Nationalismus

„Anti-Russland“? Die Ukraine als poli­ti­sches Projekt

Vladimir Putin legitimiert seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine unter anderem mit dem Kampf gegen den dort vermeintlich weitverbreiteten extremen Nationalismus. Tatsächlich war der ukrainische Nationalismus dem russischen Staat immer ein Dorn im Auge – vor allem aber aufgrund seiner emanzipatorischen Eigenschaften.

Belgrader Reise­be­richt: Nacht­wölfe, Vladimir Putin und die rote Fahne des Kommunismus

Miljenko Jergović fährt nach Kriegsbeginn von Zagreb nach Belgrad und findet sich zwischen den mentalen Fronten und den Nachtwölfen wieder, dem 1989 gegründeten ultranationalistischen, ultraorthodoxen Bikerclub, der seit Jahren vom Kreml finanziert gegen die russische Opposition, gegen den Euromaidan, für die Annexion der Krym und jetzt für den Krieg demonstriert.

Kampf um den Regen­bogen – Zur (Un-) Sicht­bar­ma­chung der LGBT*-Bewegung in Polen

Die homophobe Politik hat in Polen einen regelrechten „Krieg der Bilder“ entfacht, in dem die Regenbogenfahne, Symbol der globalen LGBT*-Bewegung, zum Feindbild eines eng gefassten Nationskonzeptes geworden ist.

Die Poli­ti­sie­rungs­ma­schine. Inter­na­tio­nale Kultur­po­litik und Bürger­krieg in Äthiopien

Der äthiopische Bürgerkrieg um die Provinz Tigray ist nicht nur ein „lokaler“ ethno-nationalistischer Konflikt um Souveränitäts- und Territorialansprüche irgendwo im fernen Afrika. Ganz im Gegenteil: Der aggressive Nationalismus der äthiopischen Eliten wird seit Jahrzehnten auch durch die internationale Kulturpolitik befeuert.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Über Diktatoren, Ukrainer und „Garnisonsstaaten“. Einige historische Überlegungen zu den Lehren aus den 1930er Jahren
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  • Über Diktatoren, Ukrainer und „Garnisonsstaaten“. Einige historische Überlegungen zu den Lehren aus den 1930er Jahren

    Über Diktatoren, Ukrainer und „Garnisonsstaaten“. Einige historische Überlegungen zu den Lehren aus den 1930er Jahren

    May 15, 2022 • 16:08

    Welche Lehren lassen sich aus der Zwischenkriegszeit ziehen? Angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hilft ein Blick auf Haltungen und Handlungen von drei prominenten Politiken, die auf den Faschismus reagierten: Chamberlain, Churchill und Roosevelt.

  • Das Credo der Gewaltlosigkeit. Eine Kritik

    Das Credo der Gewaltlosigkeit. Eine Kritik

    May 1, 2022 • 17:18

    Die Friedensbewegung erfährt in Deutschland gerade scharfe Kritik an ihrem Widerstand gegen Waffenlieferungen an die Ukraine. Doch wer das Credo der Gewaltlosigkeit und dessen Effekte verstehen will, sollte sich nicht an der Friedensbewegung festbeissen.

  • Jenseits der Legende vom guten Deutschen: Carl Schurz in den USA

    Jenseits der Legende vom guten Deutschen: Carl Schurz in den USA

    Apr 24, 2022 • 16:25

    Der 1848er-Revolutionär und spätere US-Politiker Carl Schurz gilt in Deutschland als Held und demokratisches Vorbild. Unter den Tisch fällt dabei sein Anteil in der Etablierung der Rassentrennung in den US-Südstaaten und dem versuchten Ethnozid an indigenen Gemeinschaften.

  • Imperiale Phantomschmerzen: Neue russische Blicke auf Alaska

    Imperiale Phantomschmerzen: Neue russische Blicke auf Alaska

    Apr 10, 2022 • 10:56

    Vladimir Putins offenkundiges Bestreben, mit schiefen historischen Thesen, aggressiver Propaganda und brutaler Gewalt ein neues russisches Großreich zu errichten, beschränkt sich nicht auf die Ukraine. Seit einiger Zeit richten sich die begehrlichen Blicke der russischen Ultranationalisten sogar auf Alaska.

  • Belgrader Reisebericht: Nachtwölfe, Vladimir Putin und die rote Fahne des Kommunismus

    Belgrader Reisebericht: Nachtwölfe, Vladimir Putin und die rote Fahne des Kommunismus

    Apr 3, 2022 • 11:10

    Miljenko Jergović fährt nach Kriegsbeginn von Zagreb nach Belgrad und findet sich zwischen den mentalen Fronten und den Nachtwölfen wieder, dem 1989 gegründeten ultranationalistischen, ultraorthodoxen Bikerclub, der seit Jahren vom Kreml finanziert gegen die russische Opposition, gegen den Euromaidan, für die Annexion der Krym und jetzt für den Krieg demonstriert.

  • Berliner Antisemitismusstreit 2.0? Cancel und Context auf Straßen und Plätzen

    Berliner Antisemitismusstreit 2.0? Cancel und Context auf Straßen und Plätzen

    Mar 27, 2022 • 13:12

    In Berlin wird die Umbenennung von Straßennamen diskutiert. Dabei geht es um altbekannte Antisemiten wie Martin Luther und Richard Wagner, aber auch um Denker wie Karl Marx. Wie sinnvoll sind diese Bemühungen, die Geschichtsschreibung durch Straßenumbenennungen zu beeinflussen?

