Caspar Battegay: Vor wenigen Tagen wurde ein orthodoxer Jude in Zürich auf offener Strasse niedergestochen. Was bewirkt dieser Vorfall bei euch?
Dina Wyler: Der Vorfall hat grosse Betroffenheit bei mir ausgelöst. Gleichzeitig war ich leider nicht wirklich überrascht. Seit dem 7. Oktober fühlen sich viele jüdische Menschen unsicher – auch in der Schweiz.
Hannan Salamat: Der Vorfall hat mich unfassbar wütend und traurig gemacht. Vor allem da die Tat islamistisch motiviert war und keine gesellschaftliche Instanz den Jugendlichen auffangen konnte. Der Vorfall zeigt, wie fragil unsere Strukturen sind. Der Fall zeigt zudem, dass auf Worte Taten folgen! Die Bedenken über den Anstieg von Antisemitismus müssen dringend ernst genommen werden und wir als Gesellschaft haben da eine Verantwortung. Wie wollen wir zusammenleben? Genau mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in unserer täglichen Arbeit.
Caspar Battegay: In den Medien wird oft von einer polarisierten Gesellschaft gesprochen. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten führen zu einer Wahrnehmung einer andauernden Krise. Die Öffentlichkeit scheint von denjenigen dominiert, die am lautesten schreien. Auf der Webseite des Zürcher Instituts für interreligiösen Dialog (ZIID), für das Ihr beide tätig seid, steht der Satz „Wir vermitteln Wissen zum Dialog in einer religiös und weltanschaulich pluralen Gesellschaft.“ Was bedeutet das in unserer politischen Situation?
Hannan Salamat: Vielleicht sollten wir eher über multi-polarisierte Gesellschaften sprechen, wie eine Berglandschaft mit verschiedenen Tälern und Hügeln. Wir haben verschiedene gesellschaftliche Gräben: Zwischen Land und Stadt, arm und reich, links und rechts etc. Heftige gesellschaftliche Reaktionen haben wir auch während der Corona-Pandemie gesehen oder während der so genannten Flüchtlingskrise 2015. Diese verschiedenen Spannungen bestehen nicht erst seit dem 7. Oktober 2023, sondern sind schon lange andauernde Symptome einer Gesellschaft, die zu wenig resilient ist gegenüber Krisen, die Ambiguität oder Vieldeutigkeit zu wenig anerkennt und wenig Sensibilität gegenüber Narrativen hat, die Minderheiten problematisiert und unter Generalverdacht stellt – kurz gesagt: eine Gesellschaft, die in Entweder-Oder-Mustern denkt. Man hat das in Deutschland gesehen: Entweder gab es eine umjubelte „Willkommenskultur“ oder es kippt gleich um in eine radikale Ablehnung von Geflüchteten.
Dina Wyler: Die Kernfrage unserer Arbeit lautet: Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Traditionell versteht man unter interreligiösem Dialog ja den Austausch zwischen Religionen und deren Glaubensvertreter:innen, aber für uns geht es auch um ein größeres Verständnis von Pluralität. Das schließt beispielsweise auch Fragen zu Klasse, Gender oder postmigrantischen Hintergründen ein. Denn Identität ist immer mehrdimensional. Man kann eine religiöse Identität haben, ohne sich als religiös zu definieren oder Teil einer organisierten Religionsgemeinschaft zu sein. Dabei muss man sich auch bewusst sein, dass der Begriff „Religion“ christlich geprägt und oftmals negativ konnotiert ist, deshalb sprechen wir lieber von weltanschaulichem Dialog. In diesem Dialog brechen wir bestehende Bubbles auf, sprechen Leerstellen in der eigenen Perspektive an und kreieren Räume, die Vielstimmigkeit erlauben. Wir meinen damit auf keinen Fall kuschelige Wohlfühlseminare oder sogenannte Safe Spaces, sondern Aushandlungsräume.
CB: Könntet Ihr konkrete Beispiele für solche Aushandlungsräume nennen?
