Wissenschaft
Das Comeback des narrativen Lebenslaufs
In den letzten Jahren haben wissenschaftliche Förderorganisationen ihre Bewerbungsunterlagen von tabellarischen auf narrative Lebensläufe umgestellt. Die Vergangenheit lehrt einiges über die Risiken und Nebenwirkungen dieser Formentscheidung.
Gegen ein Genderverbot – für gute akademische Praxis
Die Diskussion ums „Gendern“ ist ohne Frage zentraler Brennpunkt eines andauernden „Kulturkampfes“, nicht nur an deutschen Universitäten. Jedoch gehört geschlechterinklusive Sprache zur guten akademischen Praxis, um queere Geschichte schreiben zu können. Sprachverbote stehen damit konträr zur Aufarbeitung der Vergangenheit.
Von Mythen und Paradigmen. Graham Hancocks „Ancient Apocalypse“ auf Netflix
Netflix bietet mit der Doku-Serie „Ancient Apocalypse“ dem britischen Investigativjournalisten und Bestsellerautor Graham Hancock die große Bühne für seine umstrittene Rekonstruktion der menschlichen Frühgeschichte. Was ist dran an diesem schillernden Mix aus historischer Wahrheitssuche und verschwörungstheoretischen Argumentationsmustern?
Wissenschaft, Gender und erzwungene Migration: Ein auto-ethnografischer Blick zweier ukrainischer Wissenschaftlerinnen
Erzwungene Migration betrifft weltweit eine ganze Reihe von Akademiker:innen und ihre Forschung. Die Soziologin Olena Strelnyk und die Kulturwissenschaftlerin Mariya Shcherbyna richten ihren Blick auf die eigene Vertreibung aus der Ukraine, die der russische Angriffskrieg verursacht.
Verunmöglichte Forschung? Internationaler Wettbewerb versus transnationale Solidarität im Wissenschafstbetrieb
Auch die Wissenschaft ficht Arbeitskämpfe aus. In Deutschland wurde das Reformvorhaben zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) zurecht von den betroffenen Wissenschaftler:innen abgelehnt. Aber statt der vorgetragenen Sorge um die „internationale Wettbewerbsfähigkeit“ der deutschen Wissenschaft wäre transnationale Solidarität angesichts vielerorts ähnlicher neoliberaler Regierungsmechanismen gefragt.
Zurück! Krise, Kritik, Academia
„Wir machen Tempo!“ Muss es eigentlich immer voran gehen, immer schneller? Plädoyer für ein neues Denken von Wandel und Wissen in Krisenzeiten
Look Up! Klimaforscher:innen als Stars
Wissenschaftler:innen hatten lange einen schlechten Ruf in populären Medien. Nun erhält der Mad Scientist Konkurrenz durch die engagierte, moralisch integre Forscher:in, die bereit ist, für die Wahrheit zu kämpfen.
Das Corona-Virus, eine „soziale Konstruktion“
Sind wissenschaftliche Wahrheiten „relativ“ – oder sind sie es nicht? Gelten die Naturgesetze – oder gelten sie nicht? Solche Fragen, mit denen sich in der Regel nur ein paar Spezialist:innen beschäftigen, bewegen in Zeiten von Corona auch die Medienöffentlichkeit. Also: Wie jetzt?
Die Universität als ästhetisch-digitaler Raum. Ein Gespräch mit Oliver Ruf
Wer an einer Hochschule forscht und lehrt, dürfte spätestens in den vergangenen Monaten einen Großteil der Kommunikation und Arbeit in digitale Räume verlegt haben. Doch was könnte oder sollte dieser Prozess über die bloße Anwendung von elektronischen „Tools“ hinaus bedeuten?
Die Sprache im Auge behalten. Wissenschaftler:innen schreiben für die Öffentlichkeit
„Geschichte der Gegenwart” wird heute fünf Jahre alt! Die Herausgeber:innen sprechen in diesem längeren Gespräch darüber, wie sie und die vielen Autor:innen von GdG sich als Wissenschaftler:innen ganz ohne akademisches Geländer in die öffentliche Debatte einmischen. Zusammengefasst: Es reizt uns immer noch sehr!
Der Mittwoch nach der Wahl
Trump oder Biden – Amerika hat gewählt. Anstelle eines normalen Artikels publizieren wir daher heute nur ein, zwei kurze Bemerkungen von den Herausgeberinnen und Herausgebern über diesen für uns alle wichtigen, ja wegweisenden Augenblick.
„Anything goes“. Paul Feyerabend und die etwas andere Postmoderne
Der Wissenschaftsphilosoph Paul Feyerabend hat 1975 den westlichen „Rationalismus“ einer ätzenden Kritik unterzogen und die Grenze zwischen Wissenschaft und Mythos niedergerissen. Sein „Anything goes“ gilt seither als Parole „der“ Postmoderne – obwohl Feyerabends Kritik der Esoterik viel näher stand als der Dekonstruktion.











