

Das lebenslange ‚Normalarbeitsverhältnis‘, von dessen Erosion gegenwärtig so viel die Rede ist, ist historisch und global gesehen eine Ausnahmeerscheinung. Für die Zukunft müssen wir dieses Modell überschreiten und anders über Arbeit nachdenken.

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Der krea­tive Impe­rativ. Arbeiten – immer schöner und immer prekärer

Der aktuelle Wandel der Arbeit wirft viele Fragen auf. Auch die laufende Manifesta 11 will die Bedingungen, unter denen wir heute arbeiten, künstlerisch-kritisch beleuchten. Paradoxerweise wird die Prekarisierung der Arbeit dabei aber eher verstärkt als reflektiert.