Medien

Wie Gegen­wart schreiben? Über das cross-over zwischen Geschichts- und Kulturwissenschaften

Vom 25. bis zum 28. September findet in Münster der 52. Deutsche Historikertag statt. Zu diesem Anlass erläutern wir, was für uns „Geschichte der Gegenwart“ heißt, was wir unter „Kritik“ verstehen und was wir mit dem cross-over zwischen Geschichts- und Kulturwissenschaften erreichen wollen.

Dabei­sein ändert alles? Die Aufre­gung um Chris­tian Krachts Poetik­vor­le­sung in der Mediennachlese

Mit der Schilderung seiner Missbrauchserfahrung wurde Christian Krachts Frankfurter Poetikvorlesung zum medial gehypten Ereignis. Gleichzeitig darf man, gestützt durch das Frankfurter Landgericht, längere Zitate daraus nicht wiedergeben. Was aber heißt das für die möglichen Auseinandersetzungen vonseiten einer kritischen Öffentlichkeit?

„Treffen sich zwei Ossis auf Arbeit.“ Ein Gespräch mit dem Body­builder Andreas Müller über Ostdeutsch­land, den Kapi­ta­lismus und die AfD.

Welche Zusammenhänge gibt es zwischen dem Ende der DDR und dem Aufstieg der AfD? Was haben das Kohl‘sche Versprechen der „blühenden Landschaften“, die wirtschaftliche Misere und die Skepsis gegenüber den etablierten Medien miteinander zu tun? Ein scharf beobachtender „Ossi“ gibt Auskunft.

und

Gefähr­liche Nebel­pe­tarden. Die NoBillag-Initiative ist ein Symptom

Der Abstimmungskampf um die Abschaffung des gebührenfinanzierten Radio und Fernsehens in der Schweiz – die NoBillag-Initiative – lenkt ab vom eigentlichen Ziel der Initianten: Der Angriff gilt zum einen dem kritischen Journalismus – und zum andern der Idee des staatlichen Gemeinwesens.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Das unge­bro­chene Vertrauen in die #Infor­ma­tion

Unsere Gegenwart ist von Informationen begeistert. Mit ihnen verbinden wir die Hoffnung auf Wissen und Durchblick in einer komplizierten Welt. Informationen scheinen die Welt klarer und besser zu machen – gewissermaßen von selbst. Doch wir sollten nicht nur Informationen sammeln, sondern Standpunkte entwickeln.

Kommer­zia­li­sie­rung und Poli­ti­sie­rung. Zur Situa­tion der Medien in der Schweiz

Die Debatte um „Mainstream-Medien“ und „Lügenpresse“ ist inzwischen in der Schweiz angekommen. Doch was bringt die Resonanz für eine solche rechtspopulistische Kritik? Denn in der Schweiz ist die Kommerzialisierung der Medien das Problem. Und diese wiederum begünstigt den Populismus.

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Geht es hier um #Meinungs­frei­heit? Ein (etwas längeres) Gespräch

Die Medien und auch alle Social-Media-Feeds werden zurzeit von einer Frage dominiert: Ist die Meinungsfreiheit bedroht? Wir fragen uns: Ist das nicht eine Scheindebatte?

Wer hat Angst vor Steve Bannon?

Steve Bannon hat einen gelinde gesagt erstaunlichen Aufstieg vom Dokumentarfilmer und Radiotalker zum zweitmächtigsten – oder mächtigsten? – Mann der USA hinter sich. „Time“ nennt ihn „The Great Manipulator“. Wer ist Steve Bannon, und warum hat man Grund, sich vor ihm zu fürchten?

Black-Facing und Exoti­sie­rung. Struk­tu­reller Rassismus ist Alltag

Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand, sondern auch ein subtiles Alltagsphänomen. Es ist notwendig, dass weisse Entscheidungsträger_innen ihre Verantwortung wahrnehmen. Zum Beispiel im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Europa, die Rechte und die Medien. Wie sich die natio­na­lis­ti­sche Rechte als euro­päi­sche Kraft inszeniert

Die rechtspopulistischen Parteien betonen ihren Nationalismus, inszenieren sich aber in den Medien als "europäische" Kraft. Das ist paradox - und dient dazu, ihre Stärke zu überschätzen. Dabei sind seit 1951 alle Bündnisversuche der Rechten in Europa gescheitert.

Wie reak­tionär hätten Sie’s denn gerne? NZZ-Autor Heri­bert Seifert mimt das libe­rale Mediengewissen

Schon oft in letzter Zeit musste man zur Kenntnis nehmen, dass die NZZ sich kaum mehr gegen politische und intellektuelle Strömungen weit rechts im politischen Spektrum abgrenzen mag. Der Ton wird rauer, die Fronten härter.

Pres­se­frei­heit nur für Reiche: ein ethi­scher Testfall

Die alte Befürchtung, dass die Pressefreiheit nur das Recht von 200 Reichen ist, ihre Meinung zu äussern, könnte jetzt in der Schweiz wahr werden. Der Presserat ist gefordert.