• Jule Govrin ist Philosophin und forscht an der Schnittstelle von Politischer Theorie, Sozialphilosophie und Ästhetik, aktuell zu dem Topos der Authentizität in der politischen Ideengeschichte der Moderne und Spätmoderne. Neben ihrer akademischen Arbeit ist sie journalistisch tätig, u.a. als Autorin bei 10 nach 8 auf ZEIT Online.

  • Andreas Gehrlach ist Kultur- und Literaturwissenschaftler. Er lehrt und forscht am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin und leitet das Forschungsprojekt zur ‚Kulturgeschichte des Diebstahls‘ an der Universität Tübingen.

Im Jahr 1979 erschien im SPIEGEL ein Inter­view mit Alain de Benoist, in dem der fran­zö­si­sche Theo­rie­fürst der soge­nannten „Nouvelle Droite“ die Kulturen der Grie­chen, Römer, Kelten und Germanen als huma­nere Gesell­schaften pries als dieje­nige der Gegen­wart. Seine Bewun­de­rung begrün­dete er damit, dass „dort der alte Grund­satz natur­ge­ge­bener Ungleich­heit Gültig­keit hatte und die hier­ar­chi­sche Gesell­schaft mit ihrer elitären Ordnung eine natür­liche Recht­fer­ti­gung besaß“. Dieser Satz birgt das poli­ti­sche Programm dessen, was man als „moderne Rechte” bezeichnen kann. Das, was Benoist an dieser Stelle explizit als „natur­ge­ge­bene” Ungleich­heit nennt, ist eine bestimmte Vorstel­lung der Diffe­renz. Sein Diffe­renz­kon­zept unter­scheidet sich von der bekann­teren Diffe­renz­idee, die sich ab den 1960er Jahren an euro­päi­schen Univer­si­täten ausbrei­tete: Während der post­struk­tu­ra­lis­ti­sche Diffe­renz­be­griff hier­ar­chi­sche Ordnungen in Frage stellt, liegt im neoreak­tio­nären Diffe­renz­be­griff das Bestreben, ‘natür­liche’ Ordnungen zu legi­ti­mieren.

1968: Aufbruch aus alten Ordnungen

Nachdem Benoist in den 1950er Jahren Mitglied der Terror­gruppe Jeune Nation war, grün­dete er mit Kame­raden 1968 den Think­tank GRECE (Grou­pement de recherche et d’études pour la civi­li­sa­tion euro­péenne). Der Name verweist laut­ma­le­risch auf die grie­chi­sche Antike, die Benoist als tonan­ge­bende Hoch­kultur anpreist, während er die Moderne in ihren Deka­denz­er­schei­nungen diffa­miert. Die Grün­dung von GRECE gilt als Geburts­stunde der Nouvelle Droite, die sich pole­misch von der tradi­tio­nellen Rechten distan­zierte und Vorbild­cha­rakter für die Formie­rung von Rechten Kräften auch in Deutsch­land hatte, wo Verbin­dungen zu Götz Kubit­schek und zur Iden­ti­tären Bewe­gung bestehen. Die zwei Abgren­zungs­punkte waren die Kolo­ni­al­po­litik einer­seits und der Katho­li­zismus andrer­seits. Der Unab­hän­gig­keits­krieg in Alge­rien von 1954 bis 1962 spal­tete die fran­zö­si­sche Öffent­lich­keit. In dieser Ausein­an­der­set­zung unter­stützte das rechte Lager mehr­heit­lich die Terror­gruppe OAS (Orga­ni­sa­tion de l’armée secrète), die, auch nachdem die fran­zö­si­sche Regie­rung die Unab­hän­gig­keit akzep­tierte, weiterhin verbissen für ihre Idee der weißen Supre­matie in der ehema­ligen Kolonie kämpfte. Dahin­gegen plädierte Benoist in späteren Schriften für eine Entko­lo­ni­sie­rung Alge­riens, jedoch nicht aus huma­nis­ti­schen Motiven, sondern weil ihm eine Tren­nung der Kulturen erstre­bens­werter erschien als die Plura­li­sie­rung der fran­zö­si­schen Gesell­schaft. Zum andern aber vertrat er eine paga­nis­ti­sche, betont nicht-christliche Posi­tion – eine wohl kalku­lierte Provo­ka­tion, da die fran­zö­si­sche Rechte seit der Dreyfus-Affäre und der 1898 gegrün­deten Action Française glei­cher­maßen von Katho­li­zismus, Anti­se­mi­tismus und Mili­ta­rismus geprägt war.

