Zensur
Die abstrakte Malerei des belarusischen Regimes
Die belarusischen Behörden scheinen den Suprematismus für sich entdeckt zu haben. Minsker Häuserwände sehen aus wie abstrakte Gemälde mit Rechtecken und Quadraten. Was sollen uns diese sagen? Über Siarhei Hudzilins Fotoserie „No Words“.
Zwischen Trauma und Traum: Chinas literarische Gegenwart
Fantasy, Science-Fiction und Lyrik spielen in China eine bedeutende Rolle als Werbeträger für staatlichen Nationalismus und social media Unternehmen. Doch Boys-Love Romane werden als Bedrohung der Familienpolitik gesehen, weil sie angeblich die Singlekultur fördern. Moralische Begründungen und juristische Prozesse wegen Pornografie dienen hier oft als Vorwand für politische Kontrolle.
Gegen ein Genderverbot – für gute akademische Praxis
Die Diskussion ums „Gendern“ ist ohne Frage zentraler Brennpunkt eines andauernden „Kulturkampfes“, nicht nur an deutschen Universitäten. Jedoch gehört geschlechterinklusive Sprache zur guten akademischen Praxis, um queere Geschichte schreiben zu können. Sprachverbote stehen damit konträr zur Aufarbeitung der Vergangenheit.
Die Öffentlichkeit von Bibliotheken in den USA
Die USA haben ein bewährtes System öffentlicher Bibliotheken, das dem Bereitstellen und Abbilden aller gesellschaftlicher Diskurse verpflichtet ist. Doch Bürgerinitiativen versuchen zunehmend Einfluss auf die Bibliotheken zu nehmen und Bücher zu entfernen, die nicht in ihr Weltbild passen, vor allem zu Themen wie lgbt und Rassismus. Wohin führt das?
Wer hat Angst vor multikulturellen Kinderbüchern?
Ein Blick in die USA zeigt, dass die Warnung vor linker Cancel Culture und Wokeism in Wirklichkeit eine massive Verbotswelle von Kinder- und Jugendbüchern vorbereitet hat, die über Rassismus und Sexismus aufklären. Philip Nel über Geschichte und Aktualität des konservativen Zensureifers.
Abgeschaltet. Wie das neue Internetgesetz in der Türkei den Journalismus bedroht
Der freie Gebrauch des Internets ist in der Türkei seit Jahren einem wachsenden Zensurdruck ausgesetzt. Das 2020 in Kraft getretene neue Internetgesetz zielt nun aber direkt auf die Sozialen Medien – und bedroht damit die journalistische Arbeit und die Informationsfreiheit frontal.
„Lolita“ ohne Humbert Humbert… Über die Angst, die „Arschlöcher“ könnten aus der Kunst verschwinden
„Tugendwächter“ und „Moralapostel“ sind gerade die Lieblingswörter im nicht mehr nur konservativen Feuilleton. Es wird Kunstzensur gewittert. Proteste einzelner werden als „moralischer Totalitarismus“ gedeutet. Doch was passiert, wenn Protest als Zensur interpretiert wird?
Geht es hier um #Meinungsfreiheit? Ein (etwas längeres) Gespräch
Die Medien und auch alle Social-Media-Feeds werden zurzeit von einer Frage dominiert: Ist die Meinungsfreiheit bedroht? Wir fragen uns: Ist das nicht eine Scheindebatte?







