Kunst

Wer war Khalil Saka­kini? Eine Tage­buch­reise nach Palästina

Der Documenta wird Antisemitismus vorgeworfen. Angeblich sei Khalil Sakakini, der Namengeber des Khalil Sakakini Cultural Center, aus dem die eingeladene palästinischen Künstlergruppe hervorgegangen ist, Nazi-Anhänger gewesen. Aber stimmt das denn auch – und wie kommt ein solches Gerücht zustande?

Im Krieg wohnen

Die ukrainische Gegenwartsliteratur hat uns seit 2014, seit der Annexion der Krym und der Besetzung der Ostukraine durch prorussische Separatisten, sehr genau beschrieben, was es bedeutet, „im Krieg zu wohnen“. Jetzt sind viele Autor:innen und Künstler:innen selbst auf der Flucht. Zeit, ihnen genauer zuzuhören.

Auftrags­for­schung und Resti­tu­tion. Ein Gespräch über Wissen­schaft und Politik

Die Diskussionen um die Sammlung Bührle werfen grundsätzliche Fragen auf, weit über diesen einen Fall hinaus. Die GdG-Herausgeber:innen Gesine Krüger, Svenja Goltermann, Philipp Sarasin und Janosch Steuwer sprechen über Auftragsforschung, Restitution und die ethische und politische Dimension historischer Forschung heute.

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Heim­su­chungen am Heim­platz. Wie der Waffen­fa­bri­kant Emil G. Bührle in Zürich Kultur­po­litik betrieb

Umbau in der Zürcher Kulturlandschaft: Ein Neubau für das Kunsthaus wird eröffnet, zugleich debattiert man über die Zukunft der gegenüberliegenden, altehrwürdigen Pfauen-Bühne des Schauspielhauses. Beide Institutionen sind historisch eng verbunden mit Emil G. Bührle, dem umstrittenen Mäzen und Waffenfabrikanten.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Raubtier werden. Öko-feministische Tendenzen in der Gegenwartsliteratur
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  • Raubtier werden. Öko-feministische Tendenzen in der Gegenwartsliteratur

    Raubtier werden. Öko-feministische Tendenzen in der Gegenwartsliteratur

    May 22, 2022 • 13:58

    Im klassischen Nature Writing zogen männliche Abenteurer in die Wildnis; heute erzählen Frauen, wie Angriffe wilder Tiere sie verwandelt haben. Stellen sie die anthropozentrische Ordnung damit in Frage – oder schreiben sie sie mit anderen Mitteln fort?

  • Über Diktatoren, Ukrainer und „Garnisonsstaaten“. Einige historische Überlegungen zu den Lehren aus den 1930er Jahren

    Über Diktatoren, Ukrainer und „Garnisonsstaaten“. Einige historische Überlegungen zu den Lehren aus den 1930er Jahren

    May 15, 2022 • 16:08

    Welche Lehren lassen sich aus der Zwischenkriegszeit ziehen? Angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hilft ein Blick auf Haltungen und Handlungen von drei prominenten Politiken, die auf den Faschismus reagierten: Chamberlain, Churchill und Roosevelt.

  • Das Credo der Gewaltlosigkeit. Eine Kritik

    Das Credo der Gewaltlosigkeit. Eine Kritik

    May 1, 2022 • 17:18

    Die Friedensbewegung erfährt in Deutschland gerade scharfe Kritik an ihrem Widerstand gegen Waffenlieferungen an die Ukraine. Doch wer das Credo der Gewaltlosigkeit und dessen Effekte verstehen will, sollte sich nicht an der Friedensbewegung festbeissen.

  • Jenseits der Legende vom guten Deutschen: Carl Schurz in den USA

    Jenseits der Legende vom guten Deutschen: Carl Schurz in den USA

    Apr 24, 2022 • 16:25

    Der 1848er-Revolutionär und spätere US-Politiker Carl Schurz gilt in Deutschland als Held und demokratisches Vorbild. Unter den Tisch fällt dabei sein Anteil in der Etablierung der Rassentrennung in den US-Südstaaten und dem versuchten Ethnozid an indigenen Gemeinschaften.

  • Imperiale Phantomschmerzen: Neue russische Blicke auf Alaska

    Imperiale Phantomschmerzen: Neue russische Blicke auf Alaska

    Apr 10, 2022 • 10:56

    Vladimir Putins offenkundiges Bestreben, mit schiefen historischen Thesen, aggressiver Propaganda und brutaler Gewalt ein neues russisches Großreich zu errichten, beschränkt sich nicht auf die Ukraine. Seit einiger Zeit richten sich die begehrlichen Blicke der russischen Ultranationalisten sogar auf Alaska.

  • Belgrader Reisebericht: Nachtwölfe, Vladimir Putin und die rote Fahne des Kommunismus

    Belgrader Reisebericht: Nachtwölfe, Vladimir Putin und die rote Fahne des Kommunismus

    Apr 3, 2022 • 11:10

    Miljenko Jergović fährt nach Kriegsbeginn von Zagreb nach Belgrad und findet sich zwischen den mentalen Fronten und den Nachtwölfen wieder, dem 1989 gegründeten ultranationalistischen, ultraorthodoxen Bikerclub, der seit Jahren vom Kreml finanziert gegen die russische Opposition, gegen den Euromaidan, für die Annexion der Krym und jetzt für den Krieg demonstriert.