Unzähm­bare Diffe­renzen

Gilles Deleuze vor dem Spiegel; Quelle: goethe.de

Das Grün­dungs­datum von GRECE war 1968 ein Um- und Aufbruch, der weit über die studen­ti­schen und akti­vis­ti­schen Kreise hinaus­ging und die gesamte Gesell­schaft erfasste. Dazu gehörte auch die Entste­hung der post­struk­tu­ra­lis­ti­schen Theo­rie­strö­mung. Einer ihrer promi­nen­testen Vertreter war der Philo­soph Gilles Deleuze, dessen Buch Anti-Ödipus. Kapi­ta­lismus und Schi­zo­phrenie I, 1974 zusammen mit dem Psycho­ana­ly­tiker Félix Guattari verfasst, sich als Mani­fest dieses revo­lu­tio­nären Aufbe­geh­rens begreifen lässt. Bei Deleuze/Guattari wie auch bei Jacques Derrida ist das Konzept der „Diffe­renz“ zentral. Es wandte sich gegen ein Denken der Einheit, der Gleich­för­mig­keit und des „Wesens“ und stellte der angeb­lich onto­lo­gi­schen Ordnung der Welt eine prozes­suale, durch Sprache und Geschichte ständig im Wandel begrif­fene Onto­logie entgegen. Der von Deleuze geprägte Diffe­renz­be­griff zielte darauf ab, die Macht­ka­te­go­rien der Einheit und Iden­tität aufzu­lösen, geschicht­lich sedi­men­tierte Herr­schafts­ver­hält­nisse und soziale Hier­ar­chien zu unter­graben. Damit setzte sein Diffe­renz­be­griff ‚an-archistische‘ Akzente im Umdenken des Poli­ti­schen gegen die alten konser­va­tiven Kräfte sowie gegen ‚hier-archische‘ Diffe­renz­kon­zepte, die ein euro­päi­sches Erbe als anderen Kulturen über­legen abgrenzen wollten.

Bei Deleuze ist Diffe­renz eine Bewe­gung des Werdens und des Wandels. So verstanden, sind Begriffe immens wandelbar, werden aufge­griffen und kippen mitunter in ihr Gegen­teil. Diesem Schicksal unterlag auch der post­struk­tu­ra­lis­ti­sche Diffe­renz­be­griff, der im Verlauf einiger Jahre nicht nur zum neoreak­tio­nären Kampf­be­griff, sondern auch zum neoli­be­ralen Mode­wort wurde. Der heutige neoli­be­rale Vulgärdeleu­zia­nismus nimmt das post­struk­tu­ra­lis­ti­sche Voka­bular auf und arbeitet es zu Zwecken der Wirt­schaft um, während der neurechte Diffe­renz­be­griff alte Hier­ar­chien neu zu recht­fer­tigen versucht.

