Kolonialismus
Wieder zu Ahnen werden. Sterbliche Überreste im Museum
Die Diskussion über die Rückgabe von Kunst und Kulturgüter lässt manchmal vergessen, dass auch zahllose sterbliche Überreste zu den einstigen kolonialen Sammlungen gehören und heute zurückgefordert werden. Wie aber können die Knochen und Schädel wieder zu Ahnen werden?
Der Klang des Kolonialarchivs
Die Neuübersetzung und Kontextualisierung von historischen Sprachaufnahmen lässt die Gegenrede Kolonisierter und ihre Kritik an kolonialer Gewalt noch einmal hörbar werden. Im Buch „Kolonialgeschichte hören“ erzählt Anette Hoffmann von der Ton-Sammlung des österreichischen Arztes und Anthropologen Rudolf Pöch.
Koloniale Asymmetrien der Gegenwart. Zum deutsch-namibischen „Versöhnungsabkommen“
Die Bundesregierung hat den kolonialen Völkermord in Namibia anerkannt und Gelder versprochen. Doch das Abkommen wird in Namibia und in der Diaspora scharf kritisiert. Dass koloniale Asymmetrien bis in die Gegenwart wirken, bedarf ebenfalls einer Anerkennung, wenn Versöhnung gelingen soll.
Steine können antworten: Vergangenheitsbewältigung Revisited
In der hitzigen Debatte über den „Deutschen Katechismus“ werden in den deutschen Feuilletons Stimmen, die nicht-männlich und nicht-weiß sind, geradezu systematisch ausgeblendet. Doch diese Perspektiven und diese Erinnerungen nicht zur Kenntnis zu nehmen, ist Teil des Problems.
Der Weg ist das Ziel. Deutsche Erinnerungspolitik und ihre Widersprüche
Die deutsche Erinnerungspolitik lässt sich mit guten Argumenten kritisieren. Aber man sollte dabei ihre komplexe und widersprüchliche Vor- und Entstehungsgeschichte anerkennen.
Unsere Toten zählen nicht. Deutschlands koloniales Erbe
Die deutsche Bundesregierung hat mit der namibischen Regierung eine Vereinbarung getroffen, mit der der koloniale Völkermord anerkannt und eine finanzielle Unterstützung – in Höhe der bisherigen Entwicklungshilfe – geleistet wird. Findet tatsächlich eine Aufarbeitung des kolonialen Erbes statt?
Schwarzsein. Über die Abwesenheit der Black Studies in der Erinnerungsdebatte
Wie kann man koloniale Genozide wie jener an den Ovaherero und Nama erinnern? Und in welcher historischen Beziehung stehen sie zum Holocaust und zur Erinnerung an diesen? Aus der Perspektive der Black Studies ergeben sich neue Antworten auf diese Fragen.
Priester, Katechismen und Häretiker
Wie soll man den Holocaust erinnern - und sind die Rituale des Erinnerns noch zeitgemäß? Einige Gedanken zum vieldiskutierten Essay von Dirk Moses.
Welche Therapie für wen? Globale Krankheiten und ihr kolonialer Schatten
Die Coronapandemie hat die ganze Welt erfasst. Doch ihre Bekämpfung prägen die alten Ungleichheiten zwischen Globalem Norden und Globalem Süden. Ein Blick in die Geschichte frühere Pandemien zeigt, inwieweit Krankheiten wirklich „global“ sind und wie wir darauf reagieren sollten.
Franz Boas und die Schule der Rebellinnen. Eine andere Geschichte der Anthropologie
Ist die Geschichte der Anthropologie einfach nur Ausdruck von Kolonialismus und Rassismus? Mit dem aufregenden Buch „Schule der Rebellen“ des Historikers Charles King lässt sich diese trotz allem verkürzte Ansicht gewinnbringend korrigieren.
Über Afrika schreiben – The Danger of a Single Story
Das europäische Sprechen und Schreiben über Afrika folgt seit mehr als 150 Jahren Mustern und Klischees, die unausrottbar scheinen – auch dort, wo man es doch „gut“ meint. Dabei ist oft gerade das „Fremde“ Afrikas das Vergessene unserer eigenen Geschichte.











