Sprache
Ist das noch Sprache oder schon autoritäre (Geschlechter-)Politik?
Verbote von geschlechterinklusiver Sprache nehmen immer weiter zu. In den Debatten rund um diese Verbote zeigen sich nicht nur verschiedene Haltungen zur sprachlichen Repräsentation von Geschlecht, sondern autoritäre Geschlechterpolitiken.
Das Unbewusste der Sprache. Freie indirekte Rede und die Rhetorik des „Populismus“
Wie man am ersten und zweiten TV-Duell zur US-amerikanischen Präsidentschaftswahl sehen konnte, versuchen Trump und andere sogenannte Populist*innen um jeden Preis, mit ihrem Sprechen ein sprachliches Unbewusstes zu besetzen. Was folgt aber daraus für die Sprache der Politik?
„Ich hatte immer in meinem Kopf diese Stimme einer poetischen Freiheit“… Philine Bickhardt im Gespräch mit Monika Herceg
Monika Herceg ist die meistprämierte Dichterin aus dem heutigen Kroatien. Im Interview sprechen Philine Bickhardt und Monika Herceg über die Kindheit im Krieg und über das Nutzen der poetischen Stimme im Alltag. Mit zwei erstmals ins Deutsche übersetzten Gedichten.
Das Gewicht der Worte. Antisemitische Gewalt und Öffentlichkeit
Hannah Arendt hielt fest, dass man „sich immer nur als das wehren kann, als was man angegriffen wird.“ Um Antisemitismus in Wort und Tat wirksam zu bekämpfen, muss deshalb auch die spezifisch judenfeindliche Form dieser Gewalt öffentlich anerkannt und benannt werden.
Hört auf mit dem #Klimawandel
Der Begriff „Klimawandel“ ist zu einem Allerweltsbegriff geworden, zu einer leeren Chiffre. Wer „Klimawandel“ sagt, verschleiert Machtverhältnisse und kaschiert die Verursacher.
Nation der Dichter*innen. Was uns ukrainische Lyriker*innen über Krieg und Sprache lehren
Wie lässt sich die Geschichte einer multiethnischen, schon von unzähligen vergangenen Grausamkeiten gezeichneten Nation erzählen – und wie lassen sich die Schrecken des jüngsten Krieges in Worte fassen? Zeitgenössische ukrainische Lyriker*innen glauben, dass ihre Sprache dafür das richtige Gefäß ist.
Die Sprache im Auge behalten. Wissenschaftler:innen schreiben für die Öffentlichkeit
„Geschichte der Gegenwart” wird heute fünf Jahre alt! Die Herausgeber:innen sprechen in diesem längeren Gespräch darüber, wie sie und die vielen Autor:innen von GdG sich als Wissenschaftler:innen ganz ohne akademisches Geländer in die öffentliche Debatte einmischen. Zusammengefasst: Es reizt uns immer noch sehr!
Sinn ohne Wort. Vom „Volksthum“ und anderen „Thumheiten“
Die gegenwärtige Diskussion über ein Fortwirken des Nationalsozialismus in politischen Redeweisen zeigt: Sprache ist politisch. Sie formt Weltbilder. Manchmal stellen Wörter auch dann ein Problem der offenen Gesellschaft dar, wenn sie älter sind als der Nationalsozialismus oder rasseideologische Vorstellungen.
Der Stoff, aus dem Gewaltfantasien sind
Nach den Anschlägen von Halle und Hanau steht die AfD in der Kritik, die geistige Munition für solche Taten zu liefern. Doch was genau macht ihre Rhetorik so gefährlich? Die Antwort findet sich in ihren Opfermythen, die auch ohne Hassrede zu Gewalt einladen.
Höcke oder Hitler? Nationalsozialistische Sprache gestern und heute
Spricht Björn Höcke wie Adolf Hitler? ZDF-Journalisten haben sich darüber mit dem Thüringer AfD-Chef gestritten. Aber welche Rolle spielten Begriffe wie „Lebensraum“ und „Entartung“ für den Nationalsozialismus überhaupt? Und was lässt sich heute an ihnen erkennen? Eine Einordnung.
#Fremdworte
Fremdworte sind Reizworte. Ängstliche Sprachbewahrer glauben, dass mit ihnen die Sprache verfällt, dass das „Abendland“ untergeht und das Binnen-I die Freiheit bedroht. Sie verstehen nicht, dass in der Sprache Neues und Altes sich mischen und Eigenes und Fremdes nicht zu unterscheiden sind.
Unreine Wahrheiten. Wie der antirassistische Konsens bewahrt werden kann
Der demokratische und antirassistische Konsens der europäischen Demokratien ist in Gefahr. Wie lässt er sich bewahren? Ein 50 Jahre alter Text des Dramatikers Heiner Müller macht dazu einen bedenkenswerten Vorschlag.











