Gewalt
Der lange Schatten fürsorgerischer Zwangsmaßnahmen in der Schweiz
Bis in die 1980er Jahre wurden in der Schweiz armutsbetroffene oder unangepasste Kinder, Jugendliche und Erwachsene fremdplatziert und administrativ versorgt. Die psychischen, sozialen und finanziellen Folgen währten ein Leben lang – und werden den Nachkommen weitergegeben.
Das Böse besiegen. Kinder und Schusswaffen in den USA
Nach dem School-Shooting in Uvalde (TX) wird in den USA zum x-ten Mal über Schusswaffen diskutiert. Doch obwohl Schussverletzungen mittlerweile die häufigste Todesursache von Kindern und Jugendlichen sind, bleibt die eigene Schusswaffe auch als sentimentales Kindheitserlebnis unangefochten.
Das Credo der Gewaltlosigkeit. Eine Kritik
Die Friedensbewegung erfährt in Deutschland gerade scharfe Kritik an ihrem Widerstand gegen Waffenlieferungen an die Ukraine. Doch wer das Credo der Gewaltlosigkeit und dessen Effekte verstehen will, sollte sich nicht an der Friedensbewegung festbeissen.
Deutsche Einheit, deutsche Vielfalt. Auf der Suche nach einer neuen Erzählung für den 3. Oktober
Angela Merkel beeindruckte mit ihrer Rede zum 3. Oktober. Doch ihr Plädoyer für mehr Verständnis zwischen Ost und West ließ Entscheidendes aus: migrantische Wendeerfahrungen und rassistische Gewalt, die auch zum Tag der Deutschen Einheit gehören. Wie sollte man ihn zukünftig feiern?
Der Traum von Freiheit
Was steckt hinter den Unruhen in Südafrika, die im vergangenen Juni nach der Verhaftung des Ex-Präsidenten Jacob Zuma mit großer Heftigkeit ausgebrochen sind? Welche Rolle spielt dabei die Erinnerung an die erste Zeit der Unabhängigkeit – und der damit verbundene Traum von Freiheit?
Die Narbe am anderen Ufer
Dresdens Japanisches Palais ist derzeit Experimentierraum für den Umgang mit kolonialen ethnographischen Sammlungen. Direktorin Léontine Meijer-van Mensch und Kuratorin Barbara Höffer deklinieren Modi musealer Selbstreflexion durch und zeigen, wie multidirektionale Erinnerung im Museum aussehen kann.
QAnon, Kinderschändung und die Geschichte des Kinderschutzes
Seit einigen Jahren verbreitet die QAnon-Bewegung rechtsextreme Verschwörungstheorien, die um den Missbrauch von Kindern kreisen. Diese Theorien sind abstrus. Historisch betrachtet bilden sie allerdings nur das gegenwärtige Ende einer langen Geschichte der rechten Instrumentalisierung von Kinderschutz und Missbraucherzählungen.
„Vigilante Spirit“: Vom amerikanischen Recht auf Land, Waffen und Selbstverteidigung
In den vergangenen Monaten traten in den USA immer häufiger martialisch bewaffnete Bürgerwehren in Erscheinung – meist nur als medienwirksame Drohgeste, zuweilen aber auch mit tödlicher Gewalt. Sie glauben, es sei ihre Pflicht, für „Recht und Ordnung“ zu sorgen.
Der Tag der deutschen Einheit und der Brandanschlag in Hünxe. Eine Erinnerung
Am 3. Oktober 1990 wurde die Vereinigung von BRD und DDR vollzogen. Genau ein Jahr später brannte im niederrheinischen Hünxe das Flüchtlingsheim. Welchen Platz hat die rassistische Gewalt der Wendejahre in der Debatte um 30 Jahre deutsche Einheit?
Der Stoff, aus dem Gewaltfantasien sind
Nach den Anschlägen von Halle und Hanau steht die AfD in der Kritik, die geistige Munition für solche Taten zu liefern. Doch was genau macht ihre Rhetorik so gefährlich? Die Antwort findet sich in ihren Opfermythen, die auch ohne Hassrede zu Gewalt einladen.
Mobbing am Arbeitsplatz. Über die Schwierigkeit, eine nasse Seife zu fassen
Im Deutschen Bundestag wird bald ein Gesetz gegen Mobbing am Arbeitsplatz diskutiert. Der Antrag klingt progressiv, doch er macht nicht hinreichend transparent, was unter Mobbing verstanden und wann dieses strafrechtlich geahndet werden soll. Es ist Zeit für einige grundlegende Fragen.