  • Berliner Antisemitismusstreit 2.0? Cancel und Context auf Straßen und Plätzen

    Berliner Antisemitismusstreit 2.0? Cancel und Context auf Straßen und Plätzen

    Mar 27, 2022 • 13:12

    In Berlin wird die Umbenennung von Straßennamen diskutiert. Dabei geht es um altbekannte Antisemiten wie Martin Luther und Richard Wagner, aber auch um Denker wie Karl Marx. Wie sinnvoll sind diese Bemühungen, die Geschichtsschreibung durch Straßenumbenennungen zu beeinflussen?

  • Mein Körper gehört mir? Body Politics in Zeiten von Corona

    Mein Körper gehört mir? Body Politics in Zeiten von Corona

    Mar 20, 2022 • 12:04

    Die Proteste gegen Maßnahmen zur Abwehr der Coronapandemie werden zuweilen mit bekannten Slogans der feministischen Body Politics befeuert. Es geht um das Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Der Beitrag beleuchtet, inwieweit die Politisierung von Körper(n) zwischen Individualisierung und kollektiven Forderungen changiert.

  • Depression, Antisemitismus und Geschichtsschreibung: In Erinnerung an Evelien Gans

    Depression, Antisemitismus und Geschichtsschreibung: In Erinnerung an Evelien Gans

    Feb 20, 2022 • 15:35

    Die Historikerin Evelien Gans war eine profilierte Antisemitismus- und Holocaust-Forscherin. 2018 nahm sie sich das Leben. Das hatte viele Ursachen, fordert uns aber auch heraus, über die Zumutungen der akademischen Kultur nachzudenken.

  • Look Up! Klimaforscher:innen als Stars

    Look Up! Klimaforscher:innen als Stars

    Feb 13, 2022 • 13:49

    Wissenschaftler:innen hatten lange einen schlechten Ruf in populären Medien. Nun erhält der Mad Scientist Konkurrenz durch die engagierte, moralisch integre Forscher:in, die bereit ist, für die Wahrheit zu kämpfen.

„Schleifen“. Ein Buch über den Reiz der Wiederholung.

Sind Wiederholungen langweilig? Nein! Der Medienwissenschaftler Tilman Baumgärtel, der in einem lesenswerten Buch die Geschichte der „Schleifen“ in der Kunst und vor allem der Musik der zweiten Hälfte des 20. Jh. erzählt, überzeugt einem leichter Hand vom Reiz endloser Loops.

Akute Dich­tung: Celans Zumutungen

Vor fünfzig Jahren nahm Paul Celan sich das Leben. Vor knapp hundert Jahren kam er zur Welt. Er hinterließ Gedichte, die er als Händedruck oder als Flaschenpost verstand: Wen oder wer ein Gedicht trifft, sollte verändert aus der Begegnung hervorgehen.

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Public Poetry: Lyrik im urbanen Raum

Urban Poetry ist mehr als nur ein Gedicht, das auf eine Fassade geschrieben wird und mehr als die Debatte, die es auslöst. Im besten Fall verändert spoken-word-Poesie, Poetry in Motion oder Gedichte auf Flyern und Postkarten unsere Wahrnehmung von Öffentlichkeit und von Dichtung.

„We have a Situa­tion“: Von Hegels Philo­so­phie der #Situa­tion zur poli­ti­schen Kunst heute

Bei dem Wort „Situation“ denkt man an die Sprache amerikanischer TV-Serien, französischer Existentialisten oder deutscher Bürokraten. Dabei hat der Philosoph Hegel schon 1817 eine Theorie der „Situation“ entworfen, die bis heute wichtig ist und politischen Widerstand und zeitgenössische Kunst neu zu denken gibt.

Afri­ka­ni­sches Kultur­erbe in euro­päi­schen Museen: Kann das weg?

Die Rückgabe von ethnologischen Sammlungen an ihre Herkunftsgesellschaften wird derzeit hitzig diskutiert. Die Debatte könnte der Beginn einer Neubestimmung der Beziehung zwischen Europa und Afrika sein und die Chance, den Blick nicht ausschliesslich auf sich selbst zu richten.

„Die Liste“. Über Migra­tion, Moral­po­litik und eine recht­liche Leerstelle

Seit gut zehn Jahren wird eine ständig wachsende Liste von Migrantinnen und Migranten, die auf dem Weg nach Europa ihr Leben verloren haben, auf Ausstellungen gezeigt und in den Medien publiziert. „Die Liste“ soll unser Mitgefühl wecken. Doch genau das ist ihr Problem

Lachen über die Grenze

Mit Frisurkopftüchern, subversiven Tapeten, einer utopischen Karaokebox oder einem mit Skype-Protokollen beschrifteten Hochzeitskleid denken KünstlerInnen zwischen Europa und Asien darüber nach, was uns eigentlich verbindet und was uns trennt. Ein Gespräch mit Inke Arns und Thibaut de Ruyter.

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„Lolita“ ohne Humbert Humbert… Über die Angst, die „Arsch­lö­cher“ könnten aus der Kunst verschwinden

„Tugendwächter“ und „Moralapostel“ sind gerade die Lieblingswörter im nicht mehr nur konservativen Feuilleton. Es wird Kunstzensur gewittert. Proteste einzelner werden als „moralischer Totalitarismus“ gedeutet. Doch was passiert, wenn Protest als Zensur interpretiert wird?