Pandemie

Verletz­bar­keit von Menschen mit Behin­de­rungen im Spiegel der Pandemie

Die Pandemie hat Menschen mit Behinderungen als „besonders vulnerable Gruppe“ kurzfristig in die Aufmerksamkeit gerückt. Doch sie hat lediglich schlaglichtartig sichtbar gemacht, was häufig nicht wahrgenommen wird – dass deren Existenz immer noch in vielerlei Hinsichten eine prekäre und gefährdete ist.

#Vulnerabi­lität. Ein Schlüs­sel­be­griff in Zeiten der Pandemie

Seit der Pandemie bildet der Begriff der Vulnerabilität ein beliebtes politisches Schlagwort. Doch die Verwundbarkeitsdiskurse der Politik verschleiern Ungleichheiten und Machtverhältnisse. Wie kann man Vulnerabilität anders denken – als Schlüsselbegriff eines solidarischen Miteinanders?

Mit dem Virus leben. Poli­tiken der Sorge in der Pandemie

Das zentrale Argument für die Corona-Impfung ist die Verletzlichkeit und das Wohlergehen der anderen. Das Beharren auf der eigenen körperlichen Unversehrtheit findet seine Grenze folglich dort, wo die Verweigerung der Impfung die Gesundheit und das Leben der anderen bedroht.

Das Jahr­hun­dert der Pande­mien. Ein Gespräch mit Mark Honigsbaum

Der Medizinhistoriker Mark Honigsbaum spricht von einem „Jahrhundert der Pandemien“, das sich von der Spanischen Grippe 1918 bis in unsere Corona-bedingte Gegenwart zieht. Im Gespräch mit Philipp Sarasin erklärt er, warum wir uns immer nur auf die eben erst vergangene Pandemie vorbreiten.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

#Dich­te­stress – Zur poli­ti­schen Geschichte eines gegen­wär­tigen Gefühls

Vor kurzem noch ein politischer Kampfbegriff, bezeichnet „Dichtestress“ seit der Pandemie vor allem den Anstieg psychosozialer Belastungen im Privatraum. Die politischen Vektoren des Sprechens über Dichtestress sind jedoch keinesfalls verschwunden.

Welche Therapie für wen? Globale Krank­heiten und ihr kolo­nialer Schatten

Die Coronapandemie hat die ganze Welt erfasst. Doch ihre Bekämpfung prägen die alten Ungleichheiten zwischen Globalem Norden und Globalem Süden. Ein Blick in die Geschichte frühere Pandemien zeigt, inwieweit Krankheiten wirklich „global“ sind und wie wir darauf reagieren sollten.

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Impf­stoff und Gerech­tig­keit – mit Karel Čapek

Der tschechische Autor Karel Čapek hat im Theaterstück „Die weiße Krankheit“ von 1937 einiges von der Corona-Pandemie vorweggenommen. Das eigentliche Drama beginnt allerdings, als ein Medikament gegen die Infektion entdeckt wird.

Nachruf auf die Corona-Helden

Wo sind sie hin, die Helden der vergangenen Monate? Die Kassiererinnen sitzen weiter an der Kasse, Pfleger und Pflegerinnen sind so schlecht bezahlt wie eh und je, und ein paar großmäulige Politiker haben sich gründlich blamiert. Was bleibt vom Heldenfieber, das die Gesellschaften kurz schüttelte?

Das Vorsor­ge­pa­radox. Beob­ach­tungen zu einem modernen Phänomen in Coronazeiten

Vorsorge ist wichtig und gut. Das zeigt sich vor allem in Zeiten der Pandemie. Doch was ist mit den Gefahren, die Vorsorge erst hervorbringt? Nicht nur Franz Kafka wusste davon – die Geschichte der Moderne ist voll solcher Ambivalenzen.

Verfrem­dung durch Wirklichkeit

Ohne Verfremdung keine Kunst, ohne Distanz keine Kritik, so hiess es in der Literatur und im Theater des 20. Jahrhunderts. Aber was, wenn es die Wirklichkeit selbst ist, die die Wahrnehmung verändert und die Verfremdung - wie jetzt in der Pandemie - regelrecht erzwingt?

Krisen­zeiten: Zur Infla­tion eines Begriffs

Der Krisenbegriff erlebt eine Art von Inflation: Eine Krise geht zu Ende, sobald die nächste Krise ausgerufen wird. Krise ist ein Ausrufezeichen, das uns lauter Fragezeichen beschert: Thomas Macho leuchtet den Raum zwischen beiden aus und holt ans Licht, was der Krisenbegriff meint – und was er mit uns macht.

World Health Organization, CC BY-SA 3.0 IGO, CC BY-SA 3.0 IGO via Wikimedia Commons

Unzu­rei­chend, aber unent­behr­lich. Die WHO und die Geschichte der globalen Gesundheit

Die USA kritisieren die WHO scharf: Präsident Trump wirft ihr eine mangelnde Distanz gegenüber China vor. Doch diese Haltung ist nichts Neues. Die USA standen vielmehr seit Gründung der UNO meist im Widerspruch zum politischen Internationalismus der WHO und ihren Gesundheitsprogrammen.

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