Krankheit

Das Jahr­hun­dert der Pande­mien. Ein Gespräch mit Mark Honigsbaum

Der Medizinhistoriker Mark Honigsbaum spricht von einem „Jahrhundert der Pandemien“, das sich von der Spanischen Grippe 1918 bis in unsere Corona-bedingte Gegenwart zieht. Im Gespräch mit Philipp Sarasin erklärt er, warum wir uns immer nur auf die eben erst vergangene Pandemie vorbreiten.

und

Pati­en­ten­ver­fü­gungen in Corona-Zeiten: Von der Selbst- zur Fremdbestimmung?

Patientenverfügungen sollen die eigene Autonomie angesichts des Todes stärken und die Macht der Ärzte einschränken. Doch warum fordern jetzt in Corona-Zeiten Ärzte und Gesundheitsbehörden ältere Menschen dazu auf, Patientenverfügungen zu erstellen? Hat sich der Wunsch nach Autonomie in sein Gegenteil verkehrt?

Mao und der „Seuchen­gott“. Eine kurze Geschichte der chine­si­schen Gesundheitspolitik

Einem Klischee zufolge ist China der „kranke Mann Asiens“, wie dem Land gerade wieder vorgeworfen wird. Um 1900 hatte das durchaus seine Berechtigung. Unter Mao aber hat die chinesische Gesundheitspolitik unbestreitbare Erfolge erzielt. Doch gilt das auch heute noch?

Gefähr­liche Gerüchte und „fake news“. Die Pest in London im Jahr 1665

Das Stadtbild ist völlig verändert, Vergnügungsstätten sind geschlossen, die Strassen wie ausgestorben. Menschen kaufen Vorräte, backen Brot und hadern mit rigiden Ausgangssperren. In Daniel Defoes „Pest-Journal“ ist das erst der Anfang: Bald tauchen allerlei Geschichten, Gerüchte und „fake news“ auf.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Über Diktatoren, Ukrainer und „Garnisonsstaaten“. Einige historische Überlegungen zu den Lehren aus den 1930er Jahren
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  • Über Diktatoren, Ukrainer und „Garnisonsstaaten“. Einige historische Überlegungen zu den Lehren aus den 1930er Jahren

    Über Diktatoren, Ukrainer und „Garnisonsstaaten“. Einige historische Überlegungen zu den Lehren aus den 1930er Jahren

    May 15, 2022 • 16:08

    Welche Lehren lassen sich aus der Zwischenkriegszeit ziehen? Angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hilft ein Blick auf Haltungen und Handlungen von drei prominenten Politiken, die auf den Faschismus reagierten: Chamberlain, Churchill und Roosevelt.

  • Das Credo der Gewaltlosigkeit. Eine Kritik

    Das Credo der Gewaltlosigkeit. Eine Kritik

    May 1, 2022 • 17:18

    Die Friedensbewegung erfährt in Deutschland gerade scharfe Kritik an ihrem Widerstand gegen Waffenlieferungen an die Ukraine. Doch wer das Credo der Gewaltlosigkeit und dessen Effekte verstehen will, sollte sich nicht an der Friedensbewegung festbeissen.

  • Jenseits der Legende vom guten Deutschen: Carl Schurz in den USA

    Jenseits der Legende vom guten Deutschen: Carl Schurz in den USA

    Apr 24, 2022 • 16:25

    Der 1848er-Revolutionär und spätere US-Politiker Carl Schurz gilt in Deutschland als Held und demokratisches Vorbild. Unter den Tisch fällt dabei sein Anteil in der Etablierung der Rassentrennung in den US-Südstaaten und dem versuchten Ethnozid an indigenen Gemeinschaften.

  • Imperiale Phantomschmerzen: Neue russische Blicke auf Alaska

    Imperiale Phantomschmerzen: Neue russische Blicke auf Alaska

    Apr 10, 2022 • 10:56

    Vladimir Putins offenkundiges Bestreben, mit schiefen historischen Thesen, aggressiver Propaganda und brutaler Gewalt ein neues russisches Großreich zu errichten, beschränkt sich nicht auf die Ukraine. Seit einiger Zeit richten sich die begehrlichen Blicke der russischen Ultranationalisten sogar auf Alaska.

