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Janosch Steuwer

Janosch Steuwer ist Historiker. Er forscht an der Uni­versi­tät Zürich zur Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus sowie zur Geschichte der Kindheit im 20. Jahrhundert und ist Herausgeber von Geschichte der Gegen­wart.

Unreine Wahr­heiten. Wie der anti­ras­sis­ti­sche Konsens bewahrt werden kann

Der demokratische und antirassistische Konsens der europäischen Demokratien ist in Gefahr. Wie lässt er sich bewahren? Ein 50 Jahre alter Text des Dramatikers Heiner Müller macht dazu einen bedenkenswerten Vorschlag.

„Mord in Frank­furt“. Ein Stück anspruchs­voller Fern­seh­un­ter­hal­tung von 1967

Im Januar 1968 zeigte die ARD den Fernsehfilm „Mord in Frankfurt“. Auch noch fünfzig Jahre nach seiner Entstehung lässt sich an ihm entdecken, zu welch außergewöhnlichen klugen und erzählerisch anspruchsvollen Filmen das Fernsehen schon vor dem neuen Zeitalter der modernen Serienunterhaltung fähig war.

#MeToo. Warum es keine eigenen Erfah­rungen mit Diskri­mi­nie­rung und Gewalt braucht, um ange­messen über sie spre­chen zu können

Muss Gewalt und Diskriminierung erfahren haben, wer über sie sprechen möchte? Ist nur dann ein Verständnis solcher Phänomene möglich? Seit #MeToo sind solche Fragen wieder aktuell. Zeit daran zu erinnern, dass die Kulturwissenschaften dieses Problem bereits intensiv diskutiert haben.

„Angst essen Seele auf“ und die Mecha­nismen von Ausgren­zung und Inte­gra­tion

„Angst essen Seele auf“ von Rainer Werner Fassbinder könnte man als zeithistorisches Filmdokument über die „Migrationsproblematik“ der 70er Jahre ansehen. Die im Film vollzogene Verschiebung von Kategorien wie ‚Gesellschaft' und ‚Gemeinschaft‘, die zu einer gelungenen Integration führt, ist jedoch heute nicht weniger aktuell.

Der Marsch der Indi­vi­dua­listen. Die histo­ri­sche Erfah­rung des Natio­nal­so­zia­lismus und die rechts­po­pu­lis­ti­schen Bewe­gungen der Gegen­wart

Der Nationalsozialismus lässt sich nicht auf Terror und Gleichschaltung reduzieren. Ebenso wichtig waren persönliches Engagement – und ideologische Vielfalt im Rahmen der «Volksgemeinschaft». Daraus lassen sich Schlussfolgerungen für die Gegenwart ziehen.

Europa, die Rechte und die Medien. Wie sich die natio­na­lis­ti­sche Rechte als euro­päi­sche Kraft insze­niert

Die rechtspopulistischen Parteien betonen ihren Nationalismus, inszenieren sich aber in den Medien als "europäische" Kraft. Das ist paradox - und dient dazu, ihre Stärke zu überschätzen. Dabei sind seit 1951 alle Bündnisversuche der Rechten in Europa gescheitert.