Zukunft

Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Letzte Gene­ra­tion. Die Rück­kehr des „Problems der Generationen“

Der Begriff der Generation hat gegenwärtig (wieder) Konjunktur. Ein Blick in die wechselvolle Begriffsgeschichte zeigt: Emanzipatorische Kraft und anti-liberaler Subtext liegen in Generationendiskursen oft eng beieinander.

Lob des Verbots

Verbote sind im Zeitalter des Neoliberalismus verpönt. Aber sie werden immer dringender dort, wo es am meisten brennt: in der Klimapolitik

Auf zu neuen Ufern? Der neue Welt­raum­tou­rismus von Musk und Co.

Die Weltraummission Inspiration4 wird als Aufbruch in eine neue Ära der Raumfahrt inszeniert, die für die ganze Menschheit eine bessere Zukunft einläuten soll. Das Marketing der Mission greift auf utopische Narrative zurück, reiht sich aber faktisch in eine koloniale Tradition ohne jedes Interesse für soziale und ökologische Anliegen ein.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

For Future. Zum Problem des voraus­ei­lenden Denkens

Zu den Symptomen einer Krise gehört die Ungewissheit darüber, was die Zukunft bringen wird. Das gilt heute nicht mehr. Mit unseren Gegenwartskrisen gehen wir um, indem wir sie als Dauerzustand denken und in die Zukunft verlängern. Das schafft Orientierung, aber auch Probleme.

„Gezeiten der Wirt­schaft“. Konjunk­tur­pro­gnosen und ihre Inszenierung

Die Unsicherheit in Zeiten von Corona spiegelt sich auch in der Unsicherheit der aktuellen Konjunkturprognosen. Doch waren Konjunkturprognosen jemals „sicher“? Nicht wirklich – und dennoch schaffen sie paradoxerweise seit rund hundert Jahren (vermeintliche) Sicherheit darüber, was die Zukunft bringt.

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Die (un)bedingte Univer­sität. Derridas Vortrag nach zwanzig Jahren

Der französische Philosoph Jacques Derrida (1930-2004) widmete sich in seinen letzten Lebensjahren unter anderem der Frage nach der Zukunft der Universität. In einem Vortrag zur ›unbedingten‹ Universität formulierte er dazu einige Vorschläge. Zeit für eine Relektüre.

Das Vorsor­ge­pa­radox. Beob­ach­tungen zu einem modernen Phänomen in Coronazeiten

Vorsorge ist wichtig und gut. Das zeigt sich vor allem in Zeiten der Pandemie. Doch was ist mit den Gefahren, die Vorsorge erst hervorbringt? Nicht nur Franz Kafka wusste davon – die Geschichte der Moderne ist voll solcher Ambivalenzen.

„Are we being good ances­tors?“: „Zukünf­tige Gene­ra­tionen“ in der poli­ti­schen Debatte der Gegenwart

In der Klimadebatte wird häufig auf die Rechte „zukünftiger Generationen“ verwiesen. Worin diese bestehen, bleibt jedoch oft unklar. Gerade weil „zukünftige Generationen“ ihre Interessen noch nicht selbst artikulieren können, lassen sie sich im politischen Diskurs für völlig unterschiedliche Ziele vereinnahmen.

Rück­kehr in die Zukunft. Welt­raum­ko­lo­ni­sie­rung revisited

Visionen von einer zukünftigen Besiedelung des Weltraums stehen gegenwärtig wieder hoch im Kurs. Es geht dabei um einen Ausweg aus der Klima- und Umweltkrise, aber auch um Utopien des Politischen. Weltraumkolonisierung revisited – zwischen 1977 und der Zukunft im Silicon Valley.

Vergan­gene Zukunft. Über „Blade Runner“, November 2019

Gegenwärtig läuft im Kino der Film „Blade Runner 2049“. Das ging ein wenig schnell, wir sind ja noch gar nicht in jener vergangenen Zukunft angekommen, die uns vielleicht im November 2019 erwarten wird. Grund genug, nochmals zurückzuschauen.

Wozu Gender Studies heute

Die Tradition und Erbschaft der Gender Studies zielt auf ein Denken, das immer wieder festgefahrene Positionen in Frage stellt. Es geht eben nicht darum, eine „Ideologie“ durchzusetzen und Diskussionen zu beenden, sondern um die Möglichkeit, die Welt nochmals anders zu denken.