  • Belgrader Reisebericht: Nachtwölfe, Vladimir Putin und die rote Fahne des Kommunismus

    Belgrader Reisebericht: Nachtwölfe, Vladimir Putin und die rote Fahne des Kommunismus

    Apr 3, 2022 • 11:10

    Miljenko Jergović fährt nach Kriegsbeginn von Zagreb nach Belgrad und findet sich zwischen den mentalen Fronten und den Nachtwölfen wieder, dem 1989 gegründeten ultranationalistischen, ultraorthodoxen Bikerclub, der seit Jahren vom Kreml finanziert gegen die russische Opposition, gegen den Euromaidan, für die Annexion der Krym und jetzt für den Krieg demonstriert.

  • Berliner Antisemitismusstreit 2.0? Cancel und Context auf Straßen und Plätzen

    Berliner Antisemitismusstreit 2.0? Cancel und Context auf Straßen und Plätzen

    Mar 27, 2022 • 13:12

    In Berlin wird die Umbenennung von Straßennamen diskutiert. Dabei geht es um altbekannte Antisemiten wie Martin Luther und Richard Wagner, aber auch um Denker wie Karl Marx. Wie sinnvoll sind diese Bemühungen, die Geschichtsschreibung durch Straßenumbenennungen zu beeinflussen?

  • Mein Körper gehört mir? Body Politics in Zeiten von Corona

    Mein Körper gehört mir? Body Politics in Zeiten von Corona

    Mar 20, 2022 • 12:04

    Die Proteste gegen Maßnahmen zur Abwehr der Coronapandemie werden zuweilen mit bekannten Slogans der feministischen Body Politics befeuert. Es geht um das Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Der Beitrag beleuchtet, inwieweit die Politisierung von Körper(n) zwischen Individualisierung und kollektiven Forderungen changiert.

  • Depression, Antisemitismus und Geschichtsschreibung: In Erinnerung an Evelien Gans

    Depression, Antisemitismus und Geschichtsschreibung: In Erinnerung an Evelien Gans

    Feb 20, 2022 • 15:35

    Die Historikerin Evelien Gans war eine profilierte Antisemitismus- und Holocaust-Forscherin. 2018 nahm sie sich das Leben. Das hatte viele Ursachen, fordert uns aber auch heraus, über die Zumutungen der akademischen Kultur nachzudenken.

  • Look Up! Klimaforscher:innen als Stars

    Look Up! Klimaforscher:innen als Stars

    Feb 13, 2022 • 13:49

    Wissenschaftler:innen hatten lange einen schlechten Ruf in populären Medien. Nun erhält der Mad Scientist Konkurrenz durch die engagierte, moralisch integre Forscher:in, die bereit ist, für die Wahrheit zu kämpfen.

  • Mit dem Virus leben. Politiken der Sorge in der Pandemie

    Mit dem Virus leben. Politiken der Sorge in der Pandemie

    Feb 6, 2022 • 15:16

    Das zentrale Argument für die Corona-Impfung ist die Verletzlichkeit und das Wohlergehen der anderen. Das Beharren auf der eigenen körperlichen Unversehrtheit findet seine Grenze folglich dort, wo die Verweigerung der Impfung die Gesundheit und das Leben der anderen bedroht.

COVID-19: Sind wir zur Soli­da­rität fähig?

Das neuartige Corona-Virus ist gefährlich. Doch die Risiken, die mit ihm verbunden sind, entziehen sich der individuellen Wahrnehmung und Erfahrung – sie erscheinen abstrakt. Die Frage ist, ob wir trotzdem fähig sind, adäquat auf sie zu reagieren. Ein Kommentar.

„AIDS ist auch nicht mehr, was es mal war“. Was aus der Bedro­hung durch HIV im 21. Jahr­hun­dert geworden ist

Die Vereinten Nationen wollen der Erkrankung Aids bis 2030 weltweit ein Ende bereiten. Ist das realistisch? Ein Blick auf die Bundesrepublik offenbart Hindernisse, die dem wünschenswerten Ziel „Kein AIDS für alle!“ im Wege stehen: alte Ängste und neue Ignoranz.

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Sanfte Alter­na­tiven? Zum auto­ri­tären Welt- und Menschen­bild esote­risch ausge­rich­teter Heilverfahren

1988–2018: 30 Jahre Messe und Kongress „Lebenskraft“ in Zürich. Kein Grund zum Feiern, denn bei näherem Hinsehen erweist sich das Welt- und Menschenbild esoterisch orientierter Angebote so gar nicht als sanfte Alternative.