1984: Aufbruch zu neuen Ordnungen

Jean-Marie Le Pen, 1972; Quelle: youtube.com

1979 wurde vor dem SPIEGEL die fran­zö­si­sche Öffent­lich­keit auf GRECE aufmerksam, da bekannt wurde, dass mehrere Mitglieder der radi­kalen Rechten in der Redak­tion der konser­va­tiven Zeitung Le Figaro tätig waren. Nach diesem Eklat, der zum Ausschluss der Mitar­beiter führte, machte GRECE unver­drossen weiter, denn inzwi­schen gab es einen neuen Bünd­nis­partner: den 1972 unter der Führung von Jean-Marine Le Pen gegrün­deten Front National. Die rechts­ex­treme Partei errang ihren ersten Erfolg in einer Kampagne gegen die wirt­schafts­li­be­ralen Maßnahmen des seit 1981 amtie­renden Präsi­denten François Mitter­rand. Unter dessen sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Regie­rung, die sich zwar auch für Arbeit­neh­mer­rechte einsetzte, entstanden neue Indus­trie­re­gionen, die vieler­orts durch Einwan­de­rung, Bevöl­ke­rungs­zu­wachs und soziale Span­nungen geprägt waren, und genau dort schaffte es der FN, eine bis heute stabile Wähler­basis aufzu­bauen. 1984 schließ­lich, als der FN erst­mals einen nennens­werten Stim­men­an­teil von rund 10% errang, lautete sein Wahl­slogan „Recht auf Diffe­renz“, den sich die Partei nach dem Motto „mit ’68 gegen ’68“ (Leggewie) von anti­ras­sis­ti­schen Gruppen aneig­nete.

Der anti­li­be­rale Gestus, den der FN von Benoist über­nahm, verweist auf eine weitere Konflikt­linie inner­halb der Rechten: die Frage nach der Ökonomie. Benoist wandte sich vehe­ment von Kame­raden ab, die wirt­schafts­li­be­rale Posi­tionen vertraten. Seine Posi­tion ist bis heute dezi­diert anti­li­beral; daher diente der Diffe­renz­be­griff dazu, in gegen­auf­klä­re­ri­scher Tradi­tion Demo­kratie und ökono­mi­schen Libe­ra­lismus mit Unifor­mität und Tota­lität gleich­zu­setzen. Doch diese Fehde zwischen dem rechts­ex­tremen Hard­liner und neoli­be­ralen Wirt­schafts­po­li­tiken täuscht darüber hinweg, dass über den von beiden Seiten verwen­deten Diffe­renz­be­griff sehr wohl Konver­genzen zwischen Rechts­ex­tre­mismus und Neoli­be­ra­lismus sichtbar werden.

Be diffe­rent!

Ab den 1970er Jahren haben sich neoli­be­rale Wirt­schafts­dis­kurse post­struk­tu­ra­lis­ti­sche Ideen und Impulse ange­eignet, um die verkrus­teten Unter­neh­mens­struk­turen flexi­bler zu gestalten und wett­be­werbs­taug­lich in globalen Konkur­renz­dy­na­miken zu machen. Um Menschen zu mobi­li­sieren, müssen die auto­ri­tären und post­de­mo­kra­ti­schen Maßnahmen der neoli­be­ralen Wirt­schafts­po­litik und die damit einher­ge­hende Preka­ri­sie­rung von Arbeits­ver­hält­nissen ideo­lo­gisch einge­fasst werden. Hierfür hat sich der Diffe­renz­be­griff als äußerst zweck­dien­lich erwiesen. Eine der neoli­be­ralen Kern­ideo­lo­gien ist die Behaup­tung, alle kämen mit glei­chen Chancen auf die Welt und könnten durch eigen­ver­ant­wort­li­ches Streben eine privi­le­gierte Posi­tion im Wett­be­werb erringen. Dieser Drang zur Distink­tion verschärft sich im Spät­ka­pi­ta­lismus, der nicht mehr nur stan­dard­mä­ßige, sondern heraus­ra­gende Leis­tungen einfor­dert, und der zudem, philo­so­phisch gespro­chen, das „Singu­läre“ (Reck­witz) feiert und das Allge­meine als profan abtut.

