Holocaust
Depression, Antisemitismus und Geschichtsschreibung: In Erinnerung an Evelien Gans
Die Historikerin Evelien Gans war eine profilierte Antisemitismus- und Holocaust-Forscherin. 2018 nahm sie sich das Leben. Das hatte viele Ursachen, fordert uns aber auch heraus, über die Zumutungen der akademischen Kultur nachzudenken.
Depression, Antisemitism and the Writing of History: Remembering Evelien Gans
Historian Evelien Gans was a renowned anti-Semitism and Holocaust scholar. In 2018, she took her own life. This had many causes, but also challenges us to reflect on the distressing aspects of academic culture.
Kommunizierende Röhren der Singularitäten? Deutsche Debatten um den Holocaust aus Warschauer Perspektive
In der Debatte um Holocaust-Erinnerungspolitik fehlt oftmals die Rückbindung an konkrete Orte. Diese liegen zu bedeutenden Teilen auf polnischem Territorium und sind damit Teil polnischer Erinnerungspolitik. Ein Blick auf polnische Debatten und ein Plädoyer für einen Dialog auf Augenhöhe.
Die Narbe am anderen Ufer
Dresdens Japanisches Palais ist derzeit Experimentierraum für den Umgang mit kolonialen ethnographischen Sammlungen. Direktorin Léontine Meijer-van Mensch und Kuratorin Barbara Höffer deklinieren Modi musealer Selbstreflexion durch und zeigen, wie multidirektionale Erinnerung im Museum aussehen kann.
Holocaust-Gedenken, Antisemitismus und Menschenrechte
Das Gedenken an den Holocaust verbindet sich auch mit dem Anspruch, Antisemitismus zu erkennen und zu bekämpfen. Schließt das Kritik an Israel aus? Der israelische Historiker Alon Confino sieht in der gegenwärtigen deutschen Erinnerungspolitik ein Problem, das dringend gelöst werden muss.
Schwarzsein. Über die Abwesenheit der Black Studies in der Erinnerungsdebatte
Wie kann man koloniale Genozide wie jener an den Ovaherero und Nama erinnern? Und in welcher historischen Beziehung stehen sie zum Holocaust und zur Erinnerung an diesen? Aus der Perspektive der Black Studies ergeben sich neue Antworten auf diese Fragen.
Polemik und Provokationen
Die Debatte um den „Katechismus der Deutschen“ ist heftig und zuweilen auch scharf. In ihr geht es nicht zuletzt – und das löste den Text von Dirk Moses aus – um das deutsche Feuilleton und den „Schnellroda-Chic“, der von rechts her in den Mainstream drängt.
Der Katechismus der Deutschen
Die Erinnerung an den Holocaust als Zivilisationsbruch ist für viele das moralische Fundament der Bundesrepublik. Diesen mit anderen Genoziden zu vergleichen, gilt ihnen daher als eine Häresie, als Abfall vom rechten Glauben. Es ist an der Zeit, diesen Katechismus aufzugeben.
The German Catechism
For many, the memory of the Holocaust as a break with civilization is the moral foundation of the Federal Republic. To compare it with other genocides is therefore considered a heresy, an apostasy from the right faith. It is time to abandon this catechism.
Über Leben in Extremen. Was war Gesellschaft in Theresienstadt?
Wie entstehen Zugehörigkeiten, Ethnizität und soziale Machtverhältnisse? Die Historikerin Anna Hájková hat ein Buch über die Inhaftierten in Theresienstadt geschrieben, das uns mehr und anderes über Gesellschaft erzählt, als man vermuten würde. Svenja Goltermann hat mit ihr gesprochen.
Annette und Achille. Was der Deutsche Buchpreis mit der Causa Mbembe zu tun hat
Der diesjährige Gewinner des Deutschen Buchpreises – Anne Webers „Annette, ein Heldinnenepos“ – erzählt von einer Französin, die gegen die Nazis und nach dem Krieg in Algerien gegen die Kolonialmacht kämpfte. Es wirft eindringlich die Frage nach der Vergleichbarkeit von Nationalsozialismus und Kolonialismus auf.
„Zermenschlichung“. Wie Literatur extreme Erfahrung fortschreibt
Was bedeutet es, in Situationen zu geraten, die an die Grenzen des Menschlichen gehen? Literatur speichert nicht nur das Wissen darüber, sondern auch die Formen, die es ermöglichen, über extreme Erfahrungen von Entwürdigung und Entpersönlichung zu schreiben.









