Revolution
Islamic Ambitions and Imperial Imaginations: The Iranian Revolution in the longue durée
Since the US and Israel attacked Iran, news has been flooding the public sphere every minute: confusing statements from politicians, contradictory assessments from commentators, and heated opinions on social media. In his analysis, Hamid R. Ekbia outlines areas of tension within the resistance and protest movements that cannot be reduced to a simple juxtaposition of left-wing opposition and pro-monarchist movements. Despite all the anger and grief, he recommends a moment of pause and distance to understand what motivates the brave people of Iran, why they are fighting, and what they have been fighting for so long.
Islamische Ambitionen und imperiale Vorstellungen: Die iranische Revolution in der longue durée
Seitdem die USA und Israel den Iran angegriffen haben, fluten Nachrichten im Minutentakt den Raum der öffentlichen Aufmerksamkeit: verwirrende Verlautbarungen von Politiker:innen, widersprüchliche Einschätzungen von Kommentator:innen und aufgeheizte Stellungnahmen in den Sozialen Medien. Hamid R. Ekbia umreisst in seiner Analyse Spannungsfelder innerhalb der Widerstands- und Protestbewegungen, die sich nicht auf eine einfache Gegenüberstellung von linker Opposition und pro-monarchistische Bewegung reduzieren lassen. Trotz aller Wut und Trauer empfiehlt er einen Moment des Innenhaltens und der Distanz, um zu verstehen, was die tapferen Menschen im Iran bewegt, warum und wofür sie schon so lange kämpfen.
„mit dem drachen darf man nicht in der sprache der gewalt sprechen“ – Iryna Herasimovich im Gespräch mit dem Dichter und Verleger Dmitri Strozew
Im Sommer vor genau vier Jahren schuf gerade Poesie in Belarus eine gemeinsame Sprache für die Protestierenden. Einzelne Gedichte verbreiteten sich rasant und konnten Erlebnisse, Eindrücke, Stimmungen, Erwartungen und Überlegungen für alle zugänglich machen. Iryna Herasimovich im Gespräch mit dem Lyriker und Verleger Dmitri Strozew über die Rolle der Lyrik während der Revolution und im Exil.
Revolution, Reform, Umkehr: Der Fall Iran
Trotz brutaler Repression halten die Proteste im Iran weiterhin an. Der herrschende Klerus kann die „Massen“ nicht mehr hinter sich sammeln, wie er das seit dem 18. Jahrhundert immer wieder erfolgreich getan hat. Doch was sind die Perspektiven und die Gefahren der gegenwärtigen Revolution?
Revolution, Reform, and Reversal: The Case of Iran
Despite brutal repression, protests in Iran continue. The ruling clergy can no longer rally the “masses” behind it, as it has done successfully time and again since the 18th century. But what are the prospects and dangers of the current revolution?
Trauer als Widerstand. Über ein Symbol der revolutionären Bewegung „Frau Leben Freiheit“
Die Proteste im Iran begannen mit einem revolutionären Akt des Trauerns, der zum Symbol der Bewegung wurde: das Abschneiden der Haare. Die Prostestierenden antworten damit auf ein Regime, das nicht jedem Toten erlaubt, betrauert zu werden.
Wie erinnerungswürdig ist der Kommunismus? Zur geplanten Rekonstruktion des Revolutionsdenkmals von Mies van der Rohe
In den Diskussionen über Erinnerungspolitik und Gedenkstättenarchitektur geht es auch um das von den Nazis zerstörte Revolutionsdenkmal. Doch die Forderung nach seiner Rekonstruktion ist nicht frei von den Fallstricken, die mit der Frage nach der Erinnerungswürdigkeit des Kommunismus verknüpft sind.
Jenseits der Legende vom guten Deutschen: Carl Schurz in den USA
Der 1848er-Revolutionär und spätere US-Politiker Carl Schurz gilt in Deutschland als Held und demokratisches Vorbild. Unter den Tisch fällt dabei sein Anteil in der Etablierung der Rassentrennung in den US-Südstaaten und dem versuchten Ethnozid an indigenen Gemeinschaften.
Nationaler Internationalismus? Der Jüdische Arbeiterbund zwischen Nation und Klasse
Intersektionalität stellt linke Bewegungen oft vor Herausforderungen. Wie kann man die Anliegen einzelner Communities verfechten, ohne die Einheit der Bewegung zu gefährden? Neu ist dieses Dilemma allerdings nicht. Schon im Zarenreich dachten jüdische Revolutionär:innen über seine Lösung nach.
National Internationalism? The Jewish Labor Bund between Nation and Class
Intersectionality has posed a challenge for leftist movements attempting to advance the cause of specific groups without losing sight of the intercommunal unity they need to succeed. How can a party of Russian Jewish revolutionaries help us square this circle?
„Die Hoffnung kann nur im Dialog liegen“. Ein Gespräch mit dem belarusischen Schriftsteller Artur Klinaŭ
Vor kurzem ist Artur Klinaŭs Buch „Acht Tage Revolution“ bei Suhrkamp erschienen, ein Buch über die Revolution in Belarus. Iryna Herasimovich, die Belarus im Frühling verlassen hat, fragt Klinaŭ, wie er die Revolution erlebt hat, wie man darüber schreiben kann und wie es nun weitergehen soll.
Briefe an Swetlana Alexijewitsch
Mit einem emotionalen Brief hat sich die belarusische Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch an die Öffentlichkeit und an ihre russischen Kolleg:innen gewandt und gefragt, warum sie zu den Vorfällen in Belarus schweigen? Die Antworten ließen nicht lange auf sich warten…









