Schlagwort: Infektion

Mao und der „Seuchen­gott“. Eine kurze Geschichte der chine­si­schen Gesund­heits­po­litik

Einem Klischee zufolge ist China der „kranke Mann Asiens“, wie dem Land gerade wieder vorgeworfen wird. Um 1900 hatte das durchaus seine Berechtigung. Unter Mao aber hat die chinesische Gesundheitspolitik unbestreitbare Erfolge erzielt. Doch gilt das auch heute noch?

Die Nation in Zeiten von Corona. Zeit­ge­schichts­for­schung auf dem Prüf­stand

Die Corona-Pandemie ist global. Zugleich haben wir in Europa die Wucht des Nationalen lange nicht so stark gespürt wie in den ersten Wochen der Krise. Die Zeitgeschichtsforschung ist gefordert, das Verhältnis von Nation, Region und globaler Vernetzung neu zu denken.

Demas­kiert: Covid-19 und die kultu­relle Dimen­sion der Debatten um die Masken­pflicht

Im Kontext der Corona-Pandemie wird debattiert, ob der Gebrauch von Masken dazu beitragen könnte, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Wenig beachtet wird, dass diese Kontroverse ihre Wurzeln im europäischen Misstrauen gegenüber der „orientalischen“ Gesichtsverhüllung seit dem 19. Jahrhundert hat.

Mit Foucault die Pandemie verstehen?

Kann man mit den theoretischen Konzepten und historischen Beispielen, die Michel Foucault in den 1970er Jahren entwickelte, die gegenwärtige Lage deuten? Ja – aber anders, als man denkt. Und nein, von Biopolitik zu sprechen hilft dabei nicht weiter.

Tolstoj und die Anste­ckung

Slavoj Žižek antwortete kürzlich auf Giorgio Agambens bedenkliche Fehleinschätzung der Corona-Situation und brachte Lev Tolstojs Konzept von Ansteckung ins Spiel. Bloss das nicht! – sagt unsere Autorin Sylvia Sasse.