HS: Im Oktober 2022 haben wir das Transalpine Festival durchgeführt. Das Festival fand in München, Wien und Zürich statt und ermöglichte einen tri-nationalen Blick auf die Debatten in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Neben Panelgesprächen nutzen wir insbesondere Kunst als Medium, um Räume zu schaffen, in denen das binäre Denken überwunden werden kann. Eine Veranstaltung widmete sich beispielsweise dem Thema „Rache als Topos jüdischer Selbstermächtigung“. Anhand konkreter Beispiele diskutierten wir mit unseren Gästen, wie man über Generationen hinweg übertragene Traumata, Diskriminierungserfahrungen und zugewiesene Rollen mithilfe von Film, Comic, Lyrik und Popkultur verarbeiten und in eine gestalterische Kraft transformieren kann. Ein weiterer Abend widmete sich dem Thema „Muslim Futurism“. Dabei versuchten wir gemeinsam mit dem Publikum uns eine utopische Zukunft vorzustellen, die frei ist von dominanzkulturellen Vorstellungen, was „der Islam“ ist oder zu sein hat. Dieses Gedankenexperiment erlaubt uns, selbstbestimmt Träume und Zukunftsvisionen zu formulieren, ohne unsere Kreativität durch Fremdzuschreibungen einschränken zu lassen. Es ist wichtig zu erkennen, dass jede Person, die Diskriminierung erfährt, auch handlungsfähig ist und solidarisch mit anderen sein kann. Diese Erkenntnisse erlebbar zu machen, ist das Ziel unserer Arbeit.
DW: Das zentrale Stichwort ist Selbstermächtigung. Denn als Jüdinnen oder Muslime sind wir in dieser Gesellschaft immer bis zu einem gewissen Grad gezwungen, reaktiv zu sein, es wird sehr viel an uns herangetragen – und unsere Arbeit zielt darauf ab, aus diesem reaktiven Modus herauszukommen. Konkret: seit dem 7. Oktober wird das ZIID mit Medien- oder Workshopanfragen überhäuft. Plötzlich wollen alle von uns eine Einordnung. Wir müssen uns aber fragen, wie wir den Diskurs aktiv mitgestalten können. So wollen wir mit unseren Veranstaltungen auch Menschen ein Zuhause geben, die sich ansonsten mit ihren komplexen Identitäten kaum gehört oder gesehen fühlen.
HS: Auch das Thema der Gleichzeitigkeit spielt bei unseren Veranstaltungen immer eine Rolle. Wir können immer selbst Opfer von Diskriminierung sein, aber auch selbst rassistische Diskriminierung reproduzieren. Ich habe beispielsweise mehrere Veranstaltungen zu Antisemitismus, Diskriminierung von Frauen und Queerness in muslimischen Communitys organisiert. Ich spreche bestehende Missstände immer sehr offen an. Bei der öffentlichen Verhandlung dieser Themen, muss man einfach immer auch beachten, dass wir als Minderheiten bei der Aushandlung dieser Inner-community-Debatten sehr verletzlich sind und diese Diskurse und kritischen Stimmen schnell instrumentalisiert werden können.
CB: Ihr arbeitet auch mit Institutionen und Verwaltungen zusammen. Gibt es dazu auch Beispiele?
HS: Wir beraten zum Beispiel verschiedene Stadt-Zürcher Kulturhäuser, Schulen und auch Verwaltungsstellen im Umgang mit Pluralität – dazu gehört auch rassismus- und antisemitismussensible Arbeit. Im Kern handelt unsere Arbeit davon, wie wir die Schweiz zu einer gerechteren oder zumindest zu einer weniger gewaltvollen Gesellschaft für uns alle gestalten können. Gerechtigkeit klingt sehr idealistisch, ist aber ein pragmatischer Ansatz und hat ein konkretes politisches Ziel. Ich kann dabei nicht nur über die Diskriminierung von Muslim:innen sprechen, sondern benötige eine intersektionale Perspektive. Dies bedeutet, dass wir, bevor wir institutionelle und strukturelle Diskriminierung beheben, diese als Gesellschaft erstmal erkennen und anerkennen müssen.
