Kolonialismus
Postpreußen
Die Geschichte preußischer Landnahme und innerer Kolonisation ist eine Leerstelle in der deutschen Diskussion über das Erbe des Kolonialismus.
Versiegelte Vergangenheit? Das koloniale Erbe des Baakenhafens in Hamburg
Die Debatte um die Erinnerung an den Kolonialismus in Hamburg ist kontrovers und andauernd. Bislang gibt es jedoch keinen öffentlichen Gedenkort für diese Geschichte, obwohl der Hamburger Hafen die Drehscheibe kolonialer Kriegslogistik war. Wie könnte am Baakenhafen, der neu bebaut werden soll, künftig ein würdiger Umgang mit diesem kolonialen Erbe aussehen?
Opfer und Orte. Der französische Staatsterror in der Schlacht um Algier.
Der algerische Unabhängigkeitskrieg (1954-62) bleibt unvergessen. Während allerdings die französische Politik und Öffentlichkeit noch Jahrzehnte später über Entschuldigungen und Reparationen diskutieren, verlangen die Menschen in Algerien vor allem Aufklärung über die Kriegsverbrechen des französischen Militärs. Die historische Forschung dazu hat jetzt eingesetzt.
Von der Apartheid zum Ethnopluralismus. Über die kolonialen Wurzeln rassistischer „Remigrations“-Fantasien
Die jüngst bekannt gewordenen Deportations- bzw. „Remigrations“-Pläne von Mitgliedern der AfD, Identitären und anderer Rechter hat in ganz Deutschland breite Proteste ausgelöst. Wenig bekannt ist dabei, dass das „Remigrations“-Konzept auf den Siedlerkolonialismus z.B. in Südafrika und die dortige Apartheitspolitik zurückgeht.
Imperiale Blindheit und russische Identität
Putins Behauptung, die Idee einer eigenständigen nationalen Identität der Ukraine sei nichts als eine Verschwörung der westlichen Feinde Russlands, lässt tief blicken. Denn sie ist untrennbar mit der Entstehung des Russischen Reiches, seiner Geographie und der Art seiner kolonialen Herrschaft über andere Nationen verbunden.
Die Ruine. Nachgedanken zum Berliner Humboldt Forum
Totgesagte leben länger. Nach jahrelangem Streit um das Humboldt Forum hat die Macht des Faktischen gesiegt. Eine historische Bestandsaufnahme.
#Universalismus. Über die Schwierigkeit, das Menschliche zu begründen
Ist der Universalismus der Aufklärung angesichts postkolonialer Kritik noch zu retten? Der Philosoph Omri Boehm glaubt an die Möglichkeit eines „radikalen Universalismus“ jenseits aller Geschichte. Andere sehen gerade in seiner menschlichen Relativität die Chance seiner Erneuerung.
Wem gehört Afrikas Kulturerbe? Die Rückgabe der Benin-Bronzen und die Zukunft des Museums
Die aktuelle Debatte zur angeblich gescheiterten Restitution der Benin-Bronzen verdeckt mehr als sie aufklärt. Vor allem schneidet sie eine Diskussion ab, bevor diese überhaupt begonnen hat.
Prähistorie als Geschichte der Gegenwart? Ein Gespräch über Anfänge von David Graeber und David Wengrow
Anfänge – eine neue Geschichte der Menschheit, geschrieben von dem Anthropogen David Graeber und dem Archäologen David Wengrow, hat große Wellen geschlagen. Kein Wunder, schließlich bieten sie eine neue Perspektive auf die Menschheitsgeschichte – und Aussichten auf herrschaftsfreie Gesellschaften.
Fleischkulturen. Künstliche Fleischproduktion und koloniales Erbe in Israel
„Cultured Meat“ revolutioniere die Landwirtschaft und bremse den Klimawandel, sagt die Biotech-Industrie. Doch in Israel, neben Kalifornien der wichtigste Forschungs- und Produktionsstandort für künstliche Fleischproduktion, verweist dieses Fleisch nicht nur auf die Zukunft, sondern auch auf die koloniale Vergangenheit des Landes.
Auftragsforschung und Restitution. Ein Gespräch über Wissenschaft und Politik
Die Diskussionen um die Sammlung Bührle werfen grundsätzliche Fragen auf, weit über diesen einen Fall hinaus. Die GdG-Herausgeber:innen Gesine Krüger, Svenja Goltermann, Philipp Sarasin und Janosch Steuwer sprechen über Auftragsforschung, Restitution und die ethische und politische Dimension historischer Forschung heute.
„There’s a black male running down the street.“ Zur Kriminalisierung schwarzer Mobilität in den USA
Immer wieder werden Afroamerikaner:innen Opfer von Polizeigewalt. Dies lässt sich nicht allein mit veralteten Polizeitaktiken oder Alltagsrassismus erklären. Vielmehr finden sich hier die Echos historischer Praktiken, die vor allem schwarze Mobilität kriminalisieren.











