Frankreich

Annette und Achille. Was der Deut­sche Buch­preis mit der Causa Mbembe zu tun hat

Der diesjährige Gewinner des Deutschen Buchpreises – Anne Webers „Annette, ein Heldinnenepos“ – erzählt von einer Französin, die gegen die Nazis und nach dem Krieg in Algerien gegen die Kolonialmacht kämpfte. Es wirft eindringlich die Frage nach der Vergleichbarkeit von Nationalsozialismus und Kolonialismus auf.

Das Ende einer Kolo­ni­al­wäh­rung. Der Franc CFA und die Kontrolle des Geldes in Westafrika.

Der Franc CFA, die Währung der ehemals französischen Kolonien in Afrika, steht seit Jahren in der Kritik. Seine Abschaffung steht bevor, eine neue gemeinsame Währung soll ihn ablösen. Doch ändern sich dadurch auch die postkolonialen Abhängigkeitsverhältnisse? Ein Blick in die aktuellen Debatten.

Der Marschall und die Menschenrechte

Der Tschad ist ein hochkorruptes Land, in dem die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Wegen seiner Bedeutung im Kampf gegen islamistische Terroristen aber wird das Regime von Präsident Idriss Déby Itno durch direkte Hilfe Frankreichs und der EU gestützt. Ist Besserung in Sicht?

Gefähr­liche Wüste. Maure­ta­niens anderer Umgang mit dem Jihadismus. 

Mauretanien setzte im vergangenen Jahrzehnt im Kampf gegen religiösen Extremismus nicht allein auf Sicherheitskräfte, sondern auch auf Kooperation mit der Bevölkerung und religiösen Autoritäten. Kann sich das Land während seiner „G5 Sahel“-Präsidentschaft französischer Militärpräsenz und dem Vordringen jihadistischer Kräfte widersetzen?

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Die Farbe des Kaffees: Rassismus, Gender und Kaffee­konsum im Alge­rien des 19. Jahrhunderts

Kaffee wird heute überall auf der Welt getrunken; er gilt als ein grosser Gleichmacher (wenn man von seinen neo-kolonialen Produktionsformen absieht). Ein Blick in die Kaffeekultur im Algerien des 19. Jahrhunderts erzählt allerdings eine ganz andere Geschichte.

Frank­reich deko­lo­ni­sieren – die Radi­ka­lität der Négritude

Léopold Sédar Senghor und Aimé Césaire gelten als Begründer der Négritude, einer literarischen und politischen Bewegung gegen die Exotisierung und unterstellte Kulturlosigkeit Afrikas. Sie wollten mit ihrem philosophischen Projekt das kolonisierte Denken befreien – in Afrika und in Europa.

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Warum die „nütz­liche Stimme“ schäd­lich ist. Vor den Wahlen in Frankreich

Die „nützliche Stimme“ (vote utile) wird im Vorfeld der Wahlen in Frankreich im Namen der Demokratie vorgebracht – wer nicht pragmatisch wählt, sei ein Egoist, der nicht an das Gesamtwohl denkt. Infrage gestellt wird dabei aber das Prinzip des demokratischen Pluralismus.