Schweiz

Lachen über die Grenze

Mit Frisurkopftüchern, subversiven Tapeten, einer utopischen Karaokebox oder einem mit Skype-Protokollen beschrifteten Hochzeitskleid denken KünstlerInnen zwischen Europa und Asien darüber nach, was uns eigentlich verbindet und was uns trennt. Ein Gespräch mit Inke Arns und Thibaut de Ruyter.

und

Ein zu Recht umstrit­tenes Medium! Fern­seh­kritik und demo­kra­ti­sche Meinungs­bil­dung in der Schweiz

Das Schweizer Fernsehen ist seit seiner Einführung immer wieder kritisch diskutiert worden – zu Recht. Die No-Billag-Initiative befeuert die Debatte, die für die schweizerische Demokratie konstitutiv ist. Zugleich will sie die Debatte aber nicht fortführen, sondern beenden – ein Fehler.

„Mir fehlt der Arm, wenn mir die Waffe fehlt.“ Die Gleich­set­zung von Frei­heit und Waffen­be­sitz ist ein gefähr­li­cher Anachronismus

In der Schweiz schwelt ein neuer Konflikt mit der EU. Die Armeewaffe „Sturmgewehr 90“, gelagert im heimischen Kleiderschrank und zugleich Lieblingswaffe der Sportschützen, ist mit dem verschärften europäischen Waffenrecht nicht kompatibel. Die Waffenlobby rüstet zum Kampf – allerdings mit schlechten Argumenten.

99 Jahre Erin­ne­rung an den Landesstreik

Kurz vor dem 100. Jahrestag brechen die Debatten um die Bedeutung des Schweizer Landesstreiks wieder auf – nicht zum ersten und wahrscheinlich auch nicht zum letzten Mal. Die Ereignisse im November 1918 sind bis heute ein Gefechtsfeld helvetischer Geschichtspolitik.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Was tun gegen den radi­kalen Islam?

Ehrlich wäre: auf Geschäfte mit der saudiarabischen Schutzmacht des Terrors zu verzichten. Demokratisch wäre: die Schweiz vermehrt auch aus muslimischer Perspektive zu betrachten. Höchste Zeit wäre: der muslimischen Schweiz für ihren jahrzehntelangen Beitrag zu Sicherheit und Wohlstand zu danken.

„Arsch huh, Zäng ussen­ander!“ Die AfD, die SVP und was jetzt zu tun ist.

Der Einzug der AfD in den Bundestag war zu erwarten. Er verändert die Parteienlandschaft, aber er ist nicht Ausdruck eines Rechtsrucks der Gesellschaft. Ein vergleichender Blick auf die Rechtsnationalen in der Schweiz hilft bei der Frage, was jetzt zu tun ist.

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Was kostet ein Gletscher?

Die Gletscher in den Alpen verschwinden langsam, aber sicher. Der Permafrost taut auf, Bergstürze wie jener von Bondo bedrohen Dörfer und Verkehrswege im Alpenraum. Die wegschmelzenden Gletscher könnten helfen, die Kosten des globalen Klimawandels abzuschätzen – und zum politischen Handeln motivieren.

Pola­ri­sierte Schweiz. Das poli­ti­sche System der Eidge­nos­sen­schaft wird immer widersprüchlicher

In der Schweizer Politik klaffen institutionelle und strategische Handlungslogiken zunehmend auseinander. Die auf Verhandlung und Kompromissen basierende Konkordanzdemokratie wird von der polarisierenden direkten Demokratie immer mehr ausgehebelt. Die Unberechenbarkeit der Politik bedroht die Reformfähigkeit der Schweiz.

Denk­bar­rieren des Sonder­falls. Die verges­senen Schweizer Opfer der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Verfolgung

Zu den Opfern der NS-Verfolgung gehörten auch Schweizerinnen und Schweizer. Über die meisten von ihnen ist heute kaum etwas bekannt. Ein Grund dafür sind Denkbarrieren aus der Zeit des Kalten Krieges. Warum es wichtig ist, dass wir uns an diese Schicksale erinnern.

Demo­kratie und inter­na­tio­nale Koope­ra­tion. Das tiefere Problem hinter der „Selbst­be­stim­mungs­in­i­ta­tive“

Die Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter“ wird wegen „technischer“ Mängel und menschenrechtlicher Fragwürdigkeit bekämpft. Weitgehend undiskutiert bleibt das grundlegendere Problem, dass sie im Kern eine Reaktion auf erodierende nationale Politikspielräume ist – und Symptom eines Megatrends, auf den es keine einfachen Antworten gibt.

Die Schweiz als ‚Erfolgs­mo­dell‘? Patrio­tisch korrekte Geschichts­schrei­bung und die Illu­sionen der Souveränität

Die Schweiz sei eine „Erfolgsgeschichte“. So steht es in Parteiprogrammen, Leitartikeln und öffentlichen Geschichtsdarstellungen. In der populären und politischen Geschichtskultur der Schweiz breiten sich Formen der patriotic correctness aus, die noch kaum Beachtung und Kritik erfahren haben.

Südafrika am Schei­deweg. Erfüllen sich jetzt die Forde­rungen der Apartheidopfer?

Der Apartheidstaat konnte sich auch dank seiner guten Beziehungen zur Schweiz so lange halten. Zwei Jahrzehnte nach dem Übergang zur Demokratie leiden die Apartheidopfer immer noch an ihren Verletzungen. Die Schweiz sollte auf ihre Forderungen hören.