DW: Dass wir so viele Anfragen von Schulen, Museen und Verwaltungen kriegen, ist ja eine positive Entwicklung. Fakt ist aber auch, dass seit dem 7. Oktober plötzlich alle händeringend nach Expert:innen für Antisemitismus suchen, und daran sieht man, dass das Bewusstsein für die verschiedenen Formen von Diskriminierung oder Rassismus stark von politischen Entscheidungen abhängt. Es reicht nicht, beim 7. Oktober anzufangen. Es braucht Ressourcen, um Expertise für eine nachhaltige gesellschaftliche Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit aufzubauen. In der Schweiz fehlt zum Beispiel die Sensibilität für antisemitische Narrative, weil es dazu ganz simpel keine Bildungsarbeit in den Schulen gibt. Antisemitismus fängt hier quasi erst bei Auschwitz an.
CB: Gibt es aus Eurer Sicht Besonderheiten der „religiös und weltanschaulich pluralen Gesellschaft“ in der Schweiz im Vergleich zu anderen europäischen Ländern?
DW: Ich finde, die Schweiz als föderalistischer Staat hat mehr Erfahrung damit, Ambiguitäten auszuhalten und komplexe Identitäten anzuerkennen.
HS: Da gehe ich nicht ganz mit! Um dem starren Entweder-Oder-Denken zu entkommen, reicht der föderale Charakter der Schweiz nicht aus. Es braucht auch die Möglichkeit für konstruktive Auseinandersetzungen, da die Fragmentierung auch zu einem Nebeneinander statt einem Miteinander führen kann. Nichtsdestotrotz ist die ausgeprägte Neigung zur Konsensfindung und die Zurückhaltung gegenüber extremen Positionen seit dem 7. Oktober eine Stärke der Schweiz.
DW: Die Schweiz hat zwar ihre jüngste Geschichte kaum aufgearbeitet, wie man etwa an der Bührle-Debatte sehen konnte. Aber was heißt eigentlich „die Schweizer Geschichte“? Wer gehört alles dazu? Gehören Jüdinnen und Juden dazu? Gehören auch Muslime zur Schweizer Geschichte? In unserer Arbeit geht es oft auch um neue, diversere Perspektiven auf die Erinnerungskultur und die Frage, was die Schweiz als Land ausmacht. Die Erinnerungen und Erfahrungen einzelner Communitys sollen dabei nicht in Konkurrenz zueinander stehen, sondern sich ergänzen und nebeneinander bestehen können, selbst wenn sie manchmal auf den ersten Blick gegensätzlich erscheinen mögen. Das bedeutet, Gleichzeitigkeiten auszuhalten.
CB: Inwiefern hat sich der 7. Oktober auf Eure Netzwerke und Eure intersektionale Perspektive ausgewirkt?
DW: Es gab einerseits sehr schmerzhafte Brüche. Wir haben realisiert, dass wir gerade in der Anti-Rassismus-Arbeit beim Umgang mit Antisemitismus noch nicht so weit sind, da Antisemitismus teils noch in sehr verkürzter Form erkannt und benannt wird. Für Jüdinnen und Juden, die sich gegen Rassismus engagieren, ist diese Erfahrung wirklich bitter. Andererseits kann man sagen, dass diejenigen Netzwerke und Dialogräume, die nach dieser Erschütterung weiterbestehen, eher gestärkt wurden. Es gibt auch nach wie vor Solidarität und Anteilnahme. Auch kam es zu neuen Gefäßen für Solidarität und Anerkennung des gegenseitigen Schmerzes, was schön und bestärkend ist.
