Corona
Über Selbstlosigkeit
Die Änderungen unserer Lebensweisen in den vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es an der Zeit ist, unsere Annahmen über die Bedingungen individuellen Lebens zu überprüfen. Gut, dass einige Autor*innen in den letzten Jahren schon darüber nachgedacht haben.
Almosen auf Abstand. Gabenzäune für Obdachlose in der Corona-Pandemie
Obdachlose, die nicht „zuhause bleiben“ können, sind von der Pandemie noch stärker bedroht als andere. Daher sind an vielen Orten neue Gabenzäune entstanden, um ihnen zu helfen. Doch diese Almosen auf Abstand „helfen“ den Helfern mindestens ebenso wie den Bedürftigen.
Akute Dichtung: Celans Zumutungen
Vor fünfzig Jahren nahm Paul Celan sich das Leben. Vor knapp hundert Jahren kam er zur Welt. Er hinterließ Gedichte, die er als Händedruck oder als Flaschenpost verstand: Wen oder wer ein Gedicht trifft, sollte verändert aus der Begegnung hervorgehen.
Vor, in und nach der Krise
Wir sind mitten in der Krise. Die drastischen Anordnungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie haben wir fast klaglos akzeptiert. Weist das darauf hin, dass wir sie heimlich mögen, die Krise? Können wir später auch wieder verlernen, in der Krise zu leben?
Mit Foucault die Pandemie verstehen?
Kann man mit den theoretischen Konzepten und historischen Beispielen, die Michel Foucault in den 1970er Jahren entwickelte, die gegenwärtige Lage deuten? Ja – aber anders, als man denkt. Und nein, von Biopolitik zu sprechen hilft dabei nicht weiter.
Tolstoj und die Ansteckung
Slavoj Žižek antwortete kürzlich auf Giorgio Agambens bedenkliche Fehleinschätzung der Corona-Situation und brachte Lev Tolstojs Konzept von Ansteckung ins Spiel. Bloss das nicht! – sagt unsere Autorin Sylvia Sasse.
COVID-19: Sind wir zur Solidarität fähig?
Das neuartige Corona-Virus ist gefährlich. Doch die Risiken, die mit ihm verbunden sind, entziehen sich der individuellen Wahrnehmung und Erfahrung – sie erscheinen abstrakt. Die Frage ist, ob wir trotzdem fähig sind, adäquat auf sie zu reagieren. Ein Kommentar.








