Widerstand

Zeit- und Medi­en­kritik nach Jean-François Lyotard

In einer Reflexion über das „Inhumane“ aus dem Jahr 1988 skizzierte Jean-François Lyotard, Denker der Postmoderne, eine bedenkliche Diagnose seiner Zeit. Schon damals lösten nach ihm wissenschaftliche und mediale Entwicklungen die Gegenwart zunehmend auf. Zu fragen bleibt, wie dieser Vision heute zu begegnen ist.

Lachen im Krieg. Humor als Waffe des Widerstands

Humor stellt Gesellschaft her und macht Hoffnung auf eine andere Zukunft. Leidet eine Bevölkerung unter einer Besatzung, dann gehören frecher Humor und subtiler Sprachwitz zu den Waffen der Unterdrückten, sei es in der Ukraine heute oder im besetzten Frankreich im Zweiten Weltkrieg.

Die Frauen der Rosen­strasse. NS-Widerstand als Problem der NS-Geschichtsschreibung

Wenn Widerstand nicht als solcher anerkannt wird, um das etablierte Bild vom Nationalsozialismus nicht korrigieren zu müssen, läuft etwas schief in der historischen Forschung. Das ist der Fall, wenn es um die Proteste in der Rosentrasse geht.

Frei flie­gende Fäuste. Donald Trumps Adap­tion einer poli­ti­schen Geste

Es ist vorbei. Trump tritt ab und mit ihm seine politische Ikonographie: die Faust. Symbolisierte sie ‚nur‘ seine verdrehte Politik, die den Machthaber zum Unterdrückten stilisiert, oder wird sie als Symbol eines latenten Bürgerkriegs der radikalen Rechten erhalten bleiben?

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Annette und Achille. Was der Deut­sche Buch­preis mit der Causa Mbembe zu tun hat

Der diesjährige Gewinner des Deutschen Buchpreises – Anne Webers „Annette, ein Heldinnenepos“ – erzählt von einer Französin, die gegen die Nazis und nach dem Krieg in Algerien gegen die Kolonialmacht kämpfte. Es wirft eindringlich die Frage nach der Vergleichbarkeit von Nationalsozialismus und Kolonialismus auf.

Flucht als poli­ti­sche Handlungsform

Ist Flucht unpolitisch, ja ein Zeichen von Schwäche? Iris Därmann sagt: im Gegenteil – und erinnert an die vielen Fluchtpraktiken während der Jahrhunderte des transatlantischen Sklavenhandels und in den nord- und südamerikanischen „Gewalträumen“ der Sklaverei. Flucht war nicht nur dort eine hochpolitische Form der Selbstbefreiung.

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„We have a Situa­tion“: Von Hegels Philo­so­phie der #Situa­tion zur poli­ti­schen Kunst heute

Bei dem Wort „Situation“ denkt man an die Sprache amerikanischer TV-Serien, französischer Existentialisten oder deutscher Bürokraten. Dabei hat der Philosoph Hegel schon 1817 eine Theorie der „Situation“ entworfen, die bis heute wichtig ist und politischen Widerstand und zeitgenössische Kunst neu zu denken gibt.

„Frei­heit für Angela Davis!“ – Über den Doppel­sinn eines Slogans

Die Unterstützung von Widerstandsbewegungen in anderen Ländern kann Leben retten. Andererseits wird Widerstand gerne vereinnahmt, auch von jenen, die selbst Andere und Anderes unterdrücken. Über die Solidaritätskampagne für Angela Davis im ehemaligen Ostblock und wie ungarische Künstler darauf reagierten.

Werdet Schwarze Frauen*! Plädoyer für ein mino­ri­täres Bewusstsein

Am Samstag findet in Zürich der Women’s March statt. Lässt sich unter dem Label „Frauen*“ für eine gerechte Welt für alle einstehen? Ja, denn Feminismus ist kein Partikularanliegen von Frauen*, sondern ein universeller Bezugspunkt.

Verkeh­rungen ins Gegen­teil. Zur Karne­va­li­sie­rung von Politik

Rassisten bezeichnen sich als Andersdenkende und Populisten als Dissidenten. Aus Demokratie wird Diktatur und Linke werden zu Faschisten. Was hat es mit diesen Verkehrungen und Verschiebungen in Presse und Politik auf sich?