HS: Der Druck auf Muslime, sich von Antisemitismus explizit zu distanzieren, der Generalverdacht, alle Muslime seien Antisemiten – beides existiert nicht erst seit dem 7. Oktober, sondern es sind Narrative in unserer Gesellschaft. Es gibt eine Kontinuität von antimuslimischem Rassismus, der sich daran zeigt.
DW: Das gilt auch für die jüdische Seite: Von uns wird auch dauernd verlangt, sich zu äußern, wie man zu Israel oder zur Regierung von Benjamin Netanjahu steht. Minderheiten unterliegen einem Positionierungszwang.
HS: Genau! Der dauernde Zwang zur Positionierung verhindert einen rationalen Diskurs zwischen gleichberechtigten Individuen.
DW: Allerdings muss man sich schon fragen, warum so viele Menschen zum Beispiel auf Instagram, die ansonsten kaum eine Beziehung zur Region haben, plötzlich den Drang fühlen, sich zum Nahostkonflikt zu äußern. Da müsste sich schon jede:r einzelne fragen, aus welchen Gründen man sich wie positioniert.
HS: Ich denke, der Konflikt selbst fungiert für viele als eine Art Leinwand – vor allem Menschen, die biografisch nicht mal direkt betroffen sind, projizieren viel ihre eigenen Erfahrungen hinein. Das entschuldigt auf keinen Fall problematische Aussagen. Es ist aber wichtig, wenn beispielsweise in der Schule muslimische Jugendliche das Bedürfnis haben, über den Konflikt zu sprechen, dieses Bedürfnis wahrgenommen wird. Man sollte sie dort abholen, wo sie stehen mit ihren Fragen, Unsicherheiten und Trauer. Das sagen wir auch Lehrpersonen, die bei uns Beratung aufsuchen. Diese Unterscheidung zwischen einem Bedürfnis über den Konflikt sprechen zu wollen und einer klaren Verurteilung antisemitischer sowie rassistischer Aussagen ist essenziell. Wir müssen klare Grenzen bei abwertenden, anti-pluralistischen sowie absolutistischen Positionen ziehen.
CB: Es gab und gibt in Westeuropa sehr viele Demonstrationen „für Palästina“. Einige wurden verboten oder eingeschränkt, und es werden auch immer wieder Demonstrationsverbote gefordert. Ich kenne persönlich Jüdinnen und Juden, die Angst haben vor diesen Demos, und ehrlich gesagt, fühle ich mich ebenfalls sehr unwohl, wenn ich Parolen höre wie „From the River to the see, Palestine will be free“, so vieldeutig und kontextabhängig sie auch ist. Ich frage mich, was das für die Leute bedeutet, die diese Parole in Basel, Zürich oder Bern rufen. Gleichzeitig verstehe ich die Verzweiflung von jungen Palästinenser:innen. Wie geht Ihr mit dieser Situation um?
DW: Ich bin generell kein Fan von Verboten. Vor allem, wenn die Leute nicht verstehen, weshalb etwas verboten wird oder problematisch ist. Was mir aber auffällt: Es gibt sehr viel Verständnis in rassismuskritischen Kreisen gegenüber dem Verwenden rassistischer Bezeichnungen wie beispielsweise dem M*hren-Kopf. Diese Empathie und dieses Verständnis für die Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden fehlt mir. Ich plädiere nicht dafür, bestimmte Wörter oder Slogans zu verbieten (was unmöglich ist), sondern dafür, bestimmte Verletzlichkeiten und Traumata anzuerkennen. Auch die Parole „From the River to the sea“ würde ich nicht juristisch unterbinden. Aber Menschen, die diesen Spruch aus welchen Gründen auch immer nutzen, müssen anerkennen, dass er für Jüdinnen und Juden existenzbedrohend wirken kann. Es geht darum, sich gegenseitig Wahrnehmungen nicht abzuerkennen, die auf jahrhundertelanger kollektiver Erfahrung beruhen.
HS: Das sehe ich genauso. Wir versuchen in der aktuell hitzigen Debatte genau solche Räume zu schaffen, wo dieses Verständnis und das gegenseitige Anerkennen der eigenen Erfahrungen noch Platz haben.