  • Mein Körper gehört mir? Body Politics in Zeiten von Corona

    Mein Körper gehört mir? Body Politics in Zeiten von Corona

    Mar 20, 2022 • 12:04

    Die Proteste gegen Maßnahmen zur Abwehr der Coronapandemie werden zuweilen mit bekannten Slogans der feministischen Body Politics befeuert. Es geht um das Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Der Beitrag beleuchtet, inwieweit die Politisierung von Körper(n) zwischen Individualisierung und kollektiven Forderungen changiert.

  • Depression, Antisemitismus und Geschichtsschreibung: In Erinnerung an Evelien Gans

    Depression, Antisemitismus und Geschichtsschreibung: In Erinnerung an Evelien Gans

    Feb 20, 2022 • 15:35

    Die Historikerin Evelien Gans war eine profilierte Antisemitismus- und Holocaust-Forscherin. 2018 nahm sie sich das Leben. Das hatte viele Ursachen, fordert uns aber auch heraus, über die Zumutungen der akademischen Kultur nachzudenken.

  • Look Up! Klimaforscher:innen als Stars

    Look Up! Klimaforscher:innen als Stars

    Feb 13, 2022 • 13:49

    Wissenschaftler:innen hatten lange einen schlechten Ruf in populären Medien. Nun erhält der Mad Scientist Konkurrenz durch die engagierte, moralisch integre Forscher:in, die bereit ist, für die Wahrheit zu kämpfen.

  • Mit dem Virus leben. Politiken der Sorge in der Pandemie

    Mit dem Virus leben. Politiken der Sorge in der Pandemie

    Feb 6, 2022 • 15:16

    Das zentrale Argument für die Corona-Impfung ist die Verletzlichkeit und das Wohlergehen der anderen. Das Beharren auf der eigenen körperlichen Unversehrtheit findet seine Grenze folglich dort, wo die Verweigerung der Impfung die Gesundheit und das Leben der anderen bedroht.

Die Bedro­hung der akade­mi­schen Frei­heit in Indien

Seit seiner Machtübernahme im Jahr 2014 hat Indiens hindu-nationalistisches Regime die Räume der politischen und akademischen Freiheit immer weiter beschnitten. Seine jüngsten Schritte zeigen die anhaltende Tendenz, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen und seine engen Ansichten über Geschichte und Gesellschaft durchzusetzen.

Ende der #Globa­li­sie­rung? Eine histo­ri­sche Perspektive

Mit der Corona-Pandemie scheint der Nationalismus zurückgekehrt und das „Ende der Globalisierung“ gekommen. Nation und Globalisierung sind jedoch kein Widerspruch, sondern stehen in einem engen Wechselverhältnis.

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Zerbricht der Brexit das Verei­nigte König­reich? Natio­na­lismus und Auto­no­mie­streben in Groß­bri­tan­nien seit 1977

Der Brexit scheint die britische Politik vor eine neue Aufgabe zu stellen: das Vereinigte Königreich zusammenzuhalten. Doch die Sorge vor einem „Break-up of Britain“ ist älter und die Versuche, die Einheit zu bewahren, haben selbst zum britischen EU-Austritt beigetragen.

Die italie­ni­sche Ausnahme. Cris­to­foro Colombo in Genua

Am 12. Oktober, dem „Kolumbus-Tag“, war es in Genua ruhig. Niemand hat die Statue des Genueser Seefahrers angegriffen, Diskussionen über seine Rolle als Erzkolonialist gab es – anders als etwa in den USA – hier nicht. Wie ist diese italienische Ausnahme zu erklären?

Die Nation in Zeiten von Corona. Zeit­ge­schichts­for­schung auf dem Prüfstand

Die Corona-Pandemie ist global. Zugleich haben wir in Europa die Wucht des Nationalen lange nicht so stark gespürt wie in den ersten Wochen der Krise. Die Zeitgeschichtsforschung ist gefordert, das Verhältnis von Nation, Region und globaler Vernetzung neu zu denken.

Die „Völker­wan­de­rung“ kennt keine Völker

Die Bilder aus der Nibelungensage, mit Dietrich von Bern, dem grimmigen Hagen und dem tückischen Hunnenkönig Etzel prägten über Jahrhunderte das Bild der „Völkerwanderung“. Heute scheinen sie sich auf „Migration“ zu reimen. Doch was fand tatsächlich hinter dieser Historientapete statt?

Sinn ohne Wort. Vom „Volks­thum“ und anderen „Thum­heiten“

Die gegenwärtige Diskussion über ein Fortwirken des Nationalsozialismus in politischen Redeweisen zeigt: Sprache ist politisch. Sie formt Weltbilder. Manchmal stellen Wörter auch dann ein Problem der offenen Gesellschaft dar, wenn sie älter sind als der Nationalsozialismus oder rasseideologische Vorstellungen.

Wohin steuert die grösste Demo­kratie der Welt? Indiens poli­ti­sche Zukunft droht düster zu werden.

Millionen von Menschen protestieren in Indien gegen ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz, das Muslime explizit ausschliesst. Seit Premierminister Modis Machtantritt wurde die muslimische Bevölkerung des Landes vermehrt Ziel politischer Angriffe. Indiens säkulare und demokratische Tradition droht durch Modis hindu-nationalistische Politik ausgehöhlt zu werden.