Film

Georges Méliès creator QS:P170,Q152272, Melies color Voyage dans la lune, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Ist es nun „echter“? Wie die digi­tale Kolo­rie­rung histo­ri­scher Film­auf­nahmen falsche Verspre­chungen erzeugt

Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

Doctor Strange. Das Multi­versum erzählen

Seit ein paar Tagen läuft der neue Marvel-Film „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ im Kino. In seiner Verbindung aller möglichen Superheld:innen-Welten treibt er das filmische Erzählen über alle Grenzen hinaus. Das Geheimnis, das die Fiktion verbirgt, ist allerdings ganz von dieser Welt.

Im Krieg wohnen

Die ukrainische Gegenwartsliteratur hat uns seit 2014, seit der Annexion der Krym und der Besetzung der Ostukraine durch prorussische Separatisten, sehr genau beschrieben, was es bedeutet, „im Krieg zu wohnen“. Jetzt sind viele Autor:innen und Künstler:innen selbst auf der Flucht. Zeit, ihnen genauer zuzuhören.

Spoiler-Phobie. Die kurze Geschichte eines neuen Phänomens

Nur wenige Dinge sind so verpönt wie das Spoilern eines Films oder einer Serie. Dabei ist der Spoiler ein junges Phänomen.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Lächelnd die Welt als kurios entde­cken. Jacques Tati und der Autoverkehr

In den Metropolen ist die Sehnsucht nach einer Verkehrswende groß. Doch der Trend zum Auto ist ungebrochen. Könnten Filme mit anderen Bildern vom Autoverkehr daran etwas ändern? Die alten Filme von Jacques Tati lassen hoffen.

Der goldene Ring. Warum Fredi M. Murer in die Urner Berg­welt aufbrach

Die Alpen haben Konjunktur. Corona hat das Interesse an Immobilien in den Bergen nochmals steigen lassen. Da ist es aufschlussreich, mit Fredi M. Murer zurückzublicken in die Bergwelt der 1970er Jahre, als er diese unter anderem Vorzeichen neu entdeckte.

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Kleo­patra – Schwarz oder Weiß? Hinter­gründe einer schwarz­weißen Debatte

Braucht es wirklich eine Neuverfilmung von Kleopatra? Paramount meint ja und hat als Hauptdarstellerin die israelische Schauspielerin Gal Gadot verpflichtet. Regie führt Patty Jenkins und das Buch stammt von Laeta Kalogridis. Doch darum geht es gerade nicht… Ein Blick hinter die Kulissen.

Kein Gesicht und keine Stimme. Kinder in der aktu­ellen Populärkultur

So häufig in aktuellen Filmen und Serien über Kinder gesprochen wird, so selten sind sie tatsächlich präsent. Bei aller Diversität bleibt die uns gezeigte Welt eine sehr erwachsene, in der es nicht um Kinder, sondern um leistungsfähige Frauen geht.

Gespal­tene Kollek­tive. Das Unbe­hagen mit der Iden­tität in Samirs Baghdad In My Shadow

Eine progressive „Identitätspolitik“, die im Namen des Widerstandes gegen nationalistische Beschränkungen betrieben wird, muss verschiedene, disparate „kollektive Identitäten“ für ein gemeinsames Ziel mobilisieren. Aber was, wenn diese Kollektive selbst gespaltene sind? Ein neuer Film untersucht dieses Rätsel.

Tut um Gottes Willen etwas Tapferes. Plädoyer für ein Reformations-Rashomon

Verfilmungen von geschichtlichen Ereignissen sagen etwas darüber aus, wie „Geschichte“ gedacht wird. Wird sie als eindeutige und lineare Entwicklung gedacht, von wichtigen Personen gemacht, mit denen man sich identifizieren kann, dann entsteht wie beim Schweizer Kinofilm „Zwingli“ – eidgenössisches Hollywood.

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Mit Abstand. Andreas Hoesslis Film über die Revo­lu­tionen im Iran und in Polen

1979 im Iran und 1980 in Polen bedrohen zwei Revolutionen die alten Mächte – im Iran stürzt der Shah, in Polen aber verhängt die Armee das Kriegsrecht. Der Journalist und Dokumentarfilmer Andreas Hoessli hat über diese Ereignisse einen Film gedreht, der sich einfachen Erklärungen verweigert.

Starke Frauen, prekäre Lebens­welten: Alex­ander Askol­dows „Die Kommis­sarin“ neu gesehen

Der Film „Die Kommissarin“ (1967) war zwanzig Jahre lang verboten. Die Thematisierung jüdischen Lebens und Sterbens sowie die unorthodoxe Darstellung der Bürgerkriegszeit passten nicht ins sowjetische Geschichtsnarrativ. Die Figur der Kommissarin ist heute noch kontrovers.

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