CB: Den Schmerz der anderen – vielleicht der Gegenseite – anerkennen oder sich sogar empathisch zeigen: Das scheint mir für einen Dialog wichtig. Man spricht oft davon, dass die Empathie fehlt. Wie seht Ihr die Rolle der Empathie allgemein in der Gesellschaft? Aber auch spezifisch bezüglich des Zusammenlebens von muslimischen und jüdischen Communities in Zürich und der Schweiz?
DW: Meine Antwort besteht in einem Appell an die nichtjüdischen und nicht-muslimischen Menschen. Denn Jüdinnen und Muslime sprechen oft aus einer Betroffenheit heraus (wenn eben auch nicht alle Juden Israelis und nicht alle Muslimas Palästinenserinnen sind). Aber es wäre doch eigentlich in erster Linie die Verantwortung der sogenannten Mehrheitsgesellschaft, die selbst nicht betroffen ist von diesen Themen, einen Platz zu halten für ein friedliches Zusammenleben. Nicht nur im Nahen Osten, sondern auch hier. Wenn keine persönliche Betroffenheit da ist, sollte es einfacher sein, sich nicht auch in diese emotionalisierte Stimmung hineinzugeben, sondern sich seiner privilegierten Situation bewusst zu sein und entsprechend Verantwortung zu übernehmen. Auch das kann selbstermächtigend sein für Menschen, die zwar selbst nicht betroffen sind, aber gerne einen Beitrag für ein friedliches Zusammenleben leisten wollen.
HS: Empathie hat viel mit dem Aushalten von Gleichzeitigkeiten zu tun. Es muss möglich sein, in der komplexen Welt, in der wir leben, zwei sich widersprechende Wahrnehmungen anzuerkennen. Wenn wir das tun, bietet sich auf einmal ein sehr großer Raum für Empathie, auch für die Befreiung aus der/einer Opfer-Konkurrenz.
CB: Die plurale Gesellschaft, wie Ihr sie jetzt immer wieder beschrieben habt, besitzt starke Feinde. Die rechtsnationalen Parteien sind in ganz Europa schon länger auf dem Vormarsch. Stellen diese Entwicklungen für Euch eine Bedrohung dar? Oder ignoriert Ihr diese politische Ebene ganz einfach?
HS: Wir sind eine Migrationsgesellschaft. Diese Tatsache ist ohne Gewalt nicht mehr rückgängig zu machen. Wir müssen anerkennen, dass dies eine Gesellschaft für uns alle ist oder für keinen von uns. Eine Fantasie wie die „Remigration“ wird am Ende gegen uns alle gerichtet sein. Für die jüdischen und muslimischen Gemeinschaften bedeutet dies zu verstehen, dass man im gleichen Boot sitzt. Wir überleben nur gemeinsam. In Deutschland haben dies die Attentate von Halle und Hanau gezeigt. Die Rechtsnationalen instrumentalisieren Antisemitismus gerne um gegen Linke, Migrant:innen und geflüchtete Menschen zu hetzen. Gerade darum müssen wir uns alle unserer Leerstellen, die wir alle ausnahmslos haben, bewusstwerden und vermehrt Verbundenheit schaffen. Gerade jüdisch-muslimische Allianzen sind unser Kernanliegen aber auch Schwarze-queerfeministisch-Sinti:zze-Rom:nja-und-wir-sind-viele-mehr-Allianzen.
DW: Damit bin ich einverstanden. Ich sehe nicht die Gefahr nur von rechts oder nur von links. Es schmerzt, wenn der aktuelle Antisemitismus von der Politik missbraucht wird für eigene Machtspiele. Es geht um unsere Existenz als Jüdinnen und Juden hier in der Schweiz und um die Frage, wie wir als plurale Gesellschaft zusammenleben wollen.
CB: Vielen Dank für das Gespräch!
