Iran
Irans Zivilgesellschaft: Hoffnung zwischen Trauma und Trümmern
Die iranische Zivilgesellschaft navigiert zwischen der Skylla autokratischer Machtansprüche von außen und der Charybdis einer sich weiter radikalisierenden Islamischen Republik im Inneren. Welche Formen nimmt der Protest an? Und welche Rolle spielen die Sozialen Medien für die Verarbeitung von Trauer und die Hoffnung auf Veränderung?
Islamic Ambitions and Imperial Imaginations: The Iranian Revolution in the longue durée
Since the US and Israel attacked Iran, news has been flooding the public sphere every minute: confusing statements from politicians, contradictory assessments from commentators, and heated opinions on social media. In his analysis, Hamid R. Ekbia outlines areas of tension within the resistance and protest movements that cannot be reduced to a simple juxtaposition of left-wing opposition and pro-monarchist movements. Despite all the anger and grief, he recommends a moment of pause and distance to understand what motivates the brave people of Iran, why they are fighting, and what they have been fighting for so long.
Islamische Ambitionen und imperiale Vorstellungen: Die iranische Revolution in der longue durée
Seitdem die USA und Israel den Iran angegriffen haben, fluten Nachrichten im Minutentakt den Raum der öffentlichen Aufmerksamkeit: verwirrende Verlautbarungen von Politiker:innen, widersprüchliche Einschätzungen von Kommentator:innen und aufgeheizte Stellungnahmen in den Sozialen Medien. Hamid R. Ekbia umreisst in seiner Analyse Spannungsfelder innerhalb der Widerstands- und Protestbewegungen, die sich nicht auf eine einfache Gegenüberstellung von linker Opposition und pro-monarchistische Bewegung reduzieren lassen. Trotz aller Wut und Trauer empfiehlt er einen Moment des Innenhaltens und der Distanz, um zu verstehen, was die tapferen Menschen im Iran bewegt, warum und wofür sie schon so lange kämpfen.
Zurück in die Vergangenheit? Die Protestbewegungen im Iran und das Erbe der Monarchie
Wie geht es weiter mit der iranischen Opposition? Viele haben nur vage Vorstellungen eine künftigen Demokratie, nicht wenig aber verklären die Vergangenheit unter der Herrschaft des Shahs. Doch ist das auch eine Vision für die Zukunft des Landes?
Revolution, Reform, Umkehr: Der Fall Iran
Trotz brutaler Repression halten die Proteste im Iran weiterhin an. Der herrschende Klerus kann die „Massen“ nicht mehr hinter sich sammeln, wie er das seit dem 18. Jahrhundert immer wieder erfolgreich getan hat. Doch was sind die Perspektiven und die Gefahren der gegenwärtigen Revolution?
Revolution, Reform, and Reversal: The Case of Iran
Despite brutal repression, protests in Iran continue. The ruling clergy can no longer rally the “masses” behind it, as it has done successfully time and again since the 18th century. But what are the prospects and dangers of the current revolution?
Trauer als Widerstand. Über ein Symbol der revolutionären Bewegung „Frau Leben Freiheit“
Die Proteste im Iran begannen mit einem revolutionären Akt des Trauerns, der zum Symbol der Bewegung wurde: das Abschneiden der Haare. Die Prostestierenden antworten damit auf ein Regime, das nicht jedem Toten erlaubt, betrauert zu werden.
Mourning as Resistance. On a Symbol of the Revolutionary Movement “Woman Life Freedom”
The protests in Iran began with a revolutionary act of mourning that became a symbol of the movement: cutting off the hair. The protesters are responding to a regime that does not allow every dead person to be mourned.
Mit Abstand. Andreas Hoesslis Film über die Revolutionen im Iran und in Polen
1979 im Iran und 1980 in Polen bedrohen zwei Revolutionen die alten Mächte – im Iran stürzt der Shah, in Polen aber verhängt die Armee das Kriegsrecht. Der Journalist und Dokumentarfilmer Andreas Hoessli hat über diese Ereignisse einen Film gedreht, der sich einfachen Erklärungen verweigert.
Zeitenwende. Michel Foucault und die iranische Revolution
Die „Islamische Revolution“ im Iran hat nicht nur den politischen Islam auf die Weltbühne gebracht, sondern auch das politische Subjekt neu zu denken gegeben. Bei Foucault, der 1978 als Reporter in den Iran reiste, leitete sie eine Wende im Denken ein, die folgenreich war.
„Ihr wollt mich töten, nur weil ich mich für Frauenrechte einsetze? Jetzt erst recht!“ Dorna Safaian im Gespräch mit Seyran Ates
Die Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates gründete 2017 in Berlin eine liberale Moschee und lebt seitdem unter Polizeischutz. Dorna Safaian sprach mit ihr über die biographischen Hintergründe ihres Engagements. Ein Dialog über Familie, Widerstand und Anfeindungen.








