Islam
Islamic Ambitions and Imperial Imaginations: The Iranian Revolution in the longue durée
Since the US and Israel attacked Iran, news has been flooding the public sphere every minute: confusing statements from politicians, contradictory assessments from commentators, and heated opinions on social media. In his analysis, Hamid R. Ekbia outlines areas of tension within the resistance and protest movements that cannot be reduced to a simple juxtaposition of left-wing opposition and pro-monarchist movements. Despite all the anger and grief, he recommends a moment of pause and distance to understand what motivates the brave people of Iran, why they are fighting, and what they have been fighting for so long.
Islamische Ambitionen und imperiale Vorstellungen: Die iranische Revolution in der longue durée
Seitdem die USA und Israel den Iran angegriffen haben, fluten Nachrichten im Minutentakt den Raum der öffentlichen Aufmerksamkeit: verwirrende Verlautbarungen von Politiker:innen, widersprüchliche Einschätzungen von Kommentator:innen und aufgeheizte Stellungnahmen in den Sozialen Medien. Hamid R. Ekbia umreisst in seiner Analyse Spannungsfelder innerhalb der Widerstands- und Protestbewegungen, die sich nicht auf eine einfache Gegenüberstellung von linker Opposition und pro-monarchistische Bewegung reduzieren lassen. Trotz aller Wut und Trauer empfiehlt er einen Moment des Innenhaltens und der Distanz, um zu verstehen, was die tapferen Menschen im Iran bewegt, warum und wofür sie schon so lange kämpfen.
„Wir stellen Verbundenheit her.“ Ein Gespräch über Dialog in einer weltanschaulich und religiös pluralen Gesellschaft
Unsere Gesellschaften sind multi-polarisiert und unsere Identitäten mehrdimensional. Genau deshalb lohnt es sich zu fragen, was Zusammenhalt ausmacht. Hannan Salamat und Dina Wyler über ihre Arbeit im Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (ZIID).
Revolution, Reform, Umkehr: Der Fall Iran
Trotz brutaler Repression halten die Proteste im Iran weiterhin an. Der herrschende Klerus kann die „Massen“ nicht mehr hinter sich sammeln, wie er das seit dem 18. Jahrhundert immer wieder erfolgreich getan hat. Doch was sind die Perspektiven und die Gefahren der gegenwärtigen Revolution?
Revolution, Reform, and Reversal: The Case of Iran
Despite brutal repression, protests in Iran continue. The ruling clergy can no longer rally the “masses” behind it, as it has done successfully time and again since the 18th century. But what are the prospects and dangers of the current revolution?
„Nie wieder“. Migration, Sozialisation und Erinnerung in Westdeutschland
In den Debatten über die deutsche Erinnerungspolitik und das „Nie wieder“ werden die Verbindungen von antisemitischem und antimuslimischem Rassismus in der Regel ausgeblendet. Postmigrantische Erfahrungen und Perspektiven könnten helfen, diese Spaltung zu überwinden.
Afghanistan und der Westen – eine nicht so eindeutige Beziehungsgeschichte
Der Westen ist in Afghanistan kläglich gescheitert. Seine vielen Interventionen, selbst noch die gutgemeinten, haben das Land verfehlt – und letztlich zerstört. Für die Bevölkerung und für die Zukunft Afghanistans bedarf es einer westlichen Politik, die bescheiden, pragmatisch und umsichtig ist.
Nostalgie als Machtinstrument. Die osmanische Eroberung Konstantinopels im türkischen Fernsehen
Geschichte wird häufig von Politik vereinnahmt. In der Türkei dient die Erinnerung an die Osmanen der Selbstdeutung, Identitätsstiftung und ganz gegenwärtigen parteipolitischen Interessen. Umso wichtiger, sich die in Live-Übertragung ausgestrahlten Feierlichkeiten zum Jahrestag der Eroberung Konstantinopels einmal genau anzuschauen.
Gefährliche Wüste. Mauretaniens anderer Umgang mit dem Jihadismus.
Mauretanien setzte im vergangenen Jahrzehnt im Kampf gegen religiösen Extremismus nicht allein auf Sicherheitskräfte, sondern auch auf Kooperation mit der Bevölkerung und religiösen Autoritäten. Kann sich das Land während seiner „G5 Sahel“-Präsidentschaft französischer Militärpräsenz und dem Vordringen jihadistischer Kräfte widersetzen?
Alkoholverbot im Islam – eine westliche Erfindung? Das Beispiel der Türkei
Die „Alkoholfrage“ war in der Türkei seit dem Ersten Weltkrieg umstritten – und ist es heute wieder. Obwohl Alkoholgegner mit der „islamischen Tradition“ argumentieren, um ein Verbot durchzusetzen, ist die Idee der Prohibition aus dem Westen in die Türkei gekommen.
Zeitenwende. Michel Foucault und die iranische Revolution
Die „Islamische Revolution“ im Iran hat nicht nur den politischen Islam auf die Weltbühne gebracht, sondern auch das politische Subjekt neu zu denken gegeben. Bei Foucault, der 1978 als Reporter in den Iran reiste, leitete sie eine Wende im Denken ein, die folgenreich war.










