Gewalt
Ruanda, 25 Jahre später. Ein Völkermord und der Versuch seiner Aufarbeitung (Teil I)
Man kann Völkermorde miteinander vergleichen – aber sind deshalb alle Genozide immer „das Gleiche“? Und war daher der Völkermord in Ruanda ein „afrikanischer Holocaust“? Es gibt gute Gründe, einer solchen Sichtweise zu widersprechen und zu versuchen, die unterschiedlichen Geschichten dieser Massenverbrechen zu rekonstruieren.
Mexiko steht vor einem Richtungswechsel
Nach zwölf Jahren Drogenkrieg zeichnet sich in Mexiko eine kleine politische Revolution ab. Andrés Manuel López Obrador steht mit seiner dritten Präsidentschaftskandidatur vor einem Erdrutschsieg und würde damit der erste linke Präsident des grössten spanischsprachigen Landes seit Lázaro Cárdenas.
Macht und Gewalt. #MeToo jenseits einer Position der Schwäche
Die #MeToo-Kampagne erfolgt, anders als oft behauptet, nicht aus einer Position der Schwäche, sondern der Stärke. Ein wesentlicher Grund dafür ist die tiefgreifende Veränderung unseres Gewaltverständnisses in den letzten Jahrzehnten. Das wirft Fragen auf.
#MeToo. Warum es keine eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung und Gewalt braucht, um angemessen über sie sprechen zu können
Muss Gewalt und Diskriminierung erfahren haben, wer über sie sprechen möchte? Ist nur dann ein Verständnis solcher Phänomene möglich? Seit #MeToo sind solche Fragen wieder aktuell. Zeit daran zu erinnern, dass die Kulturwissenschaften dieses Problem bereits intensiv diskutiert haben.
Weder überheblich noch beliebig. Warum man heute Toni Morrison lesen sollte
Vereinfacher und Polarisierer finden derzeit viel Gehör. Populisten aller Couleur fordern klare Grenzen und stabile Identitäten, Moralisten glauben, stets sauber zwischen zwischen richtig und falsch, gut und böse trennen zu können. Eine Zeit, Bücher von Toni Morrison zu lesen.
Vergewaltigung. Ein Gespräch mit Mithu Sanyal
Mithu Sanyal zeigt in ihrem Buch "Vergewaltigung", warum wir zu jahrhundertalten Geschlechterstereotypen neigen, wenn wir über sexualisierte Gewalt sprechen - sie bringt Aufklärung in einen irrationalen Diskurs und denkt über Heilung nach.
Der Marsch der Individualisten. Die historische Erfahrung des Nationalsozialismus und die rechtspopulistischen Bewegungen der Gegenwart
Der Nationalsozialismus lässt sich nicht auf Terror und Gleichschaltung reduzieren. Ebenso wichtig waren persönliches Engagement – und ideologische Vielfalt im Rahmen der «Volksgemeinschaft». Daraus lassen sich Schlussfolgerungen für die Gegenwart ziehen.
16 shots: Von der Gewalt gegen schwarzes Leben in den USA
Alle 28 Stunden stirbt in den USA ein Afroamerikaner durch die Polizei oder private Sicherheitsdienste. Wer die Missachtung schwarzen Lebens in Amerikas Gegenwart verstehen will, muss in die Geschichte schauen. Die Wucht der Bilder dieser Gewalt hilft, sie zu kritisieren.
Wie können die Tussen es wagen?
Es war #MeToo-Woche in der Schweiz – auf Twitter, Facebook und in den Medien. Berichtet wurde über sexuelle Übergriffe und Gewalt, sexistische Bemerkungen und Degradierungen am Arbeitsplatz, beim Sport, im Ausgang. Erstes Fazit: Power bei den Frauen, Lernbedarf bei vielen Männern.
„Verteidigung der Republik“ (E. Badinter) oder Kulturrelativismus? Die Debatte leidet an falschen Alternativen
Die Philosophin und Feministin Elisabeth Badinter fordert die Verteidigung der „Republik“ gegen alles angeblich Fremde, weil sonst der Kulturrelativismus drohe. Diese Alternative ist falsch: es geht um die Verringerung von Leid - und um die Kritik an Verhältnissen, die Leiden befördern.
Die Revolution der Gummigeschosse: Argentinien unter Mauricio Macri
Zehn europäische Kultur- und Sozialwissenschaftler beklagen in einem gemeinsamen Aufruf die Einschränkung von Bürgerrechten und Pressefreiheit, Sozialabbau und das Ende der Aufarbeitung der Militärdiktatur in Argentinien nach Amtsantritt der Rechtsregierung.










