Gedächtnis

Deut­sche Einheit, deut­sche Viel­falt. Auf der Suche nach einer neuen Erzäh­lung für den 3. Oktober

Angela Merkel beeindruckte mit ihrer Rede zum 3. Oktober. Doch ihr Plädoyer für mehr Verständnis zwischen Ost und West ließ Entscheidendes aus: migrantische Wendeerfahrungen und rassistische Gewalt, die auch zum Tag der Deutschen Einheit gehören. Wie sollte man ihn zukünftig feiern?

Kommu­ni­zie­rende Röhren der Singu­la­ri­täten? Deut­sche Debatten um den Holo­caust aus Warschauer Perspektive

In der Debatte um Holocaust-Erinnerungspolitik fehlt oftmals die Rückbindung an konkrete Orte. Diese liegen zu bedeutenden Teilen auf polnischem Territorium und sind damit Teil polnischer Erinnerungspolitik. Ein Blick auf polnische Debatten und ein Plädoyer für einen Dialog auf Augenhöhe.

Die Narbe am anderen Ufer

Dresdens Japanisches Palais ist derzeit Experimentierraum für den Umgang mit kolonialen ethnographischen Sammlungen. Direktorin Léontine Meijer-van Mensch und Kuratorin Barbara Höffer deklinieren Modi musealer Selbstreflexion durch und zeigen, wie multidirektionale Erinnerung im Museum aussehen kann.

Unge­liebte Denk­mäler. Über Kriegs­denk­mäler der Konfö­de­rierten und Denk­mäler für die Vertriebenen

Viele Denkmäler passen nicht mehr in unsere politische Landschaft – in den USA ebenso wie in Deutschland. Sie feiern die falschen Helden oder erzählen von erlittenem Unrecht, um das Leid, das anderen zugefügt wurde, zu verschweigen. Soll man sie deswegen entfernen?

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Der 8. Mai – ein deut­scher Feiertag?

Im 8. Mai 1945 haben die Deutschen in den vergangenen 75 Jahren vieles gesehen: den Tag der „Niederlage“, der „Befreiung“, des „Zusammenbruchs“, der „Besatzung“, des „Neubeginns“. Seine Deutung blieb ambivalent, sein Platz im Gedächtnis unbestimmt. Soll er nun offizieller Feiertag werden?

Denk­bar­rieren des Sonder­falls. Die verges­senen Schweizer Opfer der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Verfolgung

Zu den Opfern der NS-Verfolgung gehörten auch Schweizerinnen und Schweizer. Über die meisten von ihnen ist heute kaum etwas bekannt. Ein Grund dafür sind Denkbarrieren aus der Zeit des Kalten Krieges. Warum es wichtig ist, dass wir uns an diese Schicksale erinnern.

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Geschichts­po­litik mit dem Holzhammer

Fünfundzwanzig Jahre nach dem Ende der Sowjetunion sollen die letzten Relikte des Kommunismus aus dem ukrainischen Alltag weichen. Die Regierung versucht, Hammer und Sichel mit dem geschichtspolitischen Holzhammer zu entfernen: Ihre Dekommunisierungskampagne ist undemokratisch, kontraproduktiv und rein symbolisch.