Feminismus

Raub­tier werden. Öko-feministische Tendenzen in der Gegenwartsliteratur

Im klassischen Nature Writing zogen männliche Abenteurer in die Wildnis; heute erzählen Frauen, wie Angriffe wilder Tiere sie verwandelt haben. Stellen sie die anthropozentrische Ordnung damit in Frage – oder schreiben sie sie mit anderen Mitteln fort?

#Vulnerabi­lität. Ein Schlüs­sel­be­griff in Zeiten der Pandemie

Seit der Pandemie bildet der Begriff der Vulnerabilität ein beliebtes politisches Schlagwort. Doch die Verwundbarkeitsdiskurse der Politik verschleiern Ungleichheiten und Machtverhältnisse. Wie kann man Vulnerabilität anders denken – als Schlüsselbegriff eines solidarischen Miteinanders?

Spiel­ball der Geopo­litik. Frau­en­rechte in der Türkei

Der Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention wurde international kritisiert und rief bei türkischen Frauenorganisationen Entsetzen hervor. Die türkische Regierung besiegelt damit das Ende ihrer an Europa orientierten Geopolitik – und wiederholt ihre schon im 20. Jahrhundert praktizierte Instrumentalisierung der Frauenrechte.

Intel­lek­tu­elle des Alltags. Die afro-deutsche Frau­en­be­we­gung – ein Gespräch

Die afro-deutsche Frauenbewegung wirkte seit den 1980er Jahren mit neuem, de-kolonialistischem Wissen auf die deutsche Gesellschaft ein – und ist dennoch bis heute kaum bekannt. Die Historikerin Tiffany N. Florvil gibt im Gespräch mit Sina Speit Einblick in die Geschichte dieser Schwarzen intellektuellen Frauen*.

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Geschichte der Gegenwart
Geschichte der Gegenwart
Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung
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  • Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

    Sep 21, 2025 • 13:31

    1975 war das internationale Jahr der Frau. Die Abtreibungsfrage war in der Schweiz eines der großen Themen. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um illegale Schwangerschaftsabbrüche aus der Tabuisierung zu befreien und für eine Liberalisierung zu mobilisieren.

  • Russland führt einen ideologischen Krieg

    Russland führt einen ideologischen Krieg

    Sep 14, 2025 • 16:58

    Die Russische Föderation wurde wiederholt als korrupter und ideologieloser Mafiastaat bezeichnet, um den russischen Nationalismus und die messianischen Ideen eines kommenden russischen Imperiums herunterzuspielen. Warum diese Perspektive falsch und vielleicht sogar gefährlich ist.

  • Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Zeigen oder Nicht-Zeigen? – Das ist nur eine der Fragen

    Aug 31, 2025 • 14:03

    Bilder können erinnern, bewahren und Wissen erzeugen – zugleich aber auch Gewalt und Diskriminierung fortschreiben. Mario Schulze und Sarine Waltenspül erörtern, wie Archive, Ausstellungen und Forschung verantwortungsvoll mit solchen Bildbeständen umgehen können – zwischen Ethik, Kontextualisierung und kollaborativer Praxis.

  • Essen von oben

    Essen von oben

    Aug 24, 2025 • 13:52

    Digitale Bilder von Essen sind allgegenwärtig, sie übernehmen vielfältige kommunikative Funktionen. Als visuelle Markierungen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit sind sie Teil eines ironischen Spiels, werden aber auch in einem Kulturkampf von rechts instrumentalisiert.

  • Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Das deutsche Passfoto. Geschichte und Geschlecht

    Aug 17, 2025 • 13:03

    Seit wann und warum gibt es Fotos in Ausweisen? Ein Passfoto lässt unwillkürlich auf das Geschlecht der abgelichteten Person schließen. Doch was geschieht, wenn die Angabe des Geschlechts im Reisepass nicht mehr den tradierten binären visuellen Codierungen von Geschlecht entspricht? Britta Lange im GdG-Bildersommer über die Geschichte des Passbildes.

  • Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Hothouse Earth: Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe

    Aug 10, 2025 • 13:46

    Klimadiagramme sind mehr als visualisierte Daten, sie entwerfen ihre eigenen Narrative und prägen unser visuelles Verständnis der Klimakrise. Birgit Schneider analysiert, wie die Bilder emotionale Zugänge zur Klimakrise schaffen und zum Handeln aufrufen.

  • Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Bilder, paranoid gelesen. Die Netflix-Serie Adolescence

    Jul 27, 2025 • 12:07

    Die Netflix-Serie Adolescence wird als Warnstück gelesen, obwohl ihre Bildsprache eine vielschichtige Gegenwartsanalyse anbietet: eine subtile Kritik an der populären Interpretationspraxis, die hinter allem, was man sieht, eine verborgene Wahrheit finden will.

  • Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Freie Bilder und die Verantwortung von Museen

    Jul 20, 2025 • 16:43

    Was bedeutet die Forderung nach freien Bildern für Museen? Welche Schwierigkeiten und neuen Ansätze gibt es im Bereich von #OpenSource und #CreativeCommons? Wie wirken sich diese auf die Verantwortung von Museen im postkolonialen Kontext aus? Ein Plädoyer für die Wissensallmende.

  • Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Ist es nun „echter“? Wie die digitale Kolorierung historischer Filmaufnahmen falsche Versprechungen erzeugt

    Jul 13, 2025 • 15:09

    Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz scheinen den Wunsch nach einer unmittelbar erlebbaren Vergangenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Die Nachbearbeitung von Filmaufnahmen löst Faszination aus, zeigt aber auch Probleme und Irrtümer im Umgang mit historischen Quellen.

  • Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Der Blick nach rechts von uns. Paul Klees „Angelus novus“ (1920)

    Jul 9, 2025 • 10:00

    Heute startet der GdG-Bildersommer. Den Auftakt bildet ein Aquarellbild von Paul Klee, das durch seinen ersten Besitzer Walter Benjamin eine wirkungsmächtige Deutung erhalten hat. Klees „Angelus novus“ von 1920 ist zum Engel der Geschichte geworden. Doch was ist auf dem Bild zu sehen?

Abtrün­nige Queers und schwule Orthodoxie

Schwule und Lesben mussten lange darum kämpfen, als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt zu werden. Doch ihre erinnerungspolitischen Erfolge verdecken eine konfliktreiche Geschichte, die um schwulen Antifeminismus, fehlende Solidarität mit nicht-weißen Opfern und queere Forderungen nach einem inkludierenden Erinnern kreist.

Kleo­patra – Schwarz oder Weiß? Hinter­gründe einer schwarz­weißen Debatte

Braucht es wirklich eine Neuverfilmung von Kleopatra? Paramount meint ja und hat als Hauptdarstellerin die israelische Schauspielerin Gal Gadot verpflichtet. Regie führt Patty Jenkins und das Buch stammt von Laeta Kalogridis. Doch darum geht es gerade nicht… Ein Blick hinter die Kulissen.

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J.K. Rowling und die Sehn­sucht nach der heilen Welt der sauberen Kategorien

J.K. Rowling steht massiv in der Kritik: Die Autorin der Harry Potter-Romane hatte wiederholt Cisfrauen gegen Transfrauen ausgespielt. Nach Erscheinen des neuen Krimis Troubled Blood wird diskutiert, ob auch Rowlings Werk transfeindlich sei. Höchste Zeit, einen literaturwissenschaftlichen Blick auf den Fall zu werfen

Der Kopf unter dem Hut. Helke Sanders kluger Film „Die allseitig redu­zierte Persönlichkeit“

Wenn über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf öffentlich gesprochen wird, geht vor allem darum, wie Frauen trotz Kinder Karriere machen können. Dabei steht viel mehr zur Debatte. Ein Film aus den 1970ern hilft, den Blick hierfür zu öffnen.

Über die Begriffe hinaus­denken: Weshalb Schweizer Frauen* streiken

Am 14. Juni wird in der Schweiz gestreikt. Der zweite feministische Streik in der Geschichte des Landes richtet den Blick auf ganz verschiedene Formen der Diskriminierung von Frauen*: auf misogyne Gewalt, unsichtbare oder schlecht bezahlte Care-Arbeit sowie auf Ausbeutung aufgrund sozialer und kultureller Herkunft.

Macht und Gewalt. #MeToo jenseits einer Posi­tion der Schwäche

Die #MeToo-Kampagne erfolgt, anders als oft behauptet, nicht aus einer Position der Schwäche, sondern der Stärke. Ein wesentlicher Grund dafür ist die tiefgreifende Veränderung unseres Gewaltverständnisses in den letzten Jahrzehnten. Das wirft Fragen auf.

1968, die Linke und die „Arbei­ter­klasse“

„68“ war der politisierte Höhepunkt der Kulturrevolution der 1960er Jahre. Der Linken wird heute vorgeworfen, sie habe damals begonnen, sich nicht mehr für die Arbeiter zu interessieren und betreibe seither nur noch „Identitätspolitik“. Das tönt plausibel. Aber stimmt es denn auch?

Werdet Schwarze Frauen*! Plädoyer für ein mino­ri­täres Bewusstsein

Am Samstag findet in Zürich der Women’s March statt. Lässt sich unter dem Label „Frauen*“ für eine gerechte Welt für alle einstehen? Ja, denn Feminismus ist kein Partikularanliegen von Frauen*, sondern ein universeller Bezugspunkt.