Palästina
Israel/Palästina im Frühling 2025: eine historische Einordnung
Seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 ist der so genannte Nahostkonflikt noch einmal eskaliert. Die israelische Armee hat den Gazastreifen fast vollständig zerstört. Die Katastrophe hat verschiedene politische Gründe: die radikalisierte israelische Besatzungspolitik, die Weigerung v.a. des Likuds, einer politischen Lösung Hand zu bieten, die Schwächung der Palästinensischen Autonomiebehörde und die Stärkung und Radikalisierung der Hamas.
From the River to the Sea gibt’s viel Raum für Interpretationen.
Der Slogan „From the river to the sea palestine will be free“, der auf Demonstrationen in Europa und Nordamerika skandiert wird, ist weitaus vieldeutiger, als es scheint. Ihn pauschal als antisemitisch zu verurteilen, führt in die Irre.
Ambivalenzen politischer Antisemitismus-Bekämpfung
Masha Gessens Artikel »In the Shadow of the Holocaust« zieht einen vieldeutigen Vergleich zwischen Gaza und den Ghettos der Nazis. Aus diesem Grund wird die Verleihung des Hannah-Arendt-Preises an Gessen stark kritisiert – doch die Fragen, die der Artikel aufwirft, müssen von einer demokratischen Öffentlichkeit diskutiert werden können.
#Staatsräson. Zum Gebrauch des Begriffs nach dem 7. Oktober
Israels Existenz und Sicherheit gelten als „deutsche Staatsräson“. Nach dem 7. Oktober kann das eigentlich keine Leerformel mehr sein – doch was bedeutet sie? Und welche außen- und innenpolitischen Probleme erzeugt die Rede von der „Staatsräson“?
Das Böse. Ein Blick in den Abgrund
Die Hamas ist eine terroristische Organisation, Netanjahu ein katastrophaler Politiker. Beide gaben dem Bösen Raum, was zum Massaker am 7. Oktober 2023 und zum darauffolgenden Krieg in Gaza führte. Doch was ist das Böse? Und wie kann man ihm begegnen?
Bad Memory. Die deutsche Vergangenheitsbewältigung am Scheideweg
Die Welt rühmt Deutschland für seine Aufarbeitung des Holocaust. Aber die Vergangenheitsbewältigung ist zu einem Instrument der Ausgrenzung geworden. – Dieser Text ist die etwas gekürzte Fassung der redaktionellen Kolumne „Responsa“ von Jewish Currents und erscheint zeitgleich in JC und auf GdG.
Über die Nakba sprechen lernen
Um eine stabile jüdische Mehrheit zu sichern, vertrieb Israel bei seiner Gründung hunderttausende Palästinenser:innen. Das Geschehen von 1948 ist wie ein Brennglas für aktuelle Fragen: nach der Zukunft eines jüdisch definierten Staates und nach der Utopie eines gleichberechtigten Einheimischseins.
Die falschen Lehren aus dem Holocaust
Man muss den Kampf gegen den Antisemitismus ernst nehmen. Aber diese Aufgabe darf die Unterdrückung der Palästinenser durch Israel nicht verdecken. Ein Kommentar.
Die documenta15, Indonesien und das Problem geschlossener Welten
Der berechtigte Antisemitismus-Vorwurf gegen das indonesische Künstlerkollektiv Taring Padi auf der documenta15 wird international diskutiert. Doch wie kann man aus der Dialektik von Anklage und Verteidigung herausfinden und die „geschlossenen Welten“ zwischen Norden und Süden öffnen?
Wer war Khalil Sakakini? Eine Tagebuchreise nach Palästina
Der Documenta wird Antisemitismus vorgeworfen. Angeblich sei Khalil Sakakini, der Namengeber des Khalil Sakakini Cultural Center, aus dem die eingeladene palästinischen Künstlergruppe hervorgegangen ist, Nazi-Anhänger gewesen. Aber stimmt das denn auch – und wie kommt ein solches Gerücht zustande?
Holocaust-Gedenken, Antisemitismus und Menschenrechte
Das Gedenken an den Holocaust verbindet sich auch mit dem Anspruch, Antisemitismus zu erkennen und zu bekämpfen. Schließt das Kritik an Israel aus? Der israelische Historiker Alon Confino sieht in der gegenwärtigen deutschen Erinnerungspolitik ein Problem, das dringend gelöst werden muss.











