covid-19

Das Jahr­hun­dert der Pande­mien. Ein Gespräch mit Mark Honigsbaum

Der Medizinhistoriker Mark Honigsbaum spricht von einem „Jahrhundert der Pandemien“, das sich von der Spanischen Grippe 1918 bis in unsere Corona-bedingte Gegenwart zieht. Im Gespräch mit Philipp Sarasin erklärt er, warum wir uns immer nur auf die eben erst vergangene Pandemie vorbreiten.

und

The century of pande­mics. A conver­sa­tion with Mark Honigsbaum

Medical historian Mark Honigsbaum speaks of a "century of pandemics" that stretches from the Spanish flu of 1918 to our Corona-related present. In an interview with Philipp Sarasin, he explains why we only ever prepare for the pandemic that has just passed.

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Nachruf auf die Corona-Helden

Wo sind sie hin, die Helden der vergangenen Monate? Die Kassiererinnen sitzen weiter an der Kasse, Pfleger und Pflegerinnen sind so schlecht bezahlt wie eh und je, und ein paar großmäulige Politiker haben sich gründlich blamiert. Was bleibt vom Heldenfieber, das die Gesellschaften kurz schüttelte?

Das Vorsor­ge­pa­radox. Beob­ach­tungen zu einem modernen Phänomen in Coronazeiten

Vorsorge ist wichtig und gut. Das zeigt sich vor allem in Zeiten der Pandemie. Doch was ist mit den Gefahren, die Vorsorge erst hervorbringt? Nicht nur Franz Kafka wusste davon – die Geschichte der Moderne ist voll solcher Ambivalenzen.

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Geschichte der Gegenwart
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    Miljenko Jergović fährt nach Kriegsbeginn von Zagreb nach Belgrad und findet sich zwischen den mentalen Fronten und den Nachtwölfen wieder, dem 1989 gegründeten ultranationalistischen, ultraorthodoxen Bikerclub, der seit Jahren vom Kreml finanziert gegen die russische Opposition, gegen den Euromaidan, für die Annexion der Krym und jetzt für den Krieg demonstriert.

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    In Berlin wird die Umbenennung von Straßennamen diskutiert. Dabei geht es um altbekannte Antisemiten wie Martin Luther und Richard Wagner, aber auch um Denker wie Karl Marx. Wie sinnvoll sind diese Bemühungen, die Geschichtsschreibung durch Straßenumbenennungen zu beeinflussen?

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    Die Historikerin Evelien Gans war eine profilierte Antisemitismus- und Holocaust-Forscherin. 2018 nahm sie sich das Leben. Das hatte viele Ursachen, fordert uns aber auch heraus, über die Zumutungen der akademischen Kultur nachzudenken.

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    Wissenschaftler:innen hatten lange einen schlechten Ruf in populären Medien. Nun erhält der Mad Scientist Konkurrenz durch die engagierte, moralisch integre Forscher:in, die bereit ist, für die Wahrheit zu kämpfen.

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Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit begannen in der Corona-Krise die Verschwörungstheorien zu blühen. Was zeichnet diese konspirativen Erklärungsmodelle aus? Und welche Herausforderungen stellt das Pandemiegeschehen für kritische Theorien dar?

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Mit Schweigen zuge­deckt. Die Navajo Nation und der Nukle­ar­un­fall von Church Rock

Die Native Americans leben ganz am Rand der amerikanischen Gesellschaft, und in der grössten „Reservation“ des Landes, der Navajo Nation, wütet auch das Corona Virus besonders stark. Wie ein krasser Fall von Umweltrassismus vor 41 Jahren zeigt, hat die Vernachlässigung der Navajo System.

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Die Nation in Zeiten von Corona. Zeit­ge­schichts­for­schung auf dem Prüfstand

Die Corona-Pandemie ist global. Zugleich haben wir in Europa die Wucht des Nationalen lange nicht so stark gespürt wie in den ersten Wochen der Krise. Die Zeitgeschichtsforschung ist gefordert, das Verhältnis von Nation, Region und globaler Vernetzung neu zu denken.

Unzu­rei­chend, aber unent­behr­lich. Die WHO und die Geschichte der globalen Gesundheit

Die USA kritisieren die WHO scharf: Präsident Trump wirft ihr eine mangelnde Distanz gegenüber China vor. Doch diese Haltung ist nichts Neues. Die USA standen vielmehr seit Gründung der UNO meist im Widerspruch zum politischen Internationalismus der WHO und ihren Gesundheitsprogrammen.

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Demas­kiert: Covid-19 und die kultu­relle Dimen­sion der Debatten um die Maskenpflicht

Im Kontext der Corona-Pandemie wird debattiert, ob der Gebrauch von Masken dazu beitragen könnte, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Wenig beachtet wird, dass diese Kontroverse ihre Wurzeln im europäischen Misstrauen gegenüber der „orientalischen“ Gesichtsverhüllung seit dem 19. Jahrhundert hat.

Unmasked: Covid-19 and the Cultural Dimen­sions of the Debate on Manda­tory Face Masks

In the context of the covid-19 pandemic, Germany witnesses debates on whether masks could help contain the spread of the virus. This article argues the controversy may be rooted in the deep-seated suspicion of facial covering in Europe since the nineteenth century.

Vor, in und nach der Krise

Wir sind mitten in der Krise. Die drastischen Anordnungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie haben wir fast klaglos akzeptiert. Weist das darauf hin, dass wir sie heimlich mögen, die Krise? Können wir später auch wieder verlernen, in der Krise zu leben?