Israel

Holocaust-Gedenken, Anti­se­mi­tismus und Menschenrechte

Das Gedenken an den Holocaust verbindet sich auch mit dem Anspruch, Antisemitismus zu erkennen und zu bekämpfen. Schließt das Kritik an Israel aus? Der israelische Historiker Alon Confino sieht in der gegenwärtigen deutschen Erinnerungspolitik ein Problem, das dringend gelöst werden muss.

Der Kate­chismus der Deutschen

Die Erinnerung an den Holocaust als Zivilisationsbruch ist für viele das moralische Fundament der Bundesrepublik. Diesen mit anderen Genoziden zu vergleichen, gilt ihnen daher als eine Häresie, als Abfall vom rechten Glauben. Es ist an der Zeit, diesen Katechismus aufzugeben.

The German Catechism

For many, the memory of the Holocaust as a break with civilization is the moral foundation of the Federal Republic. To compare it with other genocides is therefore considered a heresy, an apostasy from the right faith. It is time to abandon this catechism.

Kubas schwie­riges Verhältnis zu Israel. Anti­zio­nismus als außen­po­li­ti­sche Agenda?

Warum unterhält Kuba keine diplomatischen Beziehungen zu Israel? Das Verhältnis galt lange als „freundschaftlich“ – bis Kuba 1973 jegliche diplomatischen Beziehungen jäh abbrach. Die Geschichte zwischen Sechstagekrieg und Kaltem Krieg, „tercermundismo“ und Antizionismus ist allerdings komplizierter – und hat Auswirkungen bis heute.

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Fremde Bäume. Kolo­niale Umwelt­po­litik in Palästina/Israel

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Klimawandel am Beispiel Palästinas diskutiert. Die Einführung fremder Pflanzenarten, eine politisch motivierte Forstwirtschaft und die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung sollten dem Klimawandel entgegenwirken: Ein koloniales Erbe, das die israelische Politik bis heute bestimmt.

Vergleiche verglei­chen: Vom Histo­ri­ker­streit zur Causa Mbembe

1986/87 diskutierten meist deutsche Intellektuelle die Frage der „Einzigartigkeit“ oder der „Vergleichbarkeit“ des Holocaust. In der Cause Mbembe haben sich die Fronten, die Beteiligten und Diskussionsverläufe grundlegend gewandelt – aber die politischen und ethischen Einsätze bleiben die gleichen.

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Post­ko­lo­nia­lismus und jüdi­sches Denken. Anmer­kungen zur Debatte um Achille Mbembe

Um den Philosophen Achille Mbembe tobt eine Debatte. Zur Diskussion stehen seine Äusserungen zur Politik Israels. Ein Blick auf das Verhältnis der postkolonialen Studien zum Judentum zeigt, dass dieses immer schon ambivalent war.

Im Zeichen der Resi­lienz: 9/11, elas­ti­sche Bürger und der Nahostkonflikt

Resilienz-Trainings, wie sie seit gut zehn Jahren von amerikanischen Soldaten und israelischen Schulkindern absolviert werden, entstammen einem neuen, in den USA entwickelten, psychologischen Ansatz. Sie entsprechen einem neuen Gesellschaftsvertrag, der aus der existenziellen Verunsicherung des Westens nach 9/11 entstand.

und

Die Vielen. Wie gross war die Gruppe der Jünger Jesu?

Die Welt, in der Jesus lebte, war geprägt von der drückenden römischen Herrschaft, von Grossgrundbesitzern, Ausbeutung und Armut. Es war die Masse armer, landloser Menschen, an die Jesus sich richtete. Viele Arme zogen mit ihm durchs Land – auch viele Frauen.