Herren-Hoodie „Be diffe­rent“, grau, 27 Euro; Quelle: trade-stage.de

Der Diffe­renz­be­griff soll Singu­la­rität herstellen, und zwar im Modus der verti­kalen, d.h. hier­ar­chi­schen Diffe­ren­zie­rung. Das gilt durch­gängig von der Arbeits­or­ga­ni­sa­tion bis zur Konsum­kultur, in der die Massen­pro­duk­tion indi­vi­duell zuge­schnit­tenen Waren gewi­chen ist. Das Subjekt selbst muss sich von Anderen abheben, um seine Indi­vi­dua­lität zu behaupten: Make the Diffe­rence! Be diffe­rent! Es sind nicht mehr nur die Klas­sen­schranken, die Pierre Bour­dieu 1979 anhand der „feinen Unter­schiede“ entzif­ferte; die verti­kale Diffe­renz­be­mü­hung soll viel­mehr ein unver­kenn­bares Indi­vi­duum hervor­bringen, das sich von der Masse wie auch von der Klasse „abhebt“. Deshalb ist der neoli­be­rale Diffe­renz­be­griff mit neoreak­tio­närem Denken so kompa­tibel: Wo Ersteres die verti­kale Diffe­ren­zie­rung aus dem Handeln des Subjekts entstehen sieht, weiß die moderne Rechte diese bereits ‚natur­gemäß’ in ihm ange­legt. Die Akzep­tanz und Förde­rung von Hier­ar­chie zwischen Menschen sind dabei Programm, in beiden Fällen ange­trieben von einem letzt­lich sozi­al­dar­wi­nis­tisch geprägten Schlüs­sel­me­cha­nismus.

Ordnungen der Diffe­renz

Klaus Ober­maier, Ars Elec­tro­nica 2004; Quelle: flickr.com

Die Unter­schiede könnten nicht grösser sein: Während es Deleuze um ein liber­täres „Gewimmel von Diffe­renzen, einen Plura­lismus von freien, wilden oder unge­zähmten Diffe­renzen“ ging, will Benoist „dem Chaos eine Form aufzwingen”. Diese Form werde erreicht, indem sich Menschen diffe­ren­zieren und in „Unter-Mensch oder Über-Mensch” sortieren lassen. Benoist kämpft gegen eine Idee des Welt­frie­dens, in dem er ein „Ideal der Wider­spruchs­lo­sig­keit” erkennt, „das zwangs­läufig die Aufhe­bung der Unter­schiede [diffé­rences] in sich schließt”. Er will den Kampf, der Diffe­renzen und Ordnungen herstellt, er will einen „Konflikt der Gegen­sätze”, der Gewinner und Verlierer kennt; sein Denken ähnelt auch darin dem neoli­be­ralen Dogma der konkur­renz­ge­bun­denen Frei­heit des Marktes.

Der neoreak­tio­näre Diffe­renz­be­griff strebt an, Iden­ti­täts­grenzen zu verfes­tigen, während die neoli­be­rale Subjek­ti­vie­rung Iden­tität verflüs­sigt, verhandel- und tauschbar wird. Der entschei­dende Unter­schied zwischen dem post­struk­tu­ra­lis­ti­schen, den neoli­be­ralen und dem reak­tio­nären Diffe­renz­be­griff liegt histo­risch in dem Konzept der Iden­tität begründet. Iden­tität ist eine aufklä­re­ri­sche Kate­gorie, die zur Konsti­tu­tion des kapi­ta­lis­ti­schen Marktes beigetragen hat; zugleich ist sie, auf roman­ti­sche Motive zurück gehend, auch die Kate­gorie, anhand derer rassis­ti­sche Hier­ar­chien legi­ti­miert werden. Insbe­son­dere Herder nimmt die im 19. Jahr­hun­dert moderne Idee der Iden­tität auf und über­trägt sie auf Kollek­tive, die er durch die neu entste­henden Natio­nal­grenzen als Völker defi­niert. Da sich Iden­tität durch Diffe­renz bestimmt, weshalb natio­nale Iden­tität nur im Vergleich zu anderen Völkern ersonnen werden kann, was in west­eu­ro­päi­schen, beson­ders deut­schen Allmachts­fan­ta­sien mündet. Dies hat vor allem zwei Gründe: Erstens, natio­nale und kultu­relle Iden­ti­täten werden im Kontext der kolo­nialen Gewalt­ge­schichte verhan­delt, was bedeutet, dass Iden­tität im abwer­tenden Abgleich mit rassi­fi­zierten Alteri­täts­kon­struk­tionen ausge­han­delt wird. Zwei­tens, dem natio­na­lis­ti­schen Denken (und ebenso der aufklä­re­ri­schen Demo­kra­ti­sie­rung) ist der natio­nal­öko­no­mi­sche Wett­be­werbs­ge­danke einge­schrieben, wodurch sich ideen­ge­schicht­lich zeigt, wie kompa­tibel ökono­mi­sche und reak­tio­näre Diffe­renz­kon­zepte sind.

Während der post­struk­tu­ra­lis­tisch geprägte Diffe­renz­be­griff „hori­zontal“ funk­tio­niert, weil hier­ar­chi­sche Ordnungen ange­fochten werden, und Diffe­renzen zu einer gleich­ran­gigen Hete­ro­ge­nität führen, funk­tio­niert die rechte Idee der Diffe­renz gewis­ser­maßen „vertikal“, in ein unten und oben, in besser und schlechter sortie­rend. Während der post­struk­tu­ra­lis­ti­sche Diffe­renz­be­griff soziale Hier­ar­chien aufzu­lösen versucht, streben der reak­tio­näre und der neoli­be­rale Diffe­renz­be­griff an, diese Hier­ar­chien zu produ­zieren oder zu verfes­tigen.

Während der Neoli­be­ra­lismus sein zuneh­mendes Verzich­ten­können auf Demo­kratie deut­lich zeigt, wirft die Rechte die Maske der „Neuen” Rechten ab. In Frank­reich lässt sich seit 2012 mit der erzka­tho­li­schen und homofeind­li­chen Bewe­gung Manif Pour Tous eine Allianz zwischen ‘Alter Rechter’ und neoreak­tio­nären Posi­tionen fest­stellen. Die moderne Rechte hat das Kriegs­beil begraben, bekennt sich zu einer christ­li­chen Iden­tität, um die islam­feind­liche Hetze voran­zu­treiben, die darin besteht, „der Islam” stehe inkom­pa­tibel diffe­rent zur west­li­chen Zivi­li­sa­tion. Indessen verharrt Benoist als Salon­re­ak­tionär in der Öffent­lich­keit. Seine Nach­folger, ob nun Renaud Camus, der in seiner Verschwö­rungs­theorie über die Beset­zung Frank­reichs durch den Islam fanta­siert, oder Götz Kubit­schek, der von seinem als Rittergut geadelten Bauernhof in Schnell­roda aus im wort­ge­waltig tönenden Pathos schwelgt. Sie betrachten sich als rechte Intel­lek­tu­elle, die in ihren apoka­lyp­ti­schen Ausbrü­chen den Bürger­krieg beschwören wollen. Letzt­lich redu­zieren sich ihre großen Theo­rien auf ein winziges Argu­ment, das ganz und gar nicht neu ist: Sie nehmen eine gesell­schaft­liche Ordnung mit natur­ge­ge­benen Unter­schieden an, und sie streben danach, diese Ordnung aufzu­richten. Um diesen plumpen sozi­al­dar­wi­nis­ti­schen Macht­willen zu durch­schauen, muss man nicht mit Rechten reden.

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  • Andreas Gehrlach ist Kultur- und Literaturwissenschaftler. Er lehrt und forscht am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin und leitet das Forschungsprojekt zur ‚Kulturgeschichte des Diebstahls‘ an der Universität Tübingen.