Forschung
Beamtet auf Zeit? Privilegien und Prekaritäten im Hochschulwesen
Wissenschaftsfreiheit und Treueverhältnis – das Beamtentum an Hochschulen kennzeichnet eine Gratwanderung zwischen Pflichten und Privilegien, die sich erst im historischen Rückblick erhellt. Die bildungspolitischen Debatten zeigen bis heute, welche zentrale Rolle sie nach wie vor bei der „Bestenauslese“ der Hochschule spielt.
Wissenschaft, Gender und erzwungene Migration: Ein auto-ethnografischer Blick zweier ukrainischer Wissenschaftlerinnen
Erzwungene Migration betrifft weltweit eine ganze Reihe von Akademiker:innen und ihre Forschung. Die Soziologin Olena Strelnyk und die Kulturwissenschaftlerin Mariya Shcherbyna richten ihren Blick auf die eigene Vertreibung aus der Ukraine, die der russische Angriffskrieg verursacht.
Verunmöglichte Forschung? Internationaler Wettbewerb versus transnationale Solidarität im Wissenschafstbetrieb
Auch die Wissenschaft ficht Arbeitskämpfe aus. In Deutschland wurde das Reformvorhaben zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) zurecht von den betroffenen Wissenschaftler:innen abgelehnt. Aber statt der vorgetragenen Sorge um die „internationale Wettbewerbsfähigkeit“ der deutschen Wissenschaft wäre transnationale Solidarität angesichts vielerorts ähnlicher neoliberaler Regierungsmechanismen gefragt.
Was würde Max Weber zum WissZeitVG sagen?
Ein Eckpunktepapier zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes löste unlängst so massiven Protest aus, dass es Tage später zurückgenommen wurde. Dieses Gesetz rahmt – zusammen mit dem Drittmittelwesen – die wissenschaftliche Wettbewerbsordnung. Welchen Typus von Wissenschaftler:in soll diese Ordnung hervorbringen?
Die Universität als ästhetisch-digitaler Raum. Ein Gespräch mit Oliver Ruf
Wer an einer Hochschule forscht und lehrt, dürfte spätestens in den vergangenen Monaten einen Großteil der Kommunikation und Arbeit in digitale Räume verlegt haben. Doch was könnte oder sollte dieser Prozess über die bloße Anwendung von elektronischen „Tools“ hinaus bedeuten?
Wissen für alle? #Open Access und die Macht der Wissenschaftsverlage
Die Welt des wissenschaftlichen Publizierens ist heftigen Erschütterungen ausgesetzt. Grossverlage errichten paywalls, die der klassischen Zensur in ihrer Wirkung kaum nachstehen. „Open Access“ wird als Alternative propagiert, hat die Macht der Verlage aber nicht gebrochen. Doch es gibt auch zukunftsweisende Modelle.
Die Verschwörungstheorien der „Klimawandelskeptiker“
Der Klimawandel ist eine wissenschaftliche Tatsache. Das hat jahrzehntelange Forschung von tausenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ergeben. Rechtspopulisten interessieren sich nicht dafür und streiten den Klimawandel ab. Stattdessen raunt man lieber von einer Weltverschwörung.
Hürdenpolitik. Wie Forschungsförderung Forschung verhindert
Die Förderpolitik des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) entfernt sich in den letzten Jahren immer mehr vom Kriterium der Qualität als einzigem Kriterium für die Förderung von Forschung. Stattdessen werden in erzieherischer Manier immer mehr Hürden eingeführt, die zunehmend eine forschende Kunstfigur erschaffen.
#Elfenbeinturm
Kaum eine Vorstellung ist so realitätsfern wie die vom Wissenschaftler im Elfenbeinturm. Woher kommt der fragwürdige Drang, an dieser Vorstellung festzuhalten? Und welche wichtigeren Probleme und Fragen geraten dadurch systematisch aus